Tadej Pogacar

Pogacars fünfter Tour-de-France-Titel festigt seinen Platz unter den Radsportlegenden

Pogacar sichert sich 2026 seinen fünften Tour-de-France-Titel als jüngster Fahrer und festigt damit seinen Platz unter den Radsportlegenden.

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Laut The Guardian hat Tadej Pogacar seinen Namen tiefer in die Radsportgeschichte eingegraben, indem er 2026 seinen fünften Tour-de-France-Sieg errang. Die slowenische Sensation erreichte diesen Meilenstein als jüngster Fahrer überhaupt, der fünf Tour-Siege einfahren konnte, und begründete damit ein einzigartiges Erbe, das von unangefochtener Dominanz und einem scheinbar fehlerfreien Aufstieg an die Spitze des Sports geprägt ist.

Der entscheidende Moment des Rennens von 2026 ereignete sich auf der sechsten Etappe. 42 km vor dem Ziel startete Pogacar einen fulminanten Angriff am ikonischen Col du Tourmalet und distanzierte Rivalen wie Jonas Vingegaard und andere Favoriten. Dieser einzigartige, kraftvolle Schachzug verschaffte ihm einen uneinholbaren Vorsprung und beendete den Kampf um das Gelbe Trikot effektiv, obwohl noch Wochen des Rennens bevorstanden.

Wie The Guardian berichtete, fasste der ehemalige FDJ United-Manager Marc Madiot, der das Rennen für RMC Radio analysierte, Pogacars überragende Leistung zusammen: „Es gab nur einen einzigen Fahrer, der bei dieser Tour angegriffen hat: Tadej Pogacar. Er griff einmal an, und jeder verstand, dass es vorbei war.“

Ein makelloser Weg zu fünf Tour-Siegen

Pogacar steht nun neben einem Elite-Quartett von fünffachen Tour-de-France-Siegern: Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Induráin. Doch wie The Guardian hervorhebt, zeichnet sich sein Weg zu dieser historischen Leistung durch das bemerkenswerte Fehlen körperlicher Rückschläge oder Krisenmomente aus, die seine legendären Vorgänger oft plagten.

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Bernard Hinault erlitt in der letzten Woche seines fünften Sieges einen Nasenbruch nach einem Sturz im Zielbereich in Saint-Étienne.

Eddy Merckx kämpfte während des gesamten Rennens von 1974 mit einer offenen Wunde, die trotz acht Etappensiegen ständige medizinische Versorgung erforderte.

Miguel Induráin und sein Banesto-Team erlebten während seines Triumphs von 1995 einen Krisentag im Zentralmassiv.

Jacques Anquetil wurde 1964 von Raymond Poulidor bis ans Limit gefordert, wobei Poulidor letztendlich nach einem Platten in einem entscheidenden Zeitfahren entscheidende Zeit verlor.

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Selbst Lance Armstrongs Tour von 2003, die später wegen Dopings aberkannt wurde, war der einzige seiner sieben Siege, der nicht vor dem letzten Zeitfahren gesichert war, was ein Maß an Spannung unterstreicht, das in Pogacars dominanten Kampagnen weitgehend fehlte.

Jenseits der Tour: Pogacars wachsendes Vermächtnis

Laut The Guardian mag Pogacars Tour-de-France-Rekord nun dem der legendären fünffachen Sieger des Sports entsprechen, doch seine weiteren Erfolge stärken weiterhin seinen Anspruch, einer der größten Radfahrer aller Zeiten zu sein. Er hat Miguel Induráin in vielen historischen Vergleichen bereits übertroffen, während seine 13 Monumente des Radsports und zwei Straßen-Weltmeistertitel Bernard Hinaults Bilanz an großen Eintagesrennen übertreffen. Hinault verfügt jedoch dank seiner zwei Giro d’Italia- und zwei Vuelta a España-Titel neben seinen fünf Tours immer noch über eine überlegene Grand-Tour-Bilanz.

Eddy Merckx bleibt mit mehr Grand-Tour-Siegen, Monumenten, Weltmeistertiteln und dem Stundenweltrekord der Maßstab. Dennoch deutet Pogacars Karriereverlauf darauf hin, dass er noch lange nicht am Ende ist. Ein sechster Tour-de-France-Titel im Jahr 2027 scheint bereits eine realistische Möglichkeit, während weitere Ambitionen bei der Vuelta a España und den Weltmeisterschaften sein Vermächtnis noch weiter festigen könnten.

Abseits des Kampfes um das Gelbe Trikot kämpften bei der Tour de France 2026 auch Mads Pedersen und Jasper Philipsen um das Grüne Trikot, während Richard Carapaz das Bergtrikot herausforderte, was dem Rennen zusätzliche Spannung verlieh.

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