Williams setzt auf Browning als Reservefahrer für 2026
Williams hat seine Fahrerstruktur im Hinblick auf die umfassenden Regeländerungen in der Formel 1 ab 2026 angepasst. Ziel der Maßnahmen ist es, mehr personelle Tiefe hinter den Stammpiloten zu schaffen und gleichzeitig die langfristige Nachwuchsentwicklung fortzuführen.
Browning übernimmt die Reservefahrerrolle
Laut Motorsport.com hat Williams Luke Browning zum offiziellen Reservefahrer für die Formel 1 Saison 2026 ernannt. Das Team aus Grove hatte zuvor keinen fest benannten Ersatzfahrer und konnte im Bedarfsfall auf Fahrer aus dem Mercedes Umfeld zurückgreifen.
Browning gehört seit 2023 zur Williams Driver Academy und sammelte bereits praktische Erfahrung an Grand Prix Wochenenden. In der Saison 2025 nahm er an drei Freien Trainings teil, wodurch das Team seine Fähigkeiten direkt im Formel 1 Umfeld beurteilen konnte.
Auch sportlich erfüllt der Brite die formalen Voraussetzungen. Mit einem dritten Platz in der Formel 3 und einem vierten Rang in der Formel 2 in den vergangenen beiden Jahren besitzt er die nötige Superlizenz Qualifikation der FIA.
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Doppelprogramm mit Super Formula
Der 23 jährige Browning wird seine Rolle als Reservefahrer mit seiner ersten kompletten Saison in der japanischen Super Formula kombinieren. Aufgrund dieser Verpflichtung steht er Williams bei mehreren Formel 1 Rennen nicht zur Verfügung, darunter die Veranstaltungen in Kanada, Belgien, Singapur und Las Vegas.
Williams hat bislang keinen Ersatzreservefahrer für diese Termine benannt. Motorsport.com berichtet jedoch, dass Test und Entwicklungsfahrer Victor Martins ebenfalls über eine Superlizenz verfügt. Der Franzose gewann 2020 den Formula Renault Eurocup sowie 2022 die Formel 3 Meisterschaft.
Martins wird weiterhin im Simulator und in der Fahrzeugentwicklung eingesetzt und arbeitet dabei eng mit Oliver Turvey und Harrison Scott zusammen.
Williams strukturiert Nachwuchsprogramm neu
Parallel zur Ernennung des Reservefahrers hat Williams auch die Zusammensetzung seiner Driver Academy für 2026 bekannt gegeben. Browning bleibt Teil des Programms und erhält Unterstützung durch mehrere neue Talente aus den Nachwuchsserien.
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Neu aufgenommen wurden Alessandro Giusti, französischer Formel 4 Meister von 2022, sowie Jade Jacquet, die in der vergangenen Saison für Williams in der F1 Academy antrat. Ebenfalls neu ist der italienische Formel 4 Champion Kean Nakamura Berta, der zuvor dem Alpine Nachwuchskader angehörte. Ergänzt wird die Gruppe durch Oleksandr Bondarev, einen Rennsieger in der italienischen Formel 4.
Auch die Kartfahrer Dean Hoogendoorn, Will Green und Lucas Palacio bleiben Teil der Academy. Hoogendoorn gewann im vergangenen Jahr sowohl den FIA European Junior Titel als auch die WSK Super Master Series OKJ, während Palacio im Alter von nur elf Jahren den WSK Super Master Series OKNJ Titel holte.
Fokus auf Stabilität und Zukunftssicherung
Mit den aktuellen Entscheidungen unterstreicht Williams seinen Anspruch, sich strukturell breiter aufzustellen. Die Kombination aus erfahrenen Entwicklungsfahrern und gezielter Nachwuchsförderung soll dem Team mehr Flexibilität und Stabilität verschaffen, während es sich auf die Herausforderungen der Formel 1 ab 2026 vorbereitet.
Sources, Motorsport.com
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