Olympia wut: Eileen Gu sagt, Wechsel zu China brachte Drohungen und Angriff
Die Freestyle Skifahrerin Eileen Gu erklärt, dass die Folgen ihres Nationenwechsels weit über sportliche Diskussionen hinausgingen. Laut dem polnischen Portal O2, das sich auf ein Interview mit The Athletic beruft, schilderte die 22 Jährige eine Welle von Hass, die schließlich in konkrete Bedrohungen mündete.
Gu wurde in San Francisco geboren und gab 2019 bekannt, künftig für China, das Heimatland ihrer Mutter, anzutreten. Diese Entscheidung löste sowohl in den Vereinigten Staaten als auch international eine kontroverse Debatte aus.
Im Gespräch mit The Athletic, wie von O2 berichtet, sagte Gu: „I was physically assaulted on the street. Police had to intervene. I received death threats, and my dorm room was robbed.“ Sie habe die Vorfälle als sehr junge Athletin erlebt und Situationen durchgestanden, die niemand erfahren sollte.
Eine Entscheidung mit politischen Folgen
Der Wechsel erfolgte vor den Olympischen Winterspielen in Peking und machte Gu rasch zu einer Symbolfigur in einer größeren Diskussion über Identität, Loyalität und geopolitische Spannungen. Kritiker argumentierten, sie habe vom amerikanischen Ausbildungs und Sportsystem profitiert, bevor sie sich für eine andere Nation entschied.
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Unterstützer entgegneten, dass Sportlerinnen mit multinationalem Hintergrund nach internationalen Regeln selbst bestimmen dürfen, für welches Land sie starten. Laut O2 flammt die Debatte bei nahezu jedem großen Wettkampf erneut auf und spiegelt die angespannten Beziehungen zwischen Washington und Peking wider.
Politische Stimmen melden sich zu Wort
Die Diskussion erreichte auch die US Politik. Wie O2 berichtet, erklärte US Vizepräsident JD Vance in einem Interview mit Fox News, er hoffe, dass in Amerika aufgewachsene Athleten die Vereinigten Staaten vertreten würden.
Der ehemalige NBA Spieler Enes Kanter Freedom äußerte sich deutlich schärfer. Er sagte, Gu sei „born and raised in America, built her fame here, and yet chose to compete against her own country for a regime that violates human rights“, und bezeichnete sie als „traitor“.
Diese Aussagen verschärften die ohnehin polarisierte Debatte zusätzlich.
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Sportlicher Erfolg trotz Kontroverse
Ungeachtet der Kritik bleibt Gu sportlich erfolgreich. Unter dem Namen Gu Ailing gewann sie bei den Olympischen Winterspielen in Peking im Alter von 18 Jahren drei Medaillen, wie aus offiziellen Olympia Angaben hervorgeht. Bei den Winterspielen in Italien in diesem Jahr kamen zwei Silbermedaillen hinzu, womit sie insgesamt fünf olympische Medaillen vorweisen kann.
Nach Angaben von O2 zählt sie zudem zu den bestverdienenden Wintersportlerinnen. Das Portal berichtete, dass sie im Jahr 2025 rund 23 Millionen Dollar vor allem durch Sponsorenverträge eingenommen habe.
Zwischen Spitzensport und geopolitischer Debatte
Mehrere Jahre nach ihrem Nationenwechsel steht Gu weiterhin im Spannungsfeld zwischen sportlichem Erfolg und politischer Kontroverse. Jeder Podestplatz bringt die Diskussion über nationale Zugehörigkeit und die Rolle des Sports in globalen Konflikten erneut ins Rollen.
Laut O2, das sich auf ihre Aussagen gegenüber The Athletic stützt, betonte Gu, dass Kritik zum öffentlichen Leben gehöre, Drohungen und körperliche Gewalt jedoch eine Grenze überschritten hätten. Ihr Fall zeigt, wie stark internationale Politik inzwischen auch individuelle Sportkarrieren beeinflussen kann.
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Quelle: O2
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