Ein schwieriger Start in die Tour
Das Team Cofidis erlebte einen besorgniserregenden Start in die Tour de France 2025, nachdem 11 seiner Rennräder aus einem Team-LKW in Nordfrankreich gestohlen worden waren.
Der Vorfall ereignete sich im Juli 2025, am Eröffnungswochenende des Rennens. Laut TF1 Info fand der Diebstahl im Teamhotel in Bondues bei Lille statt, wo die Tür des Werkstatt-LKWs aufgebrochen wurde.
Cofidis gab an, dass 11 LOOK Cycle-Räder entwendet wurden, obwohl Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden waren. Jedes Rad soll rund 14.000 € wert gewesen sein, was den Gesamtschaden auf über 100.000 € bezifferte.
„Die Tür des Werkstatt-LKWs wurde aufgebrochen und elf unserer LOOK Cycle-Räder wurden gestohlen, trotz der Sicherheitsmaßnahmen, die getroffen worden waren“, so das Team.
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Cofidis verurteilte den Diebstahl ebenfalls und forderte die Verantwortlichen auf, „Anstand und Verantwortungsbewusstsein“ zu zeigen.
Alle 11 Räder wiedergefunden
Der Schrecken währte nur kurz. Wie CyclingNews berichtete, wurden alle 11 Räder später mit Hilfe der Polizei und der Organisatoren der Tour de France wiedergefunden.
Fünf der Räder wurden in der Nähe des Teamhotels gefunden, nachdem Mitarbeiter die Umgebung durchsucht hatten. Die restlichen sechs wurden am folgenden Tag in der Nähe von Halluin, nahe der belgischen Grenze, wiedererlangt.
Die schnelle Wiederbeschaffung bedeutete, dass Cofidis seine Tour-Kampagne ohne größere Unterbrechungen fortsetzen konnte. Das Team hatte bereits auf Ersatzausrüstung zurückgreifen können, begünstigt durch die Tatsache, dass sein Service-Stützpunkt in der Nähe war.
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Cédric Vasseur, der General Manager von Cofidis, bezeichnete die Wiedererlangung als sehr gute Nachricht und dankte der Polizei und den Tour-Organisatoren für ihre Arbeit.
Russische Angebote sorgen für ungewöhnliche Wendung
Die Geschichte nahm später eine unerwartete Wendung, als ähnliche LOOK-Räder auf einer russischen Werbe-Website auftauchten.
Laut The Insider, unter Berufung auf Sport Baza, wurden zwei LOOK-Modelle, die dem von Cofidis verwendeten Typ ähnelten, für 480.000 und 700.000 Rubel angeboten, was etwa 5.100 € und 7.500 € entspricht.
Der Verkäufer behauptete, die Räder befänden sich in Moskau und sagte, sie hätten keine offiziellen Dokumente, da die Lieferung „inoffiziell“ sei.
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Der Zeitpunkt schloss jedoch eine Verbindung zum Cofidis-Diebstahl aus. Die Angebote stammten vom späten Juni, bevor das Team den Einbruch am 6. Juli bekannt gab. The Insider stellte später fest, dass, nachdem alle 11 gestohlenen Räder zurückgegeben worden waren, die in Russland beworbenen Räder nicht mit dem Fall Cofidis in Verbindung standen.
Ein bekanntes Problem im Radsport
Diebstahl bleibt ein wiederkehrendes Problem im Profi-Radsport, wo Teamräder teuer, tragbar und sehr begehrt sind.
Spitzen-Rennräder können jeweils weit über 10.000 € kosten, was Teamfahrzeuge zu einem attraktiven Ziel macht. Cofidis war nicht das erste Team, das einen solchen Rückschlag erlebte. Während der Tour de France des Vorjahres wurden auch Team TotalEnergies 11 Räder gestohlen.
Für Cofidis endete der Vorfall im Juli 2025 besser, als es hätte sein können. Die Räder wurden wiedergefunden, das Team blieb im Rennen, und der finanzielle Schaden wurde vermieden.
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Die Episode war jedoch eine weitere Erinnerung daran, dass beim größten Radrennen der Kampf um den Schutz der Ausrüstung fast so dringend sein kann wie das Rennen selbst.
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