So wurde die Grenze berechnet
Berücksichtigt wurden permanente Transfers, die während des Sommertransferfensters 2026 abgeschlossen wurden oder offiziell in Kraft traten. Stichtag für die Liste ist der 4. August. Mögliche Bonuszahlungen wurden einbezogen, auch wenn einige dieser Beträge von Einsätzen, Titeln oder anderen sportlichen Zielen abhängen.
Laut dem Referenzkursblatt der Europäischen Zentralbank wurde ein Euro am 3. August mit rund 1,15 Dollar und ein britisches Pfund mit etwa 1,35 Dollar bewertet. Damit entspricht die Grenze von 80 Millionen Dollar ungefähr 69,4 Millionen Euro oder 59,4 Millionen Pfund. Nach dieser Berechnung qualifizieren sich neun bestätigte Transfers mit einem möglichen Gesamtwert von rund 994 Millionen Dollar.
1. Morgan Rogers zu Chelsea, 158 Millionen Dollar
Chelsea setzte sich mit der Verpflichtung von Morgan Rogers von Aston Villa an die Spitze der sommerlichen Ausgabenliste. Der englische Nationalspieler kostete 117 Millionen Pfund, umgerechnet rund 158 Millionen Dollar. Laut dem Bericht von Sky Sports über den abgeschlossenen Transfer wurde Rogers damit zum teuersten britischen Fußballer der Geschichte und übertraf den Rekord, den Elliot Anderson nur wenige Wochen zuvor aufgestellt hatte.
Rogers unterschrieb bei Chelsea einen Vertrag bis 2033 und wurde zum wichtigsten offensiven Neuzugang im ersten Kader von Xabi Alonso. Gleichzeitig ist der Wechsel bislang der teuerste bestätigte Transfer des gesamten Sommers. Die Höhe der Ablöse bedeutet allerdings auch, dass Rogers nicht mehr als Entwicklungsspieler, sondern als sofortiger Leistungsträger bewertet werden wird.
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Der Offensivspieler hatte sich bei Aston Villa zu einem der produktivsten jungen Akteure der Premier League entwickelt. In 125 Einsätzen für den Verein erzielte er 31 Tore und bereitete 29 weitere Treffer vor. Seine Auftritte für England bei der Weltmeisterschaft steigerten seinen Marktwert zusätzlich.
2. Elliot Anderson zu Manchester City, 156 Millionen Dollar
Manchester City verpflichtete Elliot Anderson für 116 Millionen Pfund von Nottingham Forest. Das entspricht beim verwendeten Wechselkurs einem Wert von rund 156 Millionen Dollar. Laut dem Transferbericht von Sky Sports war Anderson kurzzeitig der teuerste britische Fußballer der Geschichte, ehe Chelsea nur wenig später eine Million Pfund mehr für Rogers bezahlte.
Der Mittelfeldspieler unterschrieb beim englischen Spitzenklub einen Fünfjahresvertrag. Die Ablöse übertraf außerdem die 100 Millionen Pfund, die Manchester City 2021 für Jack Grealish an Aston Villa gezahlt hatte. Anderson soll zu einer zentralen Figur im nächsten sportlichen Umbruch des Klubs werden.
Sein Aufstieg verlief bemerkenswert schnell. Erst 2024 hatte er Newcastle United für eine deutlich niedrigere Summe verlassen. Seine Dynamik, seine Ballprogression und seine Vielseitigkeit machten ihn anschließend zu einem der begehrtesten englischen Mittelfeldspieler.
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3. Sandro Tonali zu Tottenham, 135 Millionen Dollar
Tottenham brach seinen eigenen Transferrekord mit der Verpflichtung von Sandro Tonali von Newcastle United. Der Gesamtwert des Geschäfts kann 100 Millionen Pfund und damit rund 135 Millionen Dollar erreichen. Laut dem Bericht von Sky Sports über den Wechsel zahlt Tottenham zunächst 92,5 Millionen Pfund, während weitere 7,5 Millionen Pfund durch realistische Bonuszahlungen hinzukommen können.
Die Beziehung zwischen Tonali und Tottenhams neuem Trainer Roberto De Zerbi spielte bei der Entscheidung eine wichtige Rolle. Der italienische Nationalspieler erhielt nach seinem Wechsel die Rückennummer 16. Newcastle wiederum sicherte sich eine der höchsten Ablösesummen, die jemals für einen Mittelfeldspieler gezahlt wurden.
Tonali kennt die körperlichen und taktischen Anforderungen der Premier League bereits. Er half Newcastle 2025 beim Gewinn des League Cups und war entscheidend an der Rückkehr des Vereins in die Champions League beteiligt. Bei einem Preis von 100 Millionen Pfund wird allerdings erwartet, dass er Tottenham sofort verbessert.
