Semenyo schließt Wechsel zu City ab, während Gerichtsverfahren noch offen ist
Antoine Semenyo hat einen langfristigen Vertrag bei Manchester City unterschrieben, ein Transfer, den der Klub als wichtigen Schritt im Titelrennen der Premier League betrachtet.
Laut Transfer News Live schloss der ghanaische Nationalspieler den Deal am Freitag ab, das Portal bezeichnete die Verpflichtung als klares Zeichen der Ambitionen des amtierenden Meisters, während sich der Kampf an der Tabellenspitze zuspitzt.
Semenyo wechselt nach einer starken Phase bei Bournemouth ins Etihad Stadium, wo seine Leistungen während der vergangenen Saison das Interesse mehrerer Spitzenklubs geweckt hatten.
Neues kapitel im etihad
Manchester City bestätigte, dass Semenyo künftig mit der Rückennummer 42 auflaufen wird, derselben Nummer, die einst Yaya Touré während seiner Zeit beim Klub trug.
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Nach der offiziellen Verkündung erklärte Semenyo die persönliche Bedeutung der Nummer und sagte, „Es war meine erste Nummer bei Bristol City, als ich dort unterschrieben habe, und das ist mir immer im Gedächtnis geblieben. Es war entweder die 42.“
Zur genauen Vertragslaufzeit machte der Verein keine Angaben, der Wechsel beendet jedoch wochenlange Spekulationen über Semenyos sportliche Zukunft nach seinem Durchbruch in der Premier League.
Gerichtsfall aus der vergangenen saison
Der Transfer erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem ein Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit einem Vorfall aus der letzten Saison weiterhin nicht abgeschlossen ist.
Wie The Independent berichtete, erschien Mark Mogan, 47, im Dezember vor dem Magistrates’ Court in Liverpool, wo er sich nicht schuldig zu dem Vorwurf des rassistisch verschärften ordnungswidrigen Verhaltens bekannte.
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Der Vorwurf bezieht sich auf einen mutmaßlichen Vorfall während des Premier League Spiels zwischen Liverpool und Bournemouth im August im Stadion Anfield.
Nach Angaben von PA Media wurde Mogan gegen Kaution freigelassen, unter der Auflage, keine regulierten Fußballstadien zu besuchen und weder direkt noch indirekt Kontakt zu Semenyo aufzunehmen.
Vorfall während des spiels in anfield
Die Polizei von Merseyside erklärte zuvor, dass sich der Vorwurf am ersten Spielwochenende der Premier League Saison ereignet habe.
Semenyo meldete den mutmaßlichen Vorfall den Spieloffiziellen, woraufhin Schiedsrichter Anthony Taylor die Partie in der 29. Minute unterbrach. Ein Mann wurde anschließend aus dem Zuschauerbereich entfernt.
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Trotz der Unterbrechung erzielte Semenyo in der zweiten Halbzeit zwei Tore und trug dazu bei, dass Bournemouth einen Rückstand aufholte, ehe Liverpool das Spiel letztlich mit 4,2 gewann.
Der FC Liverpool erklärte damals, man sei sich des Vorwurfs bewusst und betonte, man „verurteile Rassismus und Diskriminierung in jeglicher Form, sie haben weder in der Gesellschaft noch im Fußball einen Platz“.
Auch der englische Fußballverband FA äußerte sich und erklärte, man sei „besorgt“ über den Vorfall und werde sicherstellen, dass entsprechende Maßnahmen ergriffen würden.
Ein schatten, der ihn begleitet
Nach Angaben des Gerichts ist der Prozess für April angesetzt, Semenyo wird voraussichtlich an den Verhandlungen teilnehmen.
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Während Semenyo nun ein neues Kapitel bei Manchester City beginnt, dürfte sowohl seine gestiegene öffentliche Aufmerksamkeit als auch das laufende Verfahren ihn weiterhin begleiten, insbesondere wenn er im Laufe der Saison auf seinen ehemaligen Klub Bournemouth trifft und sich zugleich an die Anforderungen eines titelkämpfenden Teams anpasst.
Quellen, The Independent, PA Media, Transfer News Live
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