Hector Bello

Héctor „Kike“ Bello über das Erdbeben in Venezuela: „Wie erkläre ich deiner Tochter, dass du dein Leben verloren hast, um ihres zu retten?“

Der venezolanische Fußball trauert um zahlreiche Opfer der Erdbeben, darunter Spieler und Angehörige, die bei der Katastrophe ums Leben kamen.

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Eine Tragödie jenseits des Spielfelds

Der venezolanische Fußball trauert um einige seiner Mitglieder, nachdem das Land von zwei starken Erdbeben heimgesucht wurde, die weitreichende Zerstörung und eine schnell steigende Zahl von Todesopfern verursachten.

Laut AP hatte die bestätigte Zahl der Todesopfer bis Samstag 1.430 erreicht, während Familien mindestens 68.900 vermisste Personen gemeldet hatten. Rettungskräfte und Anwohner suchten weiterhin in eingestürzten Gebäuden in La Guaira, einem der am stärksten betroffenen Gebiete.

Die Katastrophe hat auch tiefe Spuren in der Fußballgemeinschaft des Landes hinterlassen, wobei Spieler, Nachwuchstalente und Angehörige zu den Todesopfern gehören.

Bello trauert um Ehefrau, die ihre Tochter rettete

Eine der herzzerreißendsten Geschichten ist die von Héctor „Kike“ Bello, einem Verteidiger von Marítimo de La Guaira, dessen Frau Andrea starb, als sie ihre kleine Tochter beim Einsturz eines Gebäudes schützte.

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Laut Univision bestätigte Bello ihren Tod in den sozialen Medien und schrieb über die unmögliche Aufgabe, die ihn nun als Vater erwartet.

„Du hast uns allein in diesem Kampf gelassen, Mami, du hast mich allein mit unserer Tochter gelassen“, schrieb er.

In einer weiteren Nachricht versuchte Bello, Andreas Opfer in Worte zu fassen.

„Wie sage ich es meiner Tochter, Andrea? Wie erkläre ich deiner Tochter, dass du dein Leben verloren hast, um ihres zu retten, und dass ich in diesem Moment nicht da war, um etwas zu tun? Wie erkläre ich es? Gib mir jetzt Kraft, denn ich kann nicht mehr“, schrieb er.

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Ihre Tochter überlebte, nachdem Andrea sie mit ihrem Körper abgeschirmt hatte.

Trejos Familie nach tagelanger Suche gefunden

Die Trauer erreichte auch Lucas Trejo, den argentinischen Fußballer, der für den Club Sport Marítimo de La Guaira spielt.

Laut People wurden Trejos Frau, Yanina Maranella, und ihre beiden Kinder, Aarón und Ainhoa, nach tagelanger Suche in den Trümmern tot aufgefunden.

Trejo war nicht bei seiner Familie, als die Erdbeben zuschlugen. Sein Verein und seine Teamkollegen hatten sich an der Suche beteiligt, doch die Hoffnung, seine Familie lebend zu finden, endete, nachdem die Leichen aus dem eingestürzten Gebäude geborgen worden waren.

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Der Verlust hat im gesamten venezolanischen und südamerikanischen Fußball Beileidsbekundungen ausgelöst, wobei Botschaften der Unterstützung für Trejo und seine Angehörigen geteilt wurden.

Junge Fußballer unter den Toten

Der venezolanische Fußballverband hat auch den Tod mehrerer junger Spieler bestätigt.

Laut CiberCuba waren bis Freitag mindestens vier Fußballer als tot bestätigt worden, während andere noch vermisst wurden.

Darunter war der 18-jährige Yimvert Berroterán, ein Mittelfeldspieler, der Venezuela auf Jugendebene vertreten hatte. Er wurde zusammen mit seiner Partnerin Valentina Sandoval tot in den Trümmern in La Guaira gefunden.

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Derselbe Bericht besagte, dass der Verband auch den Tod von Víctor Palacios, einem 14-jährigen Spieler des Club Sport San Agustín, Razan Sijaa, einem U18-Spieler des Caracas FC, und Yordelis Pereira, die Teil der Frauenakademie Academia Puerto Cabello war, bestätigt hatte.

Laut Infobae meldete der Verband auch den Tod von Ricardo Veloz, einem jugendlichen Spieler, der mit Marítimo La Guaira verbunden war.

Ein Land sucht in den Trümmern

Das Ausmaß der Katastrophe ist weiterhin schwer zu erfassen. Familien suchen immer noch nach vermissten Angehörigen, Rettungsteams arbeiten sich durch instabile Gebäude, und die Zahl der Opfer könnte weiter steigen.

Für den venezolanischen Fußball hat die Tragödie alle Ebenen des Spiels betroffen, von erfahrenen Profis bis hin zu Kindern, die noch ihren ersten Traum im Sport verfolgen.

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Vereine, Teamkollegen und Fans bleiben nun mit Trauer, Beileidsbekundungen und der Erinnerung an viel zu früh verlorene Leben zurück.

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