Marokko will mehr als Respekt
Das WM-Viertelfinale Marokkos gegen Frankreich ist nicht nur ein weiterer Schritt in Richtung Halbfinale. Es ist auch eine Gelegenheit, sich an eine der schmerzhaftesten Nächte in der Fußballgeschichte des Landes zu erinnern.
Frankreich besiegte Marokko im Halbfinale der Weltmeisterschaft 2022 mit 2:0, so das offizielle FIFA-Spielzentrum, und beendete damit den historischen Lauf der Atlaslöwen in Katar.
Vier Jahre später steht Marokko wieder auf der größten Bühne, und Cheftrainer Mohamed Ouahbi hat klargestellt, dass Bewunderung allein dieses Mal nicht ausreichen wird.
„2022 waren wir allem gegenüber zu respektvoll“, sagte Ouahbi, zitiert vom Live-Blog zur Weltmeisterschaft von TV 2. „Wir müssen das Spiel ohne Angst bestreiten, besser sein und 2000 Prozent geben. Wir dürfen uns nicht damit zufriedengeben, dass das, was wir bisher geliefert haben, gut genug ist. Wir müssen gnadenlos sein.“
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Ouahbi lehnt Gerede von bereits erledigter Arbeit ab
Marokkos Weg ins Viertelfinale hat bereits Lob eingebracht, doch Ouahbi ist nicht an voreiligen Schlussfolgerungen interessiert.
Der marokkanische Trainer wehrte sich gegen die Vorstellung, dass seine Mannschaft bereits mit ihrem Turnier zufrieden sein sollte, und betonte, dass jede Bewertung bis zum Ende der Kampagne warten müsse.
„Wenn die Leute sagen, wir hätten ein erfolgreiches Turnier gespielt, gefällt mir das nicht“, sagte er. „Bewertungen müssen am Ende vorgenommen werden. Wir tun alles, um zu gewinnen, und wir werden nicht auf diejenigen hören, die sagen, wir hätten schon genug geleistet und Frankreich sei Favorit.“
Es ist eine Botschaft, die sich ebenso an seine eigenen Spieler wie an die Außenwelt richtet. Marokko mag der Außenseiter sein, aber Ouahbi möchte, dass sein Team das Spiel als Anwärter und nicht als dankbarer Teilnehmer angeht.
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Saibaris Ausfall schwächt Marokkos Angriff
Marokko muss jedoch ohne einen seiner wichtigsten Offensivspieler gegen Frankreich antreten.
Ismael Saibari, der Top-Torschütze des Teams bei dieser Weltmeisterschaft, wurde nach einer Oberschenkelzerrung im Achtelfinale für das Viertelfinale ausgeschlossen.
„Alle sind zu 100 Prozent bereit, außer Saibari“, sagte Ouahbi. „Dieses Spiel kommt zu früh für ihn, aber ich hoffe, er fällt nicht für den Rest des Turniers aus.“
Sein Fehlen ist ein großer Rückschlag für Marokko, das Effizienz und Gelassenheit gegen eine französische Mannschaft benötigen wird, die zunehmend schwer zu kontrollieren ist.
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Brahim Díaz würdigte auch die besondere Natur der Begegnung, mit mehreren bekannten Gesichtern auf der Gegenseite. Der Spieler von Real Madrid sagte, er habe „gute Vereinskollegen und Freunde in der anderen Mannschaft“, fügte aber hinzu, dass sie nun Gegner in einem, wie er es beschrieb, fantastischen Spiel seien.
Frankreich bleibt der klare Favorit
Frankreich reist als eines der stärksten verbliebenen Teams im Turnier an, und das Ausmaß der Aufgabe Marokkos ist den Beobachtern nicht entgangen.
TV 2-Fußballexperte Morten Bruun bezeichnete das Viertelfinale als die ungleichste Paarung dieser Runde.
„Im Grunde ist es das ungleichste Viertelfinale“, sagte Bruun. „Frankreich hat eine überwältigende Stärke gezeigt und wirkt wie eine Mannschaft in völliger Balance. Marokko war stark, aber ich denke auch, dass das Spiel gegen Kanada gezeigt hat, dass sie müde werden. In meinen Augen wäre es die größte Überraschung der Weltmeisterschaft, wenn Marokko Frankreich schlagen würde.“
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Dieses Urteil lässt wenig Zweifel an den äußeren Erwartungen. Frankreich ist Favorit, Marokko ist geschwächt, und die Erinnerung an 2022 schwebt immer noch über der Begegnung.
Doch für Ouahbi und seine Spieler ist genau das der Punkt. Dies ist die Art von Spiel, auf die Marokko hingearbeitet hat, und der einzige Weg nach vorn ist, es furchtlos anzugehen.
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