Real Madrid entscheidet sich für seinen „auserwählten Nachfolger“, während der Druck auf Xabi Alonso wächst.
Eine Person, die innerhalb des Vereins zuletzt häufiger ins Gespräch gebracht wurde, ist Álvaro Arbeloa, derzeit Trainer von Real Madrid Castilla. Laut dem spanischen Sender Cadena Ser sehen einige Vereinsverantwortliche in ihm eine glaubwürdige kurzfristige Option, falls die Form der ersten Mannschaft weiter nachlässt.
Der Ton der Berichterstattung vermittelte eher Neugier als Dringlichkeit – doch ein schwacher Auftritt am Wochenende gegen Alavés könnte diese Geduld auf die Probe stellen.
Arbeloa, der den Posten bei Castilla nach dem Abgang von Raúl Anfang des Jahres übernommen hat, hat einige in der Nachwuchsabteilung durch seinen Kommunikationsstil und seine Detailgenauigkeit beeindruckt. Andere verweisen auf seine Vertrautheit mit den Erwartungen des Klubs, nachdem er mehrere Jahre Teil der ersten Mannschaft war – in einer Zeit, in der Madrid regelmäßig die Champions League gewann.
Alonsos Herausforderung wird größer
Xabi Alonso kehrte im Sommer mit viel Wohlwollen nach Madrid zurück. Seine Arbeit bei Bayer Leverkusen, wo er dem Klub den ersten Bundesliga-Titel der Vereinsgeschichte bescherte und weitere nationale Titel holte, machte ihn zu einem der gefragtesten jungen Trainer Europas.
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Zuvor hatte er erste Trainererfahrungen bei der zweiten Mannschaft von Real Sociedad gesammelt, nachdem er eine Spielerkarriere hinter sich hatte, die ihn zu Liverpool, Bayern München und ins Bernabéu führte.
Als Real Madrid ihn als Nachfolger von Carlo Ancelotti verpflichtete, war die Erwartung, dass er die Mannschaft durch einen schrittweisen Umbruch führen und dabei auf allen Ebenen wettbewerbsfähig halten würde. Offiziell hält der Klub weiter an dieser Linie fest – doch die jüngsten Leistungen haben diese Aufgabe deutlich erschwert.
Ergebnisse erhöhen den Druck
Madrid liegt in La Liga derzeit auf Platz zwei, vier Punkte hinter dem FC Barcelona – ein noch überschaubarer Rückstand, der aber mehr Diskussionen unter den Fans ausgelöst hat als üblich. Auch in der Champions League verläuft die Saison bisher durchwachsen.
Die 1:2-Niederlage gegen Manchester City unter der Woche im Bernabéu löste weniger Wut als Unbehagen aus, was sich auch in der spürbaren Anspannung im Presseraum nach dem Spiel zeigte. Alonso wirkte ruhig, aber in seinen Antworten etwas knapper als sonst.
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Auf die Spekulationen um Arbeloa angesprochen, lobte Alonso die Trainerqualitäten seines ehemaligen Mitspielers, wies jedoch jegliche Hinweise auf interne Gespräche über einen möglichen Ersatz zurück.
Zwei vertraute Gesichter, eine ungewisse Zukunft
Arbeloa und Alonso standen gemeinsam bei Liverpool, Real Madrid und in der spanischen Nationalmannschaft während deren goldener Ära auf dem Platz. Diese geteilten Erfahrungen haben ein gegenseitiges Respektverhältnis entstehen lassen, das beide über die Jahre hinweg öffentlich anerkannt haben.
Ob diese gemeinsame Vergangenheit eine Rolle in der unmittelbaren Zukunft von Real Madrid spielen wird, bleibt abzuwarten. Der Verein scheint derzeit still und überlegt verschiedene Optionen abzuwägen – in dem Bewusstsein, dass die kommenden Wochen entscheidend dafür sein könnten, ob es sich nur um eine frühe Formdelle handelt oder um ein tiefer liegendes Problem.
Quelle: Cadena Ser
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