Real Madrids Präsident Florentino Pérez hat scharfe Kritik geäußert, indem er behauptet, eine „orchestrierte Kampagne“ richte sich gegen den Verein und ihn selbst. Gleichzeitig bekräftigte er sein Engagement für das Super-League-Projekt und äußerte sich vehement zum laufenden Negreira-Fall um den FC Barcelona.
Im Gespräch mit Josep Pedrerol auf La Sexta, wie von AS berichtet, einen Tag nach der Ankündigung von Neuwahlen im Verein, nahm Pérez kein Blatt vor den Mund. Er kritisierte direkt die Zeitung ABC und behauptete, es habe eine konzertierte Anstrengung gegeben, Real Madrid zu untergraben. Er verwies auch auf eine seiner Meinung nach bestehende Diskrepanz bei den Ligatiteln und behauptete, Madrid habe während seiner Amtszeit nur sieben La-Liga-Meisterschaften gewonnen – eine Zahl, die seiner Ansicht nach „14 hätte sein können“, gäbe es nicht die Probleme rund um den Negreira-Fall.
Die Kampagne gegen Real Madrid
„Es läuft eine orchestrierte Kampagne gegen Real Madrid“, bekräftigte Pérez während des Interviews. Seine Äußerungen unterstreichen eine tief verwurzelte Überzeugung innerhalb der Vereinsführung, dass externe Kräfte gegen ihre Interessen arbeiten. Diese Haltung erstreckt sich auch auf seine Behauptungen bezüglich Schiedsrichterentscheidungen, insbesondere angesichts der Zahlungen des FC Barcelona.
Pérez enthüllte, dass er erst vor drei Jahren von dem Negreira-Fall erfahren habe, obwohl der FC Barcelona angeblich über zwei Jahrzehnte lang Zahlungen geleistet hatte. Real Madrid hat sich in der Untersuchung als geschädigte Partei positioniert und war der erste Verein, der formell Anzeige erstattete. Pérez hob auch hervor, was er als mangelndes Handeln von LaLiga empfindet, und erklärte, die Liga sei „ebenfalls involviert“, sage aber „nichts“ zu der Angelegenheit.
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Der Negreira-Fall und der Ruf nach „seriösem Fußball“
Der Präsident von Real Madrid hielt sich nicht zurück, als er die Schwere der Situation erörterte und sie als entscheidenden Moment für den Sport darstellte. „Der Fußball wartet darauf, dass der größte Korruptionsfall der Welt gelöst wird“, sagte Pérez gegenüber ‚La Sexta‘. „Wollen wir seriösen Fußball? Das ist systemische Korruption. Real Madrid ist der einzige Verein, der eine formelle Beschwerde eingereicht hat. LaLiga hat ebenfalls eine Beschwerde eingereicht und nichts gesagt.“
In einem verwandten Schritt plant Real Madrid, nächste Woche 500 Seiten Dokumentation bei der UEFA einzureichen, die detailliert darlegen, was sie als „eindeutig entzogene“ Punkte bezeichnen, und schätzen einen Verlust von 16-18 Punkten allein in dieser Saison. Pérez deutete an, dass UEFA-Präsident Aleksander Ceferin Real Madrid zuvor versichert hatte, sie seien „im Recht“ bezüglich dieser Behauptungen.
Wiederbelebung der Super League und zerbrochene Beziehungen
Jenseits der nationalen Kontroversen bekräftigte Pérez seine Vision einer europäischen Super League, bestärkt durch ein günstiges Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH). Die Entscheidung des EuGH bestätigte das Recht der Vereine, neue Wettbewerbe zu gründen, ein bedeutender Sieg für die Befürworter des Projekts.
Die Auswirkungen des Negreira-Falls haben jedoch die Beziehungen innerhalb der spanischen Fußball-Elite schwerwiegend beeinträchtigt. Pérez bestätigte, dass die Beziehung von Real Madrid zum FC Barcelona aufgrund des anhaltenden Skandals nun „vollständig zerbrochen“ sei.
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Quellen: en.as.com
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