Tartan Army füllt Miami
Miami hat vor einer der größten Nächte in der WM-Geschichte der schottischen Nationalmannschaft ein deutlich schottisches Flair angenommen.
Laut Peter Scott von ITV News sind Tausende schottische Fans in Florida eingetroffen, bevor am Mittwoch das letzte Gruppenspiel der Gruppe C gegen Brasilien stattfindet.
Die Tartan Army ist bereits unübersehbar. Fans aus Schottland und Brasilien wurden beim Trinken, Tanzen und Liedertauschen auf dem Ocean Drive gesichtet, während andere die Straßen in informelle Fußballfelder verwandelt haben.
Die Stimmung ist Schottland von Boston aus gefolgt, wo die Fans mit Dudelsäcken und dem inzwischen bekannten Gesang „No Scotland, No Party“ durch die Stadt zogen. In Miami hat die Party in der Hitze weitergemacht, wobei sich Kilts, Flaggen und blaue Trikots vor dem Anpfiff in der ganzen Stadt verbreiteten.
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Schottland steht am Rande der Geschichte
Für Schottland geht es in diesem Spiel um mehr als nur um den Anlass.
Die Mannschaft von Steve Clarke liegt in Gruppe C auf dem dritten Platz, nach einem 1:0-Sieg gegen Haiti zum Auftakt und einer anschließenden 0:1-Niederlage gegen Marokko. Brasilien und Marokko haben beide vier Punkte, während Schottland bei drei Punkten steht und Haiti bereits ausgeschieden ist.
Wie in der Vorschau von Radio Times auf Schottland gegen Brasilien dargelegt, würde ein Unentschieden wahrscheinlich ausreichen, um Schottland zum ersten Mal in die K.o.-Phase zu schicken. Ein Sieg würde die Angelegenheit ohne fremde Hilfe klären.
Eine Niederlage würde Schottlands Turnier nicht unbedingt beenden, aber sie müssten auf Ergebnisse anderer Spiele warten, um zu sehen, ob drei Punkte ausreichen, um sich als einer der besten Drittplatzierten zu qualifizieren.
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Schottland hat an acht früheren Weltmeisterschaften teilgenommen und ist nie über die Gruppenphase hinausgekommen. Das ist die Geschichte, der sich dieser Kader in Miami Gardens stellen muss.
Robertson nimmt den Druck an
Kapitän Andy Robertson kennt die Größe der Aufgabe. Brasilien bleibt einer der Giganten des Turniers, auch wenn sie in Gruppe C noch nicht vollends überzeugt haben.
Robertson hat das Spiel jedoch eher als Chance denn als Last dargestellt.
„Wir haben unser Schicksal selbst in der Hand“, sagte er Reportern.
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Er würdigte auch die mitgereisten Fans und sagte: „Wohin sie auch gehen, die Leute verlieben sich in sie.“
Diese Fans haben Schottlands Kampagne viel Farbe verliehen. Doch die Spieler haben nun die Chance, diese Atmosphäre in etwas Dauerhafteres zu verwandeln.
Eine Nation schaut spät zu
Zurück in Schottland werden Tausende von Fans bei Public Viewings erwartet, darunter im Ovo Hydro in Glasgow und The Pitt in Edinburgh.
Das Spiel beginnt um 23 Uhr britischer Zeit und wird live auf BBC One übertragen. Gleichzeitig trifft Marokko im anderen Gruppenspiel der Gruppe C auf Haiti, was bedeutet, dass sich die Abschlusstabelle schnell verschieben könnte.
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Premierminister John Swinney fing die Stimmung vor dem Anpfiff ein und sagte, die Spieler „haben heute Abend die Chance, sich zu Legenden zu machen“.
Das ist keine Übertreibung. Ein Ergebnis gegen Brasilien würde Schottlands WM nicht nur verlängern. Es würde eine der längsten Frustrationen in der Fußballgeschichte des Landes beenden.
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