4. Mateus Fernandes zu Tottenham, 115 Millionen Dollar
Nur wenige Tage vor der Verpflichtung Tonalis hatte Tottenham bereits einen neuen Vereinsrekord aufgestellt. Mateus Fernandes wechselte für 85 Millionen Pfund, umgerechnet rund 115 Millionen Dollar, von West Ham United zum Londoner Klub. Laut dem Bericht von Sky Sports über die Einigung setzte sich Tottenham im Rennen um den portugiesischen Nationalspieler gegen Manchester United durch.
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Fernandes war dadurch weniger als eine Woche lang Tottenhams teuerster Spieler. Nach seiner Ankunft erhielt er die Rückennummer 18. Die Verpflichtungen von Fernandes und Tonali zeigen, wie stark Roberto De Zerbi den Neuaufbau des Teams auf die Kontrolle im Mittelfeld ausrichtet.
Die Höhe der Ablöse fällt besonders auf, weil Fernandes während seiner bisherigen Zeit in England bereits zwei Abstiege erlebt hatte. Tottenham investiert jedoch in seine Pressingresistenz, seine Passqualität und seine Fähigkeit, den Ball durch das Zentrum nach vorne zu tragen. Mit 22 Jahren besitzt er zudem erhebliches Entwicklungspotenzial.
5. Anthony Gordon zum FC Barcelona, bis zu 104 Millionen Dollar
Der FC Barcelona machte Anthony Gordon zum ersten Neuzugang für die Saison 2026/27. Da weder Barcelona noch Newcastle United die finanziellen Details veröffentlichten, unterscheiden sich die gemeldeten Beträge. Laut der ausführlichen Darstellung von Transfermarkt zahlt Barcelona zunächst 80 Millionen Euro, während weitere zehn Millionen Euro durch Bonuszahlungen hinzukommen können.
Der Gesamtwert des Pakets kann damit rund 104 Millionen Dollar erreichen. Allein die garantierte Summe entspricht etwa 92 Millionen Dollar. Wie der FC Barcelona in seiner offiziellen Mitteilung bestätigte, unterschrieb der englische Flügelspieler einen Fünfjahresvertrag bis 2031.
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Gordon bringt Tempo, Direktheit und die Fähigkeit mit, auf beiden Flügeln oder im Angriffszentrum zu spielen. Seine Leistungen für Newcastle und England machten ihn zu einem der bekanntesten Premier-League-Spieler auf dem Markt. Barcelonas Bereitschaft, eine derart hohe Summe zu investieren, ist angesichts der finanziellen Probleme der vergangenen Jahre besonders bemerkenswert.
6. Gonçalo Ramos zur AC Milan, mehr als 85 Millionen Dollar
Die AC Milan stellte mit der Verpflichtung von Gonçalo Ramos von Paris Saint-Germain einen neuen Vereinsrekord auf. Laut dem Bericht von Transfermarkt über die Vereinbarung beträgt die garantierte Ablöse 74 Millionen Euro, was ungefähr 85 Millionen Dollar entspricht. Weitere Bonuszahlungen könnten den endgültigen Preis noch erhöhen.
Wie die AC Milan in ihrer offiziellen Erklärung mitteilte, unterschrieb der portugiesische Angreifer einen Vertrag bis Juni 2031. Der Transfer übertraf den bisherigen Ausgabenrekord des Vereins. Gleichzeitig erhielt der neue Trainer Rúben Amorim einen erfahrenen Mittelstürmer für sein erstes Milan-Projekt.
Ramos verließ PSG nach 45 Toren in 131 Einsätzen. Der italienische Klub investiert damit in einen Angreifer, der sich bereits auf höchstem Niveau bewiesen hat und in die besten Jahre seiner Karriere kommt. Seine Bewegungen im Strafraum und seine Arbeit gegen den Ball sollten gut zum bevorzugten Spielstil Amorims passen.
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7. Crysencio Summerville zu Al-Hilal, 81 Millionen Dollar
Die Saudi Pro League ist durch den Transfer von Crysencio Summerville zu Al-Hilal vertreten. Laut dem Bericht von Sky Sports über den abgeschlossenen Wechsel zahlte der saudische Klub zunächst 55 Millionen Pfund an West Ham United. Durch weitere fünf Millionen Pfund an möglichen Bonuszahlungen kann der Gesamtwert auf 60 Millionen Pfund steigen.
Umgerechnet entspricht das ungefähr 81 Millionen Dollar, wodurch der Transfer die Grenze nur knapp überschreitet. Summerville unterschrieb einen Vierjahresvertrag. Er verlässt den englischen Fußball nach zwei Spielzeiten bei West Ham und in einem Alter, in dem viele Spieler normalerweise noch einen Wechsel zu einem europäischen Spitzenklub anstreben.
