Ter Stegen erwägt Leihgabe, da WM-Ambitionen in den Fokus rücken
Der 33-jährige Torwart hat in dieser Saison lediglich ein Pflichtspiel bestritten und wird nach der Verpflichtung von Joan Garcia nicht mehr als erste Wahl im Camp Nou angesehen. Der FC Barcelona hatte den 24-Jährigen im vergangenen Sommer für rund 25 Millionen Euro vom Stadtrivalen Espanyol verpflichtet und ihn sofort als Stammtorhüter eingesetzt, was die Einsatzchancen von ter Stegen stark eingeschränkt hat.
Laut dem spanischen Radiosender Cadena SER stehen die Gespräche zwischen dem FC Barcelona und dem FC Girona kurz vor dem Abschluss. Journalist Nil Solà erklärte bei „Ràdio Girona – SER Catalunya“, dass die Verhandlungen über ein Leihgeschäft weit fortgeschritten seien und nur noch letzte Details geklärt werden müssten, bevor eine Einigung erzielt werden kann.
Gehaltseinbußen und sportliche Motivation
Wie das deutsche Medium BILD berichtet, ist ter Stegen bereit, auf einen erheblichen Teil seines Gehalts zu verzichten, um den Wechsel zu ermöglichen. Der Torwart soll beim FC Barcelona zwischen 18 und 20 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Im Rahmen der angedachten Vereinbarung würde Girona das zahlen, was der Klub sich leisten kann, während ter Stegen auf den Rest verzichten würde – im Gegenzug für regelmäßige Einsätze. Girona steht derzeit auf Platz 13 in La Liga, vier Punkte vor der Abstiegszone.
Regelmäßige Spielpraxis gilt für ter Stegen als entscheidend, um sich unter Bundestrainer Julian Nagelsmann wieder einen Platz im Kader der deutschen Nationalmannschaft zu sichern – mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2026. Die letzten Spielzeiten waren für ihn von Verletzungen geprägt, unter anderem durch einen Riss der Patellasehne, der ihn für große Teile der Saison 2024/25 außer Gefecht setzte, gefolgt von einer Rückenoperation. Sein Comeback gab er erst Mitte Dezember bei einem Pokalsieg gegen CD Guadalajara.
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Persönliche Gründe sprechen für einen Verbleib in Katalonien
Auch abseits des Platzes würde ein Wechsel zu Girona Sinn ergeben. Der Verein liegt nur etwa eine Stunde von Barcelona entfernt, was es ter Stegen ermöglichen würde, weiterhin in Katalonien zu leben. Ein Wechsel ins Ausland hingegen würde die Sorgerechtsregelung für seine zwei Kinder nach der Trennung von seiner Ehefrau, die im März 2025 bekannt gegeben wurde, deutlich erschweren.
Auch wenn eine offizielle Bestätigung noch aussteht, könnte ein vorübergehender Wechsel zu Girona für ter Stegen eine rechtzeitige Chance darstellen, seine Saison wieder in Schwung zu bringen – ohne sein Privatleben umkrempeln zu müssen.
Quellen: Cadena SER, BILD
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