Arsene Wenger

„Afrikanische Einwanderung“: Wenger über Frankreichs Erfolg

Arsène Wenger führt Frankreichs Fußballerfolg auf Talententwicklung, Ausbildung und die Einwanderungsgeschichte des Landes zurück.

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Arsène Wenger hat die Einwanderung als einen der Gründe für den langfristigen Erfolg der französischen Nationalmannschaft genannt.

Der ehemalige Arsenal-Trainer, heute 76 Jahre alt, wurde während eines Auftritts im Podcast „Kroos & Kroos“, moderiert vom ehemaligen deutschen Mittelfeldspieler Toni Kroos, nach der Stärke des französischen Fußballs gefragt.

Laut L’Équipe sagte Wenger, Frankreichs Erfolg sei nicht das Ergebnis eines einzelnen Faktors, sondern eines Systems, das Talententwicklung mit der breiteren Sozialgeschichte des Landes verbunden habe.

Wenger verweist auf Ausbildung und Talentsuche

Wenger begann damit, Frankreichs Fähigkeit hervorzuheben, junge Spieler auszubilden und Talente frühzeitig zu erkennen.

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„Ich denke, unser Erfolg kommt von der Qualität der Ausbildung, von der Identifizierung von Talenten, die in vielen Ländern vernachlässigt wird, und auch von der afrikanischen Einwanderung“, sagte Wenger.

Es war eine direkte Antwort von einem Trainer, der einen Großteil seiner Karriere der Untersuchung der Spielerentwicklung gewidmet hat.

Wenger baute seinen Ruf teilweise darauf auf, Talente vor anderen zu erkennen, zuerst in Monaco, dann über mehr als zwei Jahrzehnte bei Arsenal. Seine Kommentare spiegeln die Überzeugung wider, dass Frankreichs fußballerische Stärke kein Zufall ist. Sie resultiert aus Struktur, Chancen und einem tiefen Pool an Spielern, die durch unterschiedliche Hintergründe geprägt wurden.

Frankreichs Geschichte eng mit Einwanderung verbunden

Wenger stellte das aktuelle französische Team dann in einen längeren historischen Kontext.

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„Wenn man sich die Geschichte des französischen Fußballs ansieht, ist unsere Geschichte sehr eng mit der Einwanderung verbunden“, sagte er.

Er nannte mehrere der wichtigsten Fußballpersönlichkeiten des Landes als Beispiele.

„Der erste französische Ballon d’Or-Gewinner, Kopa, war polnischer Herkunft. Dann hatten wir Platini, italienische Einwanderung, dann Zidane, algerische Einwanderung. Papin war kein Einwanderer, dann hatten wir später Benzema, algerische Einwanderung, und jetzt Dembélé, afrikanische Einwanderung“, sagte Wenger.

Die Liste unterstreicht, wie eng die Geschichte der Équipe Tricolore mit verschiedenen Einwanderungswellen verbunden war.

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Raymond Kopa wurde zum Symbol des französischen Nachkriegsfußballs. Michel Platini prägte die 1980er Jahre. Zinédine Zidane führte Frankreich zum Weltmeistertitel 1998 und zur EM 2000. Karim Benzema wurde später einer der größten Stürmer des Landes. Ousmane Dembélé repräsentiert nun eine weitere Generation französischer Offensivtalente.

Für Wenger sind diese Spieler keine Ausnahmen. Sie sind Teil der Geschichte.

Hunger und Chancen

Wenger sprach auch über den Antrieb, den seiner Meinung nach viele Einwandererfamilien in den französischen Fußball einbringen.

„Sie kommen, weil sie das Gefühl haben, dass es in Frankreich echtes Bildungspotenzial gibt“, sagte er, „und sie sind oft hungrig, weil sie wissen, dass sie kämpfen müssen, um ihr Bestes zu geben.“

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Kroos fragte dann, ob Fußball für manche Spieler manchmal der einzige Weg sein kann, ein leichteres Leben zu erreichen.

Wenger bejahte dies.

Es ging nicht nur um den Hintergrund, sondern um Motivation. Wenger deutete an, dass Chancen, kombiniert mit Druck und Ehrgeiz, dazu beigetragen haben, Generationen von Spielern hervorzubringen, die in der Lage sind, das höchste Niveau zu erreichen.

Eine breitere Debatte um Les Bleus

Die Kommentare fallen während einer weiteren Weltmeisterschaft, bei der Frankreich weiterhin zu den meistdiskutierten Teams im internationalen Fußball gehört.

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Die Équipe Tricolore hat einen der tiefsten Kader des Turniers aufgebaut, mit Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé, Michael Olise, Aurélien Tchouaméni, Jules Koundé und mehreren anderen, die die Stärke des französischen Talentsystems widerspiegeln.

Gleichzeitig wurde die Nationalmannschaft oft in breitere politische Debatten über Identität, Zugehörigkeit und Einwanderung hineingezogen.

Wengers Kommentare waren nicht als Kritik gemeint. Sie waren eine Anerkennung dessen, was er als eine der großen Stärken des französischen Fußballs ansieht.

Frankreich hat von starken Trainerstrukturen, Elite-Akademien und einer Kultur profitiert, die technisch begabte, taktisch geschulte Spieler hervorbringt. Doch für Wenger ist das nur ein Teil der Erklärung.

Der andere Teil ist die Fähigkeit des Landes, über Generationen hinweg Vielfalt in fußballerische Stärke zu verwandeln.

Eine über Generationen aufgebaute Stärke

Frankreichs moderner Erfolg begann nicht mit dem aktuellen Team.

Er wurde über Jahrzehnte hinweg aufgebaut, durch Spieler aus verschiedenen Regionen, Familien und Geschichten, die zu zentralen Figuren der Nationalmannschaft wurden.

Das ist der umfassendere Punkt, den Wenger machen wollte.

Die französische Mannschaft war oft am stärksten, wenn sie die Komplexität des Landes selbst widerspiegelte. Von Kopa bis Zidane, von Benzema bis Dembélé – die Geschichte der Équipe Tricolore wurde immer wieder von Spielern mit Wurzeln jenseits einer engen Vorstellung von Frankreich geprägt.

Wenger sieht dies nicht als Komplikation, sondern als einen der Gründe, warum Frankreich immer wieder Weltklasse-Fußballer hervorbringt.

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