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Weltcup boykottgerüchte treffen auf rekordnachfrage

Wachsende vorfreude auf das turnier 2026

Die Vorbereitungen für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 schreiten voran, während die Gastgeberländer die Infrastruktur für das erweiterte Turnier fertigstellen. Laut Berichten von Marca soll das Eröffnungsspiel am 11. Juni 2026 im Estadio Azteca in Mexiko-Stadt stattfinden, das derzeit umfassend renoviert wird.

Trotz hoher Ticketpreise bleibt das Interesse groß. Die FIFA spricht von einer beispiellosen Nachfrage, die die weltweite Anziehungskraft des Turniers widerspiegelt, das in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird.

Ticketanfragen aus mehr als 200 Ländern unterstreichen, dass die Begeisterung der Fans mit Blick auf den Turnierbeginn ungebrochen ist.

Boykottbehauptungen gewinnen online an reichweite

Parallel zur steigenden Vorfreude tauchten in sozialen Netzwerken vermehrt Beiträge auf, in denen behauptet wurde, tausende Tickets seien aus Protest storniert worden. Nach Angaben von Marca brachten einige Nutzer diese Aussagen mit Kritik an der US-Einwanderungspolitik in Verbindung und verbreiteten Hashtags wie #BoycottWorldCup.

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Ein viel geteiltes Posting stammte von Professor Eliot Johnson, der auf X eine Fotomontage mit der Botschaft veröffentlichte, „Dear world: please boycott the 2026 World Cup in the United States. Thank you.“

Weitere Beiträge griffen diese Argumentation auf und forderten Fans dazu auf, dem Turnier die Unterstützung zu entziehen.

Einzelne proteste verstärken das narrativ

Marca berichtete zudem über einzelne Personen, die öffentlich erklärten, ihre Reisepläne storniert zu haben. Zu den bekanntesten Fällen zählte der libanesische Diplomat Mohamad Safa, der angab, seine Tickets aus Protest zurückgegeben zu haben und Sicherheitsbedenken bei Reisen in die USA äußerte.

Diese Einzelfälle trugen dazu bei, den Eindruck eines größeren Boykotts zu verstärken, obwohl sie zahlenmäßig begrenzt blieben.

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Keine belege für massenhafte ticketstornierungen

Trotz wiederholter Behauptungen im Internet gibt es keine bestätigten Daten, die darauf hindeuten, dass nahezu 17.000 Tickets storniert wurden. Laut von Marca zitierter FIFA-Zahlen wurden weltweit bereits mehr als 150 Millionen Ticketanfragen registriert, ein Niveau, das der Vorstellung weitreichender Stornierungen widerspricht.

Weder die FIFA noch unabhängige Medien haben Belege für signifikante Auswirkungen von Boykottaufrufen auf den Ticketverkauf veröffentlicht.

Wie gerüchte die wahrnehmung des ticketmarktes beeinflussen

Das Fehlen belastbarer Daten wirft Fragen nach der Zielsetzung der Boykottgerüchte auf. Vieles deutet darauf hin, dass versucht wird, ein Narrativ der Verunsicherung zu schaffen, das Ticketinhaber unter Druck setzt und zu Weiterverkäufen oder Stornierungen bewegen soll.

Unabhängig davon bleibt die Weltmeisterschaft ein Turnier, bei dem Fans ihre Nationalmannschaften traditionell unterstützen, ungeachtet politischer Debatten oder des Austragungsortes. Erfahrungsgemäß rückt mit dem Anpfiff der sportliche Wettbewerb in den Vordergrund.

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Bestätigte fakten versus virale behauptungen

Derzeit gelten Berichte über massenhafte Ticketstornierungen infolge eines Boykotts als unbelegt. Bestätigt ist laut FIFA-Daten, auf die sich Marca beruft, dass die Nachfrage nach Tickets für die Weltmeisterschaft 2026 weiterhin das Angebot übersteigt.

Auch wenn Diskussionen in sozialen Medien anhalten dürften, gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass Boykottaufrufe die Planungen oder den Ticketverkauf des Turniers beeinträchtigen.

Quellen: Marca, FIFA

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