Rodris Warnung vor der „Mentalität“ hallt nach, als Arsenal in Brentford Punkte verliert
Das Wort „Mentalität“ ist im Zusammenhang mit Arsenals Titelkampf erneut aufgekommen.
Das 1:1-Unentschieden am Donnerstag in Brentford kostete die Mannschaft von Mikel Arteta nicht die Tabellenführung in der Premier League. Sie liegt weiterhin vier Punkte vorn. Doch als die Spieler das Spielfeld im Gtech Community Stadium verließen – einige applaudierten den mitgereisten Fans, andere blickten frustriert nach vorn –, machte ein älterer Kommentar von Manchester-City-Mittelfeldspieler Rodri erneut im Internet die Runde.
Arsenal wirkte über weite Strecken des Abends souverän. Noni Madueke brachte die Gäste kurz nach der Stundenmarke in Führung und krönte damit eine Phase kontrollierten Ballbesitzes, die das Heimpublikum vorübergehend verstummen ließ.
Dann ging die Kontrolle verloren.
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Zehn Minuten später glich Keane Lewis-Potter mit einem wuchtigen Abschluss aus, der dem Torhüter keine Abwehrchance ließ. Brentford hätte die Partie in der Nachspielzeit beinahe vollständig gedreht, als Igor Thiago, der in dieser Saison bereits 17 Ligatore erzielt hat, seinen Versuch knapp am Tor vorbeisetzte. Arsenal nahm einen Punkt mit, jedoch nur wenig Trost.
Rice mahnt zur Einordnung
Declan Rice schlug in seinem Interview nach dem Spiel bei beIN Sports einen ruhigen Ton an.
„Wenn du ein Spiel nicht gewinnen kannst, dann verliere es nicht“, sagte er.
Der Mittelfeldspieler räumte die Belastung eines engen Titelrennens ein, betonte jedoch das große Ganze: „Wir liegen immer noch vier Punkte vorne und müssen weiter nach vorne schauen. Es war eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen. Wer glaubt, dass es einfach wird, um den Titel zu spielen, ist naiv. Das ist die beste Liga der Welt.“
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Ausschnitte aus Rices Aussagen verbreiteten sich rasch in den sozialen Medien. Dort erinnerten sowohl eigene Anhänger als auch Fans von Rivalen an frühere Bemerkungen von Rodri während eines früheren Titelendspurts.
Rodris Sicht auf den Unterschied
Als Manchester City die Premier-League-Saison 2023/24 als Meister abschloss – zwei Punkte vor Arsenal mit insgesamt 91 Zählern –, deutete Rodri an, dass der Unterschied zwischen den Teams in der Mentalität liege.
In einem Live-TV-Interview nach dem feststehenden Titelgewinn sagte er: „Ganz ehrlich, ich glaube, es ist hier drin“, und zeigte dabei auf seinen Kopf. „Es ist die Mentalität.“
Rodri lobte Arsenals Saison, argumentierte jedoch, dass sie im direkten Duell im Etihad-Stadion gegen Ende jener Spielzeit eher darauf bedacht gewesen seien, das Unentschieden zu sichern, anstatt auf Sieg zu spielen. City würde eine solche Situation nicht auf diese Weise angehen, fügte er hinzu, und sobald sich auch nur eine kleine Gelegenheit biete, werde seine Mannschaft „die letzten sieben, acht Spiele gewinnen, auch wenn es sehr schwer ist“.
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Seine Einschätzung löste damals eine Debatte aus. Nun wird sie wieder aufgegriffen, weil Titelrennen so häufig durch minimale Abstände und Nervenstärke in der Schlussphase entschieden werden.
Der Druck im Endspurt
Arsenal hat in dieser Saison Widerstandsfähigkeit bewiesen und hält seine Position an der Tabellenspitze weiterhin selbst in der Hand. Ein Auswärtsunentschieden im Februar definiert keine gesamte Spielzeit.
Dennoch zeigt die Geschichte, dass der Premier-League-Titel oft nicht nur durch Qualität entschieden wird, sondern auch durch die Art und Weise, wie Teams reagieren, wenn der Druck steigt. In einem erneut engen Rennen dürften Fragen nach Erfahrung, Selbstvertrauen und Mentalität Arsenal bis zum Ende des Endspurts begleiten.
Quellen: beIN Sports; Aufzeichnungen der Premier League; archivierte Interviews nach Spielende.
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