Formel-1-Präsident Stefano Domenicali hat bestätigt, dass die Veröffentlichung des F1-Kalenders 2027 bis in den Herbst verschoben wurde, da der Sport mit dem anhaltenden Konflikt im Nahen Osten zu kämpfen hat. Die Unsicherheit hat die F1 gezwungen, umfassende Notfallpläne zu entwickeln, insbesondere für ihre Rennen in der Region.
Die Situation hat bereits Auswirkungen auf den Kalender 2026, da sowohl der Große Preis