Zidane und Klopp gehören zu den Namen, die für den Posten bei Real Madrid im Gespräch sind
Real Madrid steuert erneut auf einen Sommer mit wichtigen Entscheidungen zu, da sich die Anzeichen mehren, dass nach einer enttäuschenden Saison ein weiterer Trainerwechsel bevorsteht.
Das Ausscheiden des Klubs in der Champions League gegen den FC Bayern München am Mittwoch hat die Hoffnungen, in dieser Saison noch einen Titel zu gewinnen, praktisch zunichtegemacht. Zusammen mit einem Rückstand von neun Punkten auf den FC Barcelona in La Liga sowie dem frühen Aus im Copa del Rey hat sich der Druck auf den aktuellen Trainer Álvaro Arbeloa deutlich erhöht.
Laut The Athletic wird intern im Verein damit gerechnet, dass Arbeloa den Klub am Ende der Saison verlassen wird. Zwar betonte er nach der Niederlage in München, er sehe seiner Zukunft gelassen entgegen und die Entscheidung liege beim Verein, doch die allgemeine Stimmung deutet darauf hin, dass seine Zeit an der Seitenlinie sich dem Ende nähert.
Ein Zyklus der Instabilität
Die Schwierigkeiten von Real Madrid in dieser Saison spiegeln eine umfassendere mangelnde Kontinuität seit dem Weggang von Carlo Ancelotti wider, der die brasilianische Nationalmannschaft übernommen hat. Sein Abschied markierte das Ende einer äußerst erfolgreichen Ära, und der Klub hat bislang keinen stabilen Nachfolger gefunden.
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Die kurze Amtszeit von Xabi Alonso dauerte lediglich sieben Monate, bevor er entlassen wurde, und Arbeloa — aus der zweiten Mannschaft befördert — konnte den Abwärtstrend nicht stoppen. Die Aussicht auf zwei aufeinanderfolgende Spielzeiten ohne Titel gilt gemessen an den Maßstäben des Klubs als inakzeptabel.
Noch kein klarer Nachfolger
The Athletic berichtet, dass Real Madrid mehrere Kandidaten in Betracht zieht, doch eine Entscheidung scheint nicht unmittelbar bevorzustehen.
Jürgen Klopp gehört zu den intern geschätzten Namen. Sowohl er selbst als auch sein Umfeld haben jedoch öffentlich erklärt, dass es keinen Kontakt mit Madrid gegeben habe und er derzeit keine Rückkehr auf die Trainerbank plane, nachdem er eine Führungsrolle innerhalb der Fußballstruktur von Red Bull übernommen hat.
Mauricio Pochettino hingegen erscheint als realistischere Option. Der Argentinier hat eine Rückkehr ins Vereinsgeschäft nicht ausgeschlossen und steht derzeit bis zur kommenden Weltmeisterschaft bei der US-amerikanischen Nationalmannschaft unter Vertrag. Seine jüngste Anwesenheit in Madrid bei einem Champions-League-Spiel hat die Spekulationen zusätzlich angeheizt.
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Didier Deschamps ist ein weiterer erfahrener Kandidat, der in Betracht gezogen wird. Der französische Nationaltrainer, seit 2012 im Amt, bringt eine erfolgreiche Bilanz bei großen Turnieren sowie Erfahrung im Umgang mit hochkarätigen Spielern mit — Eigenschaften, die für die Führungsebene von Madrid attraktiv sein könnten. Seine Zukunft über die Weltmeisterschaft hinaus bleibt jedoch ungewiss.
Der Name Zinedine Zidane taucht zwangsläufig immer wieder auf, sobald die Position vakant wird. Er genießt weiterhin hohes Ansehen bei Klubpräsident Florentino Pérez, doch Personen aus seinem Umfeld haben angedeutet, dass seine Priorität darin liegt, Deschamps als französischen Nationaltrainer zu beerben. Eine Rückkehr nach Madrid ist nicht ausgeschlossen, gilt derzeit jedoch nicht als wahrscheinlichstes Szenario.
Unmittelbare Erwartungen
Wer auch immer das Amt übernimmt, wird eine der anspruchsvollsten Aufgaben im Fußball erben. Bei Real Madrid ist die Geduld begrenzt, und Erfolg wird sofort erwartet.
Zwei aufeinanderfolgende Spielzeiten ohne bedeutenden Titel würden einen deutlichen Rückschritt im Vergleich zu den üblichen Standards des Klubs darstellen. Der nächste Trainer wird nicht nur die Aufgabe haben, die Ergebnisse zu verbessern, sondern auch nach einer Phase der Unruhe wieder eine klare sportliche Ausrichtung zu etablieren.
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Quelle: The Athletic
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