Neymar

Neymars letzter Auftritt: Der Prinz, der für Brasilien nie König wurde

Neymar beendete seine Karriere ohne WM-Titel, aber mit unvergesslichen Momenten, während sein letztes Turnier unauffällig verlief.

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Neymar, Brasiliens größter Fußballstar seiner Generation, bestritt bei der FIFA Weltmeisterschaft 2026 sein 130. und letztes Länderspiel seiner Karriere. Der 34-Jährige verabschiedete sich mit seinem 80. und letzten Tor für die Seleção gegen Norwegen und beendete damit eine Karriere voller unvergesslicher Momente, aber ohne die eine Errungenschaft, die er am meisten jagte – einen Weltmeistertitel.

Ein stiller Abschied auf der größten Bühne

Wie TV 2 berichtete, hatte Neymar in den drei Jahren vor der Weltmeisterschaft 2026 nicht für Brasilien gespielt, was seine Aufnahme in den Kader zu einem der Hauptthemen des Turniers machte. Er wurde jedoch hauptsächlich als Einwechselspieler eingesetzt und kam zweimal von der Bank.

Sein Tor gegen Norwegen bescherte ihm einen passenden Abschiedsmoment, änderte aber wenig an der Gesamterzählung von Brasiliens Kampagne. Der TV 2-Fußballexperte Morten Bruun sagte über sein letztes Turnier: „Neymar war nicht die große Geschichte. Denn es war Norwegen,“ und hob hervor, wie unauffällig das letzte WM-Turnier der brasilianischen Ikone verlief.

Die Weltmeisterschaft, die alles veränderte

Laut TV 2 wird Neymars internationales Vermächtnis immer eng mit der Weltmeisterschaft 2014 im eigenen Land verbunden sein, wo er die Hoffnungen einer ganzen Nation trug.

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Er erzielte während des Turniers vier Tore und verwandelte den entscheidenden Elfmeter bei Brasiliens dramatischem Elfmeterschießen-Sieg über Chile, womit er die Gastgeber scheinbar zu einem sechsten WM-Triumph führte.

Alles änderte sich im Viertelfinale gegen Kolumbien, als Neymars Wirbel nach einem Foul von Verteidiger Juan Camilo Zúñiga brach. Brasiliens Fans hatten ihn als Erben Pelés gefeiert, doch nach seiner Verletzung befürchteten viele, der Traum sei ausgeträumt.

Diese Befürchtungen wurden nur wenige Tage später Realität, als Brasilien im Halbfinale ohne seinen verletzten Kapitän die berüchtigte 7:1-Niederlage gegen Deutschland erlitt.

Das Viertelfinal-Drama kehrt zurück

Die Enttäuschung setzte sich in späteren Turnieren fort.

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Bei der Weltmeisterschaft 2018 traf Neymar zweimal, bevor Brasilien im Viertelfinale von Belgien ausgeschaltet wurde. Vier Jahre später in Katar traf er erneut zweimal, nur um dann von Kroatien im Elfmeterschießen in derselben Phase eliminiert zu werden.

Obwohl der Weltmeistertitel ihm immer wieder entglitt, feierte Neymar dennoch bemerkenswerte Erfolge mit Brasilien, indem er die Nation bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio zu Gold führte. Die Copa América konnte er mit der A-Nationalmannschaft jedoch nie gewinnen.

Eine Karriere voller Trophäen, aber ein fehlender Preis

Individuell belegte Neymar in den Jahren 2015 und 2017 zweimal den dritten Platz bei der Ballon d’Or-Wahl, in einer Ära, die von Lionel Messi und Cristiano Ronaldo dominiert wurde.

Auf Vereinsebene sammelte er große Titel mit Santos, Barcelona, Paris Saint-Germain und Al-Hilal und etablierte sich als einer der besten Spieler seiner Generation.

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Doch, wie TV 2 abschließend feststellte, blieb die eine Trophäe, die seinen Platz neben Brasiliens größten Ikonen zementiert hätte, immer unerreichbar. Morten Bruun fasste Neymars Vermächtnis mit einem ergreifenden Abschied zusammen:

„Auf Wiedersehen, Neymar. König bist du nie geworden. Aber danke. Trotzdem.“

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