Simeone weist handball, wirbel nach Atlético, sieg gegen Barcelona zurück
Simeone spielt die szene herunter
Laut Football España, auf das sich auch der Tribuna, Bericht vom 9. April stützt, wurde Diego Simeone nach der umstrittenen Szene in Atlético Madrids Champions, League, Viertelfinal, Hinspiel gegen Barcelona gefragt. Dabei berührte Marc Pubill den Ball im Strafraum mit der Hand, nachdem Juan Musso den Abstoß ausgeführt hatte. Statt die Debatte weiter anzuheizen, winkte Simeone ab und machte deutlich, dass er die Szene nicht zu einem großen Thema machen wollte.
Seiner Darstellung nach gingen Pubill und das Schiedsrichterteam offenbar davon aus, dass das Spiel zu diesem Zeitpunkt noch nicht richtig freigegeben war. Für Simeone war das weniger eine Frage von Empörung als eine Auslegung, die aus seiner Sicht schlicht nachvollziehbar wirkte. Gerade nach einem solchen Abend wollte er den Fokus lieber auf das Ergebnis lenken als auf die nächste Schiedsrichterdiskussion.
Warum Barcelona so verärgert war
Dass Barcelona die Szene ganz anders sah, überrascht allerdings nicht. Nach IFAB, Regel 16 ist der Ball im Spiel, sobald er mit dem Fuß gespielt wird und sich klar bewegt. Genau deshalb wurde das Handspiel sofort zu einem der größten Aufreger des Abends. Aus Barcelonas Sicht berührte Pubill also einen bereits aktiven Ball im eigenen Strafraum, und damit stand für viele sofort die Frage nach einem fälligen Strafstoß im Raum.
Simeones Reaktion beendete diese Diskussion natürlich nicht. Sie zeigte aber klar, wie Atlético den Vorfall intern einordnet. Nach so einem Spielverlauf und mit einem Vorsprung im Rücken war wenig Bereitschaft erkennbar, dem Ärger des Gegners noch zusätzlich Raum zu geben.
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Der rückspiel, druck steigt schon jetzt
Die Handspielszene war nur ein Teil eines ohnehin geladenen Abends. Atlético Madrid nahm einen 2,0, Vorsprung mit, während Barcelona zusätzlich über die Rote Karte gegen Pau Cubarsí nach einer VAR, Überprüfung diskutierte. Diese Mischung aus Ergebnis und umstrittenen Entscheidungen hat dem Rückspiel noch mehr Spannung gegeben, als ohnehin schon zu erwarten war.
Wie im Spielbericht von The Guardian deutlich wird, hat sich Atlético damit eine starke Ausgangsposition erarbeitet. Gleichzeitig ist klar, dass die Debatte über die Schiedsrichterentscheidungen bis zum zweiten Duell nicht verschwinden wird. Genau das macht dieses Duell nun noch brisanter, sportlich und emotional.
Quellen: Football España, Tribuna, IFAB, The Guardian
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