Samir Nasri

Samir Nasri im Rahmen von Ermittlungen wegen organisierter Geldwäsche befragt

Ex-Nationalspieler Samir Nasri wurde zehn Stunden lang im Rahmen von Ermittlungen wegen organisierter Geldwäsche befragt, aber ohne Anklage freigelassen.

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Der ehemalige französische Nationalspieler Samir Nasri befand sich am Donnerstag für etwa zehn Stunden in Polizeigewahrsam, wo er von Ermittlern im Zusammenhang mit einer umfassenden Untersuchung zu organisierter Kriminalität befragt wurde.

Der 39-Jährige, der für Vereine wie Marseille, Arsenal und Manchester City spielte, wurde von Beamten der Finanzermittlungseinheit der Pariser Kriminalpolizei vernommen.

Laut einem Bericht von L’Équipe zu dem Fall betreffen die richterlichen Ermittlungen den Verdacht der Drogenimportation, der kriminellen Vereinigung und der Geldwäsche von Erlösen aus dem Drogenhandel durch eine organisierte Gruppe.

Nasri wurde am Donnerstagabend ohne Anklage freigelassen. Seine Inhaftierung bedeutet nicht, dass er einer Straftat für schuldig befunden wurde, und zu diesem Zeitpunkt wurden keine formellen Verfahren gegen ihn eingeleitet.

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Ermittler prüfen Verbindungen zu Nachtclub

Die Ermittlungen konzentrieren sich Berichten zufolge teilweise auf Nasris frühere Beteiligung an XS, einem Nachtclub in Ivry-sur-Seine, südöstlich von Paris.

Nasri wurde um 2016 Gesellschafter des Unternehmens und soll auch eine Führungsposition in dem Lokal innegehabt haben. Die Ermittler prüfen Finanztransaktionen im Zusammenhang mit dem Nachtclub sowie die Identitäten der an dessen Eigentum und Betrieb beteiligten Personen.

Im Mittelpunkt des umfassenderen Falls steht Hakim Berrebouh, ein Drogenhändler aus Marseille, der seit 2021 inhaftiert ist. Eine weitere Person, gegen die ermittelt wird, ist Olivier Sabbah, der verdächtigt wird, eine wichtige Rolle in einem Netzwerk gespielt zu haben, das angeblich zur Geldwäsche im Auftrag von Berrebouh genutzt wurde.

Nasris mutmaßliche Verbindung zu Berrebouh und dem Nachtclub veranlasste die Ermittler, ihn zu seiner Investition und seinen Kenntnissen über die finanziellen Angelegenheiten des Lokals zu befragen.

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Obwohl er ohne Anklage freigelassen wurde, könnte er erneut vorgeladen werden, falls die Ermittler weitere Befragungen für notwendig erachten. Seine Vertreter haben sich zu den jüngsten Entwicklungen nicht öffentlich geäußert.

Separater Streit mit französischen Steuerbehörden

Die strafrechtlichen Ermittlungen stehen in keinem Zusammenhang mit einem laufenden Streit zwischen Nasri und den französischen Steuerbehörden über seinen offiziellen Wohnsitzstaat.

Nasri behauptet, er sei in Dubai steuerlich ansässig, wo er mit seiner Familie lebt. Die französischen Behörden argumentieren jedoch, dass seine persönlichen und beruflichen Verbindungen darauf hindeuten, dass Frankreich während des Untersuchungszeitraums sein Hauptwohnsitz war.

Laut einem Bericht von Le Parisien zum Steuerfall fordern die Behörden rund 5,51 Millionen Euro von dem ehemaligen Mittelfeldspieler.

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Die Forderung umfasst 5,25 Millionen Euro an angeblich unbezahlter Einkommensteuer für den Zeitraum zwischen 2020 und 2022 sowie 82.000 Euro im Zusammenhang mit der französischen Immobilienvermögenssteuer zwischen 2019 und 2025. Der Restbetrag soll zusätzliche Gebühren und Strafen enthalten.

Die Ermittler stützten sich Berichten zufolge bei der Beurteilung von Nasris Wohnsitz auf mehrere Elemente, darunter Reiseunterlagen, sein Immobilienbesitz und Beteiligungen an französischen Unternehmen sowie seine Tätigkeit als TV-Experte für Canal+.

Sie identifizierten auch 212 Deliveroo-Bestellungen, die 2022 an eine Pariser Adresse geliefert wurden. Nasris Anwälte haben die Bedeutung dieser Bestellungen angefochten und argumentieren, dass nicht geklärt sei, wer sie aufgegeben habe.

Nasris Anwälte weisen Steuerforderung zurück

Nasri hat die Berechnungen der Steuerbehörde vehement bestritten und beteuert, seinen Verpflichtungen nachgekommen zu sein.

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Zitiert von Le Parisien in einem Folgeartikel, sagte sein Anwalt Jean-Noël Sanchez: „Diese Schuld existiert nicht, weil die Verwaltung Bankguthaben mit nicht deklarierten Einkünften verwechselt hat.“

Als Vorsichtsmaßnahme, während der Streit andauert, haben die französischen Behörden Berichten zufolge Gelder auf Nasris Bankkonten eingefroren und eine vorläufige gerichtliche Hypothek auf eine seiner Immobilien in Paris eingetragen.

Nasri ficht diese Maßnahmen an. Das Steuerverfahren läuft noch und ist getrennt von den Ermittlungen wegen organisierter Geldwäsche, in deren Rahmen er am Donnerstag befragt wurde.

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