Mit dem extremen Reichtum der Formel 1 könnten mehrere Premier-League-Vereine auf einmal gekauft werden
Das Ausmaß des Geldes in der Formel 1 hat inzwischen ein Niveau erreicht, bei dem Vergleiche mit Eigentümern von Spitzenfußballklubs nicht mehr übertrieben wirken. In manchen Fällen sind die persönlichen Vermögen, die sich rund um den Sport aufgebaut haben, so groß, dass sie mit den Bewertungen etablierter Premier-League-Vereine konkurrieren oder diese sogar übertreffen können.
Eines der deutlichsten Beispiele findet sich aktuell im Starterfeld der Formel 1.
Ein Milliardär im Fahrerlager
Lawrence Stroll, Eigentümer des Aston-Martin-Formel-1-Teams, verfügt laut übereinstimmenden Berichten über ein Vermögen von rund 2,9 Milliarden Pfund. Dieses Maß an Reichtum macht ihn zu einem der wohlhabendsten Akteure im internationalen Motorsport und eröffnet ihm Investitionsmöglichkeiten, die weit über den Rennsport hinausgehen.
Aus Sicht des Fußballs wäre diese Summe theoretisch ausreichend, um mehrere mittelgroße Premier-League-Klubs zu erwerben. Schätzungen von The Athletic zufolge liegen Teams wie Bournemouth, Wolverhampton Wanderers, Sunderland, Nottingham Forest, Brentford, Crystal Palace, Leeds United und Everton jeweils in einem finanziellen Rahmen, der insgesamt mit Strolls geschätztem Vermögen vergleichbar ist.
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Die größten Marken der Liga bewegen sich jedoch in einer anderen Dimension. Laut The Athletic sind Manchester United, Manchester City, Liverpool, Arsenal und Tottenham Hotspur jeweils mit mehr als 2,9 Milliarden Pfund bewertet. Chelsea liegt mit einem geschätzten Wert von rund 2,5 bis 2,7 Milliarden Pfund leicht darunter.
Der größere Kontext: Geld in der gesamten F1
Strolls Vermögen steht am oberen Ende eines Sports, der ohnehin für enorme finanzielle Belohnungen bekannt ist. Formel-1-Fahrer gehören zu den bestbezahlten Athleten der Welt ihre Gehälter spiegeln sowohl ihren Erfolg auf der Strecke als auch ihren kommerziellen Wert wider.
Laut Angaben aus Motorsport-Medien steht Max Verstappen mit einem Jahresgehalt von rund 76 Millionen US-Dollar an der Spitze der Verdienstliste. Lewis Hamilton, siebenfacher Weltmeister, verdient demnach fast 70 Millionen Dollar, während der frisch gekrönte Titelträger Lando Norris angeblich rund 57 Millionen Dollar pro Jahr erhält.
Im Gegensatz dazu bewegen sich junge Fahrer am Beginn ihrer Karriere auf einem ganz anderen Niveau. Arvid Lindblad, Gabriel Bortoleto und Oliver Bearman verdienen Berichten zufolge jeweils rund 2 Millionen Dollar pro Saison ein deutliches Zeichen für die starke finanzielle Spreizung innerhalb des Fahrerfeldes.
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Ein Familienunternehmen mehr als nur ein Fahrervertrag
Lance Stroll, Fahrer bei Aston Martin, verdient laut Berichten rund 13 Millionen Dollar jährlich ein solider Betrag nach F1-Maßstäben, jedoch bescheiden im Vergleich zur finanziellen Schlagkraft hinter dem Team. Da sein Vater Eigentümer von Aston Martin ist, reicht der Einfluss der Familie Stroll weit über einen einzelnen Fahrervertrag hinaus.
Diese Kombination aus Teambesitz, langfristigen Investitionen und persönlichem Reichtum spiegelt einen breiteren Trend in der Formel 1 wider: Immer mehr Ultra-Vermögende sehen in der Königsklasse des Motorsports eine Plattform, die sowohl sportlich als auch geschäftlich attraktiv ist.
Fokus auf 2026, keine Fußballkäufe
Trotz der auffälligen Vergleiche mit dem Fußball liegt Lawrence Strolls Fokus klar auf der Formel 1. Aston Martin geht mit dem Ziel in die Saison 2026, nach Lance Strolls 16. Platz in der vergangenen Meisterschaft wieder konkurrenzfähig zu sein.
Das Team blickt mit Optimismus auf eine umfassende Reglementänderung. Die Rückkehr von Honda als Motorenlieferant und die wachsende Rolle von Adrian Newey machen Aston Martin zu einem potenziellen Außenseiter beim Start in die neue Ära. Der Rennstall aus Silverstone wird seinen neuen Boliden AMR26 am 9. Februar vorstellen.
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Vorerst bleibt die Premier League ein theoretisches Gedankenspiel doch allein der Vergleich zeigt, wie weit sich der finanzielle Einfluss der Formel 1 inzwischen erstreckt.
Quellen: The Athletic
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