Alexander Zverev

Zverev und Andreeva gewinnen bei den French Open: Die Debatte um das Preisgeld hat sich verschärft

Zverev und Andreeva holen bei den French Open ihre ersten Grand-Slam-Titel, während die Debatte um das Rekord-Preisgeld und dessen Verteilung eskaliert.

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Erste Grand-Slam-Titel in Paris

Alexander Zverev und Mirra Andreeva sicherten sich bei den French Open 2026 die größten Titel ihrer Karrieren, indem sie jeweils ihre erste Grand-Slam-Einzelkrone auf dem Sand von Roland-Garros gewannen.

Zverevs lange Wartezeit endete nach einem anspruchsvollen Fünf-Satz-Finale gegen Flavio Cobolli, das er mit 6-1, 4-6, 6-4, 6-7 (5-7), 6-1 gewann. Der Sieg markierte einen wichtigen Wendepunkt für den Deutschen, der zuvor drei Grand-Slam-Finals verloren hatte. Er machte ihn auch zum ersten deutschen Mann, der seit Boris Becker einen Grand-Slam-Einzeltitel gewann, wie GiveMeSport berichtete.

„Dieser Platz ist für mich in vielerlei Hinsicht so besonders. Ich hatte die besten Momente meines Lebens auf diesem Platz. Ich hatte die schlimmsten Momente meines Lebens auf diesen Plätzen“, sagte Zverev nach seinem Sieg in Paris.

Sein Weg zum Titel war geprägt von einem Turnier, das von frühen Überraschungen und Ausfällen gekennzeichnet war. Novak Djokovic wurde in der dritten Runde vom Brasilianer Joao Fonseca geschlagen, Jannik Sinner verlor in der zweiten Runde in fünf Sätzen gegen Juan Manuel Cerundolo, und Carlos Alcaraz verpasste das Turnier verletzungsbedingt.

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Andreeva bestätigt ihre Ankunft

Im Damenfeld zeigte die 19-jährige Mirra Andreeva eine souveräne und überzeugende Leistung und besiegte Maja Chwalinska im Finale mit 6-3, 6-2.

Der Sieg bestätigte Andreevas Status als eine der führenden jungen Spielerinnen im Sport und bescherte ihr den ersten Grand-Slam-Titel in einem Alter, in dem sich viele Spielerinnen noch an die Anforderungen der Tour gewöhnen.

Rekord-Preisgeld, aber ein bekannter Streit

Die French Open 2026 waren auch wegen ihres Rekord-Preisgeldes bemerkenswert. Das Gesamtpreisgeld erreichte 61.723.000 €, eine Steigerung von 9,53 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so Perfect Tennis.

Zverev und Andreeva verdienten als Einzel-Champions jeweils 2.800.000 €, ein Plus von 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zweitplatzierten erhielten 1.400.000 €, während Halbfinalisten 750.000 € und Viertelfinalisten 470.000 € verdienten. Auch das Preisgeld für die frühen Runden stieg, wobei Erstrundenverlierer 87.000 € erhielten, eine Steigerung von 11,5 Prozent.

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Der Französische Tennisverband erklärte, er habe sich besonders bemüht, die Spieler in den Eröffnungsrunden des Einzelwettbewerbs zu unterstützen, mit Steigerungen zwischen 11,11 Prozent und 11,54 Prozent. Das Preisgeld für die Qualifikation stieg ebenfalls um 12,9 Prozent, während das Hauptfeld im Vergleich zu 2025 um 10,1 Prozent zulegte.

Spieler fordern weiterhin einen größeren Anteil

Trotz der Erhöhungen bleibt die Debatte über die Verteilung der Turniereinnahmen ungelöst.

In einer gemeinsamen Spielererklärung argumentierten die Athleten, dass das Preisgeld nicht mit dem Wert Schritt gehalten habe, den sie der Veranstaltung verleihen. „Während Roland-Garros Rekordeinnahmen erzielen will, erhalten die Spieler daher einen sinkenden Anteil an dem Wert, den sie miterschaffen“, hieß es in der Erklärung.

Führende Spieler schätzen, dass das Preisgeld 2026 etwa 15 Prozent der Gesamteinnahmen von Roland-Garros ausmacht. Sie drängen darauf, diesen Anteil auf 22 Prozent zu erhöhen.

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Der Französische Tennisverband verteidigte sein Modell und verwies auf seinen Status als gemeinnützige Organisation und argumentierte, dass die Einnahmen in den Sport reinvestiert würden, einschließlich Infrastruktur, Entwicklungsprogrammen und Breitensport.

Besucherrekord krönt das Großereignis

Abseits der Preisgelddebatte stellte das Turnier einen neuen Besucherrekord auf, mit mehr als 727.000 Zuschauern, die durch die Tore kamen.

Turnierdirektorin Amelie Mauresmo lobte die Organisation hinter der Veranstaltung, insbesondere nach einer schwierigen Eröffnungswoche, die von extremer Hitze und Termindruck geprägt war.

„Dieses Jahr wurden wir wirklich herausgefordert, sei es durch das Wetter oder durch Terminzwänge“, sagte Mauresmo. „Aber alle haben zusammengehalten, große Solidarität gezeigt und eine Ausgabe geliefert, die unseren Erwartungen gerecht wurde.“

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Quellen: www.givemesport.com, www.perfect-tennis.com

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