Manchester City wird sich mit dem Start des Januar-Transferfensters voraussichtlich zurückhalten. Laut einem von Sports Mole aufgegriffenen Bericht von Football Insider ist Enzo Maresca zufrieden damit, mit seinem bestehenden Kader zu arbeiten, und wird trotz jüngster Bedenken in der Abwehr nicht auf eine namhafte Defensiv-Verpflichtung drängen.
Das ist eine deutliche Kehrtwende gegenüber dem letzten Transferfenster. Unter Pep Guardiola verpflichtete City im Januar 2026 Antoine Semenyo von Bournemouth in einem Wechsel, den Al Jazeera mit 65 Millionen Pfund bezifferte, und legte mit Englands Innenverteidiger Marc Guehi von Crystal Palace nach. Die Bereitschaft für weitere neunstellige Ausgaben ist gesunken.
Das Urteil hinter der Zurückhaltung
Eine unabhängige Kommission hat City am 25. September in 114 von 115 finanziellen Anklagepunkten der Premier League für schuldig befunden. Die Anklage gliedert sich in 54 Punkte wegen der Nichtvorlage korrekter Finanzinformationen in den Spielzeiten 2009-10 bis 2017-18, 14 wegen Vergütungen von Spielern und Trainern, 5 wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play der UEFA, 7 wegen der Profitability and Sustainability Rules der Premier League und 35 wegen mangelnder Kooperation bei den Ermittlungen zwischen Dezember 2018 und Februar 2023.
Nur das Strafmaß steht noch aus. City hat ab dem Urteil 14 Tage Zeit, um Berufung einzulegen, und die Berufungsverhandlung soll innerhalb von 12 Wochen abgeschlossen werden. Das Rechtsteam des Klubs wird erneut von Lord Pannick KC geführt, der bereits half, das UEFA-Europapokalverbot von 2020 zu kippen.
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Was das Gremium verhängen könnte
Die Optionen der Kommission reichen von Geldstrafen und Punktabzügen über eine Transfersperre bis hin zum Abstieg oder Ausschluss aus der Premier League. Der Finanzdozent Kieran Maguire hat einen Punktabzug von 40 bis 60 Punkten als logische Konsequenz ins Spiel gebracht, und ein Titelentzug wäre theoretisch möglich, auch wenn es dafür in der Premier League keinen Präzedenzfall gibt.
Die Position des Klubs
Manchester City weist weiterhin jedes Fehlverhalten von sich. In seiner Stellungnahme erklärte der Klub, das Verfahren „laufe weiter, mit wesentlichen Punkten, die noch abzuschließen sind, und unterliege strikter Vertraulichkeit“. Die Premier League wollte sich nicht dazu äußern.
Jede Neuverpflichtung im aktuellen Klima dürfte auf Vertragsklauseln gegen einen Ausschluss aus der Premier League bestehen. Sports Mole hob diesen Faktor als zusätzliches Hemmnis für große Ausgaben im Januar hervor. City verfügt bereits über einen Kader von 26 Spielern einschließlich der EFL-Cup-Meldungen, und Maresca bewertet die Abwehrprobleme als strukturell und nicht als Personalmangel.
Eine schriftliche Urteilsbegründung des unabhängigen Gremiums wurde noch nicht veröffentlicht, und weder für die Berufungsverhandlung noch für die Entscheidung über das Strafmaß wurde ein Termin festgesetzt.
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