Deutschlands FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 fand im Achtelfinale ein jähes Ende, als eine kontroverse VAR-Entscheidung ein Tor in der Verlängerung annullierte, bevor Paraguay sich in einem dramatischen Elfmeterschießen durchsetzte. Laut BBC Sport hat die FIFA seither erklärt, warum Jonathan Tahs potenzieller Siegtreffer aberkannt wurde.
Der entscheidende Moment ereignete sich in der Verlängerung beim Stand von 1:1. Verteidiger Jonathan Tah glaubte, Deutschland in Führung gebracht zu haben, doch Schiedsrichter Jalal Jayed annullierte das Tor nach einer VAR-Überprüfung. Die Offiziellen entschieden, dass Deutschlands Waldemar Anton im Vorfeld Paraguays Torhüter Orlando Gill gefoult hatte.
Das annullierte Tor sorgt für Kontroversen
Die Entscheidung sorgte für große Empörung in Deutschland, wobei Bundestrainer Julian Nagelsmann die Entscheidung offen kritisierte.
„Meiner Meinung nach war dieses Foul kein echtes Foul; es war eigentlich ein Witz, dass sein Tor annulliert wurde“, sagte Nagelsmann nach dem Spiel, zitiert von BBC Sport.
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Die kontroverse Entscheidung erwies sich als entscheidend, verwehrte Deutschland den scheinbaren Siegtreffer und führte die Partie ins Elfmeterschießen.
FIFA erklärt VAR-Intervention
Laut BBC Sport verteidigte Pierluigi Collina, Vorsitzender der FIFA-Schiedsrichterkommission, die Entscheidung der Offiziellen und erklärte, dass die Schiedsrichter angewiesen worden seien, Angreifer zu bestrafen, die Torhüter absichtlich daran hindern, ihr Tor zu verteidigen.
„Obwohl das Halten einer Position an sich kein Foul ist, sollten Schiedsrichter und bei Bedarf der VAR den Vorfall sorgfältig analysieren und eingreifen, wenn ein angreifender Spieler nicht am Ball interessiert ist und sich absichtlich, wenn auch nur geringfügig, mit der klaren Absicht bewegt, die Bewegung des Gegners zu behindern und ihn am Verteidigen zu hindern“, sagte Collina.
Er fügte hinzu: „Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Taktik darauf abzielt, den gegnerischen Torhüter daran zu hindern, das Tor verteidigen zu können.“
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Collina betonte zudem, dass die Mannschaften vor dem Turnier über diese Auslegung informiert worden seien.
„Trainer und Spieler wurden informiert, daher sollte es keine Überraschung sein, dass Schiedsrichter diese Fouls ahnden werden.“
Elfmeter-Drama für Deutschland
Da die Partie nach 120 Minuten immer noch unentschieden stand, kam es zum Elfmeterschießen. In einer grausamen Wendung schoss Tah – dessen Tor in der Verlängerung annulliert worden war – seinen Elfmeter über die Latte, bevor Jose Canale den entscheidenden Strafstoß verwandelte und Paraguays 4:3-Sieg besiegelte.
Laut BBC Sport war es das erste Mal, dass Deutschland ein WM-Elfmeterschießen verlor, was eine weitere enttäuschende Kampagne für den viermaligen Weltmeister beendete.
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Paraguay trifft nun im Achtelfinale auf den zweimaligen Weltmeister Frankreich. Die Partie soll in Philadelphia stattfinden.
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