Cristiano Ronaldo ist nicht bereit, leise zum Ausgang gedrängt zu werden.
Der Kapitän Portugals steht erneut im Mittelpunkt einer bekannten Debatte: wie lange er noch Stammspieler für sein Land bleiben kann und ob sich das Team nun entschiedener Gonçalo Ramos zuwenden sollte.
Die Diskussion ist vor Portugals K.o.-Spiel bei der Weltmeisterschaft gegen Spanien lauter geworden, da Ronaldo inzwischen 41 Jahre alt ist und Ramos auf mehr Verantwortung im Angriff drängt.
Laut A Bola reagierte Ronaldo scharf, als er gefragt wurde, ob er sich seinem möglicherweise letzten WM-Auftritt nähere.
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„Ihr seid sehr darauf erpicht, dass ich nicht mehr komme“, sagte er.
Ronaldo weigert sich, beiseitezutreten
Ronaldo hat nie verheimlicht, dass er das letzte Kapitel seiner Portugal-Karriere selbst bestimmen möchte.
Der Stürmer verbrachte mehr als zwei Jahrzehnte bei der Nationalmannschaft, gewann die Euro 2016 und zwei Nations-League-Titel und wurde dabei zur wichtigsten Fußballfigur des Landes.
Doch die Frage nach seiner Rolle ist nun unausweichlich.
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Laut A Bola sagte Ronaldo vor dem Turnier, dass die Weltmeisterschaft 2026 seine letzte sein würde.
„Natürlich“, sagte er auf die Frage, ob dies seine letzte Weltmeisterschaft sei. „Ich werde dann schon 41 sein.“
Dennoch bedeutet das nicht, dass er sich als am Ende sieht.
In denselben Kommentaren sagte Ronaldo: „Ich möchte weitermachen, weil ich mich gut fühle, mein Körper in Topform ist und die Leistungen auf dem Platz für sich sprechen. In der Nationalmannschaft schieße ich Tore, ich helfe dem Team und ich möchte Trophäen gewinnen.“
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Das bleibt der Kern seines Arguments.
Für Ronaldo geht es bei der Entscheidung nicht nur ums Alter. Es geht darum, ob er sich noch nützlich fühlt.
Die Ramos-Debatte wird lauter
Die Debatte wurde durch die Anwesenheit von Gonçalo Ramos verschärft.
Der Stürmer von Paris Saint-Germain bietet Portugal einen anderen Typ Mittelstürmer, und seine Leistungen haben die Auswahlfrage für Roberto Martínez komplizierter gemacht.
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Laut A Bola sagte Ramos, nachdem er in Ronaldos Abwesenheit gegen Armenien gestartet war: „Jeder, der hier ist, kann helfen, und ich bin einer mehr. Jeder hätte gerne mehr Spielzeit.“
Das war kein Angriff auf Ronaldo.
Es unterstrich jedoch die Realität innerhalb des Kaders. Portugal hat Optionen, und die jüngeren Spieler warten auf ihre Chance.
Martínez wurde auch gefragt, ob Ronaldo und Ramos zusammen starten könnten. Laut A Bola antwortete der portugiesische Trainer, dass das gleichzeitige Spielen beider von Beginn an „ein Schwachpunkt in unserem Spiel wäre.“
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Das macht die Wahl schärfer.
Wenn Portugal mit einem zentralen Stürmer spielt, wird der Status des Kapitäns allein das Argument möglicherweise nicht für immer beilegen.
„Niemand ist unumstritten“
Ronaldo hat zuvor akzeptiert, dass kein Spieler als unantastbar behandelt werden sollte.
Laut A Bola sagte er während Portugals Qualifikationskampagne: „Niemand ist in der Nationalmannschaft unumstritten.“
Er fuhr fort: „Ich bin einer von ihnen. Ich versuche, etwas zurückzugeben, wenn ich starte. Nicht nur durch Tore, sondern in allem.“
Diese Aussage ist wichtig, weil sie eine besonnenere Seite von Ronaldos Haltung zeigt.
Er weiß, dass er nicht mehr nur nach seiner Geschichte beurteilt wird. Er wird danach beurteilt, was er Portugal jetzt noch geben kann.
Gleichzeitig lehnt er die Vorstellung klar ab, dass andere den Zeitpunkt seines Abschieds für ihn bestimmen sollten.
Immer noch zentral, auch ohne Startelf-Einsatz
Ronaldo hat auch klargestellt, dass seine Bedeutung für Portugal nicht darauf beschränkt ist, ob er jedes Spiel von Anfang an bestreitet.
Laut A Bola sagte er: „Ob ich spiele oder nicht, ich werde immer eine wichtige Rolle in der Nationalmannschaft haben.“
Das könnte die Balance sein, die Portugal finden muss.
Ronaldo bleibt ein Symbol, ein Torschütze und eine Referenz in der Kabine. Ramos repräsentiert die Zukunft und bietet einen anderen Rhythmus im Angriff. Martínez muss nun sowohl die sportliche Entscheidung als auch das damit verbundene emotionale Gewicht managen.
Portugals Spiel gegen Spanien wird diese Debatte nur noch verschärfen.
Wenn Ronaldo trifft, könnten sich die Fragen für eine Weile legen. Wenn er Schwierigkeiten hat, werden sie sofort zurückkehren.
Ein letzter WM-Anlauf
Ronaldos Portugal-Geschichte befindet sich nun in ihrem letzten WM-Kapitel, doch er behandelt es nicht wie eine Abschiedstournee.
Er spricht immer noch wie ein Spieler, der einer weiteren Trophäe nachjagt, nicht wie jemand, der einfach auf Applaus wartet.
Die Spannung um ihn herum ist daher leicht zu verstehen.
Portugal hat einen Kader, der gut genug ist, um weit zu kommen. Sie haben auch einen Kapitän, dessen Vermächtnis unantastbar ist, dessen Rolle aber immer noch von der Zeit, der Taktik und dem internen Wettbewerb auf die Probe gestellt wird.
Ronaldo hat die Fragen gehört.
Seine Antwort lautet, einmal mehr, dass er nicht bereit ist zu verschwinden.



