Das Format war eine schnelle Frage-Antwort-Runde mit GOAL: keine langen Antworten, kein Politikersprech, nur Entscheidungen. Virgil van Dijk wurde gefragt, welche einzelne Eigenschaft er sich von einem beliebigen Spieler des Weltfußballs nehmen würde, und er antwortete wie aus der Pistole geschossen. Haalands Torabschluss.
Diese Wahl war keine Überraschung. Van Dijk hat den größten Teil eines Jahrzehnts an Premier-League-Nachmittagen damit verbracht, ihn zu verhindern, und die Kaltschnäuzigkeit des Stürmers von Manchester City vor dem Tor ist die offensichtlichste individuelle Waffe im modernen Fußball. Der Name, der als nächstes fiel, ist der Punkt, an dem das Interview eine Wendung nahm.
Der Kapitän entscheidet sich für den Akademie-Absolventen
Auf die Frage, welcher seiner Mitspieler im Training die auffälligsten, „verrücktesten“ Dinge tue, griff der Liverpool-Kapitän weder zu Mohamed Salah noch zu Florian Wirtz. Er nannte Curtis Jones.
„Er ist sehr technisch. Ein absoluter Topspieler“, sagte Van Dijk zu GOAL.
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Jones ist nicht die naheliegende Antwort. Der 25-Jährige ist Scouser und ein lebenslanges Eigengewächs der Liverpool-Akademie, dem Verein trat er bereits auf U9-Ebene bei, und bis Dezember 2025 hatte er in Anfield die Marke von 200 Pflichtspieleinsätzen überschritten. Er war nie das Aushängeschild von Liverpool und ist auch kein Kandidat für den Ballon d’Or.
Ronaldinho, Gravenberch und ein Sportdirektor in einem anderen Leben
Die Haaland-Antwort stand inmitten einer größeren Runde schneller Entscheidungen.
Ronaldinho kam gleich zweimal zur Sprache, zunächst als Van Dijks Kindheitsidol und noch einmal als der zurückgetretene Spieler, mit dem er am liebsten gemeinsam auf dem Spielfeld gestanden hätte.
Als der Interviewer fragte, wen er für unterschätzt halte, war die Antwort erneut ein Mittelfeldspieler statt eines Star-Angreifers: sein eigener Mitspieler Ryan Gravenberch.
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Sein stolzester Moment auf dem Spielfeld war Liverpools Champions-League-Finale 2019 gegen Tottenham. Das beste Spiel, in dem er je stand, war das Comeback gegen Barcelona in Anfield einen Monat zuvor. Hätte es mit dem Fußball nicht geklappt, sagte er, wäre er Sportdirektor geworden.
Für einen Kapitän, der Liverpool seit dem Sommer 2023 anführt und selten eine Presserunde für Scherze nutzt, war es ein ungewöhnlich offener Blick darauf, wen er beobachtet, wenn die Kameras auf jemand anderen gerichtet sind.
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