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Trump entfacht unangenehme Messi-gegen-Pelé-Debatte bei Inter-Miami-Termin

Viraler Moment rückt Messi in den Mittelpunkt

Laut einem Bericht von Valeria Sosa in Marca sorgte ein unerwarteter Austausch zwischen Donald Trump und Spielern von Inter Miami dafür, dass eine der langlebigsten Diskussionen im Fußball erneut aufflammte.

Während der Begegnung soll Trump den Spielern eine bekannte Fußballfrage in leicht veränderter Form gestellt haben, wer besser sei, Pelé oder Lionel Messi.

Mehrere Teamkollegen stellten sich schnell hinter Messi, der während der Situation in der Nähe stand. Der Argentinien-Star wirkte dabei sichtbar etwas unwohl, als sich das Gespräch entwickelte.

Der kurze Moment verbreitete sich rasch in den sozialen Medien, wo Fans erneut darüber diskutierten, wer den Titel des größten Fußballspielers aller Zeiten verdient.

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Unterschiedliche Epochen erschweren den Vergleich

Viele Experten betonen, dass ein Vergleich zwischen Messi und Pelé schwierig ist, weil beide Spieler völlig unterschiedliche Epochen des Fußballs geprägt haben.

Pelé verbrachte den größten Teil seiner legendären Karriere bei Santos zwischen 1956 und 1974, bevor er seine Laufbahn von 1975 bis 1977 bei den New York Cosmos beendete.

Der Fußball sah in dieser Zeit deutlich anders aus. Taktische Systeme, Trainingsmethoden und die globale Medienpräsenz waren wesentlich weniger entwickelt als heute.

Messi gab dagegen sein Profidebüt für Barcelona im Jahr 2004, fast drei Jahrzehnte nach den erfolgreichsten Jahren von Pelé.

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Seitdem hat sich der Fußball stark verändert, geprägt von moderner Sportwissenschaft, weltweiter TV-Übertragung, wirtschaftlichem Wachstum und intensiver Konkurrenz in Europas Top-Ligen.

Eine seltene statistische Verbindung zwischen zwei Legenden

Trotz des großen zeitlichen Abstands haben sich die Karrieren von Messi und Pelé zumindest in den Statistiken einmal berührt.

Im Dezember 2020 stellte Messi den langjährigen Rekord von Pelé für die meisten Tore für einen einzigen Verein ein. Der Argentinier erzielte 643 Treffer für Barcelona und erreichte damit exakt die gleiche Zahl, die Pelé einst für Santos erzielt hatte.

Der Meilenstein kam 46 Jahre nachdem Pelé den brasilianischen Klub verlassen hatte und unterstrich sowohl die Dominanz des Brasilianers in seiner Zeit als auch die außergewöhnliche Konstanz von Messi im modernen Fußball.

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Über viele Jahre wurde Messis Größe allerdings eher mit einer anderen modernen Ikone verglichen, Cristiano Ronaldo.

Anders als bei Pelé entstand die Rivalität zwischen Messi und Ronaldo durch direkte Duelle. Beide Stars standen sich regelmäßig gegenüber, als sie für Barcelona und Real Madrid spielten und dabei Rekorde brachen sowie Titel in Spanien und Europa sammelten.

Mascherano reagiert auf unerwarteten Moment im Weißen Haus

Inter-Miami-Trainer Javier Mascherano erklärte später, dass der Besuch im Weißen Haus nicht ganz so verlaufen sei, wie es der Mannschaft zuvor angekündigt worden war.

Nach seinen Worten war den Spielern zunächst gesagt worden, dass der Termin vor allem dazu dienen sollte, dem Team zu seinem Titel zu gratulieren und über Fußball zu sprechen.

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„Uns wurde gesagt, dass der Besuch einfach dazu dienen würde, uns zu unserem Titel zu gratulieren und dass wir nur über Fußball sprechen würden, aber so ist es nicht gelaufen“, sagte Mascherano.

Er fügte hinzu, dass die Mannschaft dennoch am geplanten Termin festhielt, weil das Treffen lange zuvor organisiert worden war.

„Wir sind reif genug, um Dinge zu trennen. Der Besuch wurde vor mehr als zwei Monaten geplant, deshalb haben wir einfach das bereits vereinbarte Protokoll eingehalten. Uns ist bewusst, dass die aktuelle Situation in der Welt heute anders ist als zu dem Zeitpunkt, als der Besuch ursprünglich organisiert wurde.“

Während des Treffens sprach Trump zudem vor den Spielern über den aktuellen Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten, was zur unerwarteten Atmosphäre des Besuchs beitrug.

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Warum die Debatte über den größten Fußballer nie endet

Der Vergleich zwischen Messi und Pelé gehört eher zur Geschichte des Fußballs als zu einer direkten sportlichen Rivalität.

Pelé wurde in den 1960er- und 1970er-Jahren zum weltweiten Gesicht des Sports, gewann drei Weltmeisterschaften mit Brasilien und trug entscheidend dazu bei, den Fußball global populär zu machen.

Jahrzehnte später prägte Messi eine Ära mit Barcelona und festigte seinen internationalen Ruf endgültig, als er Argentinien zum Sieg bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar führte.

Da sich der Fußball in Tempo, Taktik und körperlichen Anforderungen stark verändert hat, glauben viele Experten, dass ein Vergleich zwischen Spielern verschiedener Generationen kaum eine endgültige Antwort liefern kann.

Die kurze Frage von Trump dauerte nur wenige Sekunden, doch sie erinnerte Fans erneut daran, warum die Diskussion über den größten Spieler der Fußballgeschichte wohl niemals endgültig entschieden wird.

Quellen: Marca