Die FIFA verlangt, dass Weltmeisterschaftsspiele auf Naturrasen ausgetragen werden, doch viele der ausgewählten Austragungsorte verfügen normalerweise über Kunstrasen. Die Umwandlung dieser Flächen in Naturrasenplätze auf Elite-Niveau ist zu einer der schwierigsten logistischen Herausforderungen des Turniers geworden, insbesondere in Stadien, die von Hitze, Höhenlage, verschließbaren Dächern und vollen Veranstaltungskalendern betroffen sind.
Vergangene Probleme werfen neue Fragen auf
Das Ausmaß der Aufgabe wurde beim Eröffnungsspiel der Klub-Weltmeisterschaft im vergangenen Juni in Miami deutlich, wo die FIFA nur vier Tage Zeit hatte, um eine temporäre Rasenfläche über einem Kunstrasenuntergrund zu installieren. Der Zeitplan wurde zusätzlich durch zwei Shakira-Konzerte am selben Ort kurz vor dem Spiel erschwert, wobei die Maschinen für die endgültige Raseninstallation Berichten zufolge nur 15 Stunden vor dem Anpfiff entfernt wurden, so The Mirror.
Ähnliche Bedenken gab es auch bei anderen Austragungsorten. Im Raymond James Stadium wurde ein Aufwärmspiel zwischen England und Neuseeland auf einem „Plug-and-Play“-Rasen ausgetragen, der erst eine Woche zuvor installiert worden war. Bilder der Oberfläche schienen unebene Bereiche zu zeigen, was bei Englands Trainer Thomas Tuchel Besorgnis auslöste.
„Ich habe ein Foto von einem Journalisten gesehen, das mich ein wenig beunruhigt und besorgt hat, aber lassen Sie uns entscheiden, wenn wir dort sind“, wurde Tuchel von The Athletic zitiert. Er fügte hinzu, dass ihm gesagt worden sei, der Platz „wird in Ordnung sein“ und seine Mannschaft beabsichtige weiterhin, den Spielern volle Spielminuten zu geben.
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Shakira-Show erhöht Druck vor dem Finale
Die heikelste Prüfung könnte beim WM-Finale anstehen, wo Shakira eine ausgedehnte Halbzeitshow direkt auf dem Spielfeld aufführen soll. Dies wäre eine deutliche Abkehr vom vorherigen WM-Finale, bei dem die Unterhaltung von der Spielfläche ferngehalten wurde.
Der Plan hat bei den Verantwortlichen für den Schutz des Spielfelds Unbehagen ausgelöst. Alan Ferguson, FIFA-Senior-Platzmanager, räumte ein, dass der Vorschlag innerhalb des Turnierbetriebs Bedenken hervorgerufen habe.
„Ehrlich gesagt, bin ich nicht damit einverstanden, aber es ist nicht meine Entscheidung“, sagte Ferguson. „Es ist meine Aufgabe, es bestmöglich zu ermöglichen. Das gab es noch nie, daher bewegen wir uns ein wenig im Ungewissen.“
Er fügte hinzu, dass die Aussicht das Platzwart-Team erheblich belastet habe: „Was macht das mit dem Herzschlag eines Platzwarts? Ich glaube nicht, dass es eine Skala gibt, die groß genug wäre, um meinen zu messen, als es mir gegenüber erwähnt wurde. Es raubt mir schon ein wenig den Schlaf.“
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Organisatoren stehen vor einem anspruchsvollen Balanceakt
Die FIFA hat stark in Forschung, Tests und Planung investiert, um sicherzustellen, dass die Spielfelder den WM-Standards entsprechen. Dennoch hat die Kombination aus späten Umrüstungen, künstlichen Untergründen, schwierigen Stadionbedingungen und großen Unterhaltungsveranstaltungen die Organisatoren unter ungewöhnlichen Druck gesetzt.
Für Spieler, Trainer und Platzmanager gleichermaßen bleibt die zentrale Frage, ob diese temporären Oberflächen die Stabilität, Sicherheit und Qualität, die beim größten Fußballturnier der Welt erwartet werden, konstant gewährleisten können.
Quellen: www.themirror.com, www.nytimes.com
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