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Präsident Trump unterzeichnet eine Verordnung zu den Teilnahmebedingungen und Wechselregeln für Hochschulsportler

Eine neue Executive Order von Präsident Donald Trump setzt die Führung des College-Sports unter zusätzlichen Druck, indem sie landesweite Beschränkungen dafür vorschlägt, wie lange Athleten antreten dürfen und wie häufig sie die Hochschule wechseln können.

Die am Freitag unterzeichnete Anordnung fordert die NCAA auf, die Teilnahmeberechtigung von Athleten auf fünf Jahre zu begrenzen und die meisten Spieler auf einen einzigen Transfer zu beschränken, ohne dass sie eine Wettkampfsaison verlieren. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, würden sie am 1. August in Kraft treten.

Laut einer Erklärung des Weißen Hauses vertritt die Regierung die Auffassung, dass das derzeitige System instabil geworden ist. „Der College-Sport kann ohne klare, einvernehmlich festgelegte Regeln zur Bezahlung für sportliche Leistungen und zur Teilnahmeberechtigung der Spieler, die nicht endlos vor Gericht angefochten werden können, nicht funktionieren“, heißt es in der Erklärung.

Die Anordnung skizziert zudem umfassendere Reformen, darunter die Einrichtung eines nationalen Registers für Spieleragenten sowie Schutzmaßnahmen, die verhindern sollen, dass Hochschulen die Finanzierung von Frauen- und olympischen Sportprogrammen kürzen, um die Kosten für die Vergütung von Athleten auszugleichen.

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Rechtliche Bedenken und Fragen der Durchsetzung

Die Vorschläge stoßen jedoch bereits auf Skepsis. Anwälte, die sowohl Universitäten als auch Athleten vertreten, erklärten gegenüber ESPN, dass sie mit sofortigen rechtlichen Anfechtungen rechnen, insbesondere im Hinblick auf die Befugnisse des Präsidenten und das Kartellrecht.

Auch die Durchsetzung könnte sich als schwierig erweisen. Die Anordnung deutet an, dass Einrichtungen, die gegen die neuen Regeln verstoßen, den Verlust staatlicher Fördermittel riskieren – ein Mittel, das die Trump-Regierung in anderen Politikbereichen mit gemischten Ergebnissen eingesetzt hat.

Der Präsident der NCAA, Charlie Baker, erklärte, er habe die vollständige Anordnung noch nicht geprüft, deutete jedoch an, dass Teile davon mit laufenden Gesprächen zwischen der NCAA, Gesetzgebern und Bundesbeamten übereinstimmen.

„Es gibt eine Reihe von Punkten darin, die ziemlich gut mit den Themen übereinstimmen, über die wir mit ihnen und dem Kongress gesprochen haben“, sagte Baker.

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Gleichzeitig betonte er, dass nachhaltige Veränderungen wahrscheinlich Maßnahmen des Kongresses erfordern würden, anstatt sich ausschließlich auf die Exekutivgewalt zu stützen.

„Wir brauchen ein Tätigwerden des Kongresses, um sozusagen bei einer Reihe dieser Punkte den Sack zuzumachen“, sagte Baker und fügte hinzu, dass die Klärung von Streitigkeiten ausschließlich über Gerichte Jahre dauern und Unsicherheit für Hochschulen und Athleten schaffen könne.

Ein System unter Druck

Die Executive Order kommt zu einem Zeitpunkt erheblicher Umbrüche im College-Sport. Seit einem Urteil des Obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 2021, das klarstellte, dass die NCAA dem Kartellrecht unterliegt, hat die Organisation Schwierigkeiten, Beschränkungen für die Vergütung und Mobilität von Athleten durchzusetzen.

Athleten wechseln inzwischen deutlich häufiger die Hochschule und haben zunehmend Teilnahmebeschränkungen vor Gericht angefochten, wodurch sich die Wettbewerbslandschaft verändert hat.

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Trotz jahrelanger Debatten hat der Kongress bislang keine umfassende Gesetzgebung zur Regelung des College-Sports verabschiedet. Die Gesetzgeber sind in zentralen Fragen weiterhin uneinig, insbesondere darüber, ob Athleten als Arbeitnehmer eingestuft werden sollten und das Recht auf kollektive Verhandlungen erhalten sollten.

Senatorin Maria Cantwell erklärte, die Executive Order mache bestehende Probleme deutlich, betonte jedoch die Notwendigkeit einer gesetzlichen Lösung.

„Der Kongress sollte weiterhin parteiübergreifende Gespräche darüber führen, wie die Einnahmen gesteigert werden können, um diese Ziele zu erreichen“, sagte sie.

Vorerst lässt die Anordnung mehrere wichtige Fragen offen, darunter den Beschäftigungsstatus der Athleten und wie Hochschulen Einnahmen aus lukrativen Medienverträgen aufteilen sollten.

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Quellen: ESPN, Weißes Haus

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.