Der niederländische Flügelspieler erzielte in seiner letzten Saison für West Ham sieben Tore und bereitete fünf weitere vor. Anschließend nahm er mit den Niederlanden an der Weltmeisterschaft teil. Al-Hilal verpflichtet damit keinen alternden Star, sondern einen Spieler, der sich seinem sportlichen Höhepunkt nähert.
8. Jérémy Jacquet zu Liverpool, 81 Millionen Dollar
Liverpool einigte sich bereits im Winter mit Rennes auf den Transfer von Jérémy Jacquet. Der französische Innenverteidiger wechselte jedoch offiziell erst vor der Saison 2026/27 nach England und wird deshalb in dieser Sommerliste berücksichtigt. Laut dem Bericht von Sky Sports über den Transfer zahlt Liverpool zunächst 55 Millionen Pfund, während fünf Millionen Pfund an leistungsabhängigen Boni hinzukommen können.
Das maximale Paket von 60 Millionen Pfund entspricht ungefähr 81 Millionen Dollar. Jacquet absolvierte seine medizinische Untersuchung bereits im Februar, blieb aber für den Rest der Saison in Rennes. Nun soll er Teil des langfristigen defensiven Neuaufbaus in Liverpool werden.
Mit 20 Jahren ist Jacquet der jüngste Spieler dieser Liste. Gleichzeitig ist er der einzige Verteidiger, dessen Transfer die Grenze von 80 Millionen Dollar erreicht. Liverpool bezahlt sowohl für sein aktuelles Niveau als auch für das Potenzial, sich zu einem der besten Innenverteidiger Europas zu entwickeln.
9. Johan Manzambi zu Aston Villa, 80 Millionen Dollar
Johan Manzambi erreicht die Liste mit dem knappsten Abstand. Laut dem Bericht von Sky Sports über Aston Villas Einigung zahlte der englische Klub eine vereinsinterne Rekordsumme von 59,5 Millionen Pfund an den SC Freiburg. Beim verwendeten Wechselkurs entspricht das ungefähr 80,2 Millionen Dollar.
Villa setzte sich im Rennen um den Schweizer Mittelfeldspieler gegen Newcastle United durch. Manzambi kam nach einer starken Saison in der Bundesliga und überzeugenden Auftritten für die Schweiz bei der Weltmeisterschaft nach Birmingham. Die Aussicht auf Champions-League-Fußball soll seine Entscheidung beeinflusst haben.
Der 20-Jährige ist ein wichtiger Teil der Reinvestition nach dem Verkauf von Morgan Rogers. Seine Ablöse basiert nicht nur auf seinen bisherigen Leistungen, sondern auch auf seinem erwarteten Entwicklungspotenzial. Aston Villa hofft, dass er einen Teil der verlorenen Kreativität und Dynamik im Mittelfeld ersetzen kann.
Die Premier League beherrscht den Markt
Sechs der neun Spieler auf der Liste wechselten zu Vereinen aus der Premier League. Tottenham ist sogar für zwei dieser Transfers verantwortlich. Barcelona, Milan und Al-Hilal sind die einzigen Klubs außerhalb Englands, die bislang ein Gesamtpaket von mindestens 80 Millionen Dollar abgeschlossen haben.
Kein Verein aus der Bundesliga, der Ligue 1 oder der MLS hat bis zum 4. August einen eingehenden Transfer oberhalb dieser Grenze bestätigt. Klubs aus Deutschland und Frankreich erhielten jedoch hohe Ablösen für Manzambi, Jacquet und Ramos. Laut der weltweiten Rangliste von Football365 liegen die übrigen großen bestätigten Sommertransfers unterhalb der umgerechneten Grenze.
Auch die MLS bewegt sich trotz ihres wirtschaftlichen Wachstums weiterhin in einer anderen Preiskategorie. Laut dem Überblick von FootballTransfers über die MLS-Rekordtransfers ist Son Heung-mins Wechsel zu Los Angeles FC für 22 Millionen Euro aus dem Jahr 2025 weiterhin der teuerste eingehende Transfer der Ligageschichte. Das entspricht weniger als einem Drittel der für diese Liste benötigten Summe.
Neun Transfers und fast eine Milliarde Dollar
Die neun Transfers besitzen auf Grundlage der verwendeten Wechselkurse einen möglichen Gesamtwert von rund 994 Millionen Dollar. Ein Teil dieser Summe hängt weiterhin von Bonuszahlungen und sportlichen Zielsetzungen ab. Der tatsächlich gezahlte Endbetrag könnte deshalb etwas niedriger ausfallen.
Trotzdem zeigt die Liste, wie stark die Preise auf dem internationalen Markt gestiegen sind. Besonders teuer sind junge Spieler mit Premier-League-Erfahrung oder überzeugenden Leistungen bei der Weltmeisterschaft. Da das Transferfenster weiterhin geöffnet ist, könnte bereits der nächste Großtransfer die Gesamtsumme über die Marke von einer Milliarde Dollar heben.



