Englands Weg in die K.o.-Phase der FIFA Weltmeisterschaft 2026 wurde nach dem Unentschieden am Dienstag gegen Ghana etwas komplizierter. Angesichts eines entscheidenden Spiels gegen das bereits ausgeschiedene Panama am Samstag hat der ehemalige englische Stürmer Alan Shearer eine offene Einschätzung von Trainer Thomas Tuchels Mannschaft abgegeben und dabei insbesondere Bedenken hinsichtlich ihrer offensiven Flügelspieler geäußert.
Flügelspieler nach Ghana-Unentschieden unter Beobachtung
Anthony Gordon und Noni Madueke starteten gegen Ghana auf den Flügeln, doch ihre Leistungen ernteten Kritik von Shearer. Im Gespräch mit Chris Bevan von BBC Sport äußerte Shearer seinen Wunsch nach einem aggressiveren, nach vorne gerichteten Spiel von Englands Flügelstürmern.
„Ich fand nicht, dass Anthony Gordon oder Noni Madueke gegen Ghana positiv genug waren. Damit meine ich, dass sie ihren Verteidiger nicht oft genug attackierten, wenn wir den Ball auf die Außenbahn zu ihnen spielten“, erklärte Shearer und betonte die Notwendigkeit, dass Flügelspieler gegnerische Außenverteidiger direkt herausfordern.
Als Reaktion auf diesen wahrgenommenen Mangel an Direktheit schlug Shearer eine bedeutende Änderung für das Panama-Spiel vor. Sowohl Bukayo Saka als auch Marcus Rashford wurden in Englands ersten beiden Gruppenspielen als Einwechselspieler eingesetzt, und Shearer ist der Meinung, dass sie von Beginn an zum Einsatz kommen sollten.
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„Sakas Fitness ist sicherlich der einzige Grund, warum er bisher keines der Spiele von Anfang an bestritten hat, aber wenn er dieses Mal bereit ist, würde er auf der rechten Seite spielen, mit Rashford auf der linken. Was ich von beiden sehen möchte, ist mehr Energie und mehr Direktheit in Eins-gegen-Eins-Situationen, indem sie versuchen, an Spielern vorbeizugehen“, fügte Shearer hinzu und skizzierte seine taktische Vision für Englands Angriff.
Kanes entscheidende Rolle und historischer Kontext
Obwohl Panama bereits frühzeitig aus dem Turnier ausgeschieden ist, nachdem sie beide Spiele verloren haben und aufgrund der direkten Vergleichsregel garantiert Gruppenletzter werden, benötigt England immer noch einen Sieg, um den Gruppensieg zu sichern. Shearer betonte die Wichtigkeit, Kapitän Harry Kane in der Startelf zu belassen, um dieses Ziel zu erreichen, anstatt den Stürmer zu schonen.
England führt derzeit seine Gruppe an, eine Position, die sie unbedingt festigen wollen. Während das Unentschieden gegen Ghana wie ein Rückschlag wirken mag, bieten historische Daten etwas Trost: Jeder Weltmeister seit 2006 hat in seinem ersten oder zweiten Gruppenspiel Punkte liegen gelassen, doch alle gewannen anschließend ihre jeweiligen Gruppen. Dieses Muster wurde auch im aktuellen Turnier beobachtet, wobei beeindruckende Teams wie Frankreich in der ersten Hälfte ihres Auftaktspiels gegen Senegal Schwierigkeiten hatten und Spanien gegen Kap Verde unentschieden spielte.
Mit Declan Rice und Elliot Anderson als Anker im Mittelfeld sowie John Stones und Ezri Konsa, die vor Torhüter Jordan Pickford für defensive Stabilität sorgen, bleibt der Fokus auf Englands Offensivdrang. Die Forderung nach einem entschlosseneren Flügelspiel gegen Panama unterstreicht die Dringlichkeit für England, seine Autorität zu demonstrieren und eine günstige Auslosung in der K.o.-Phase zu sichern.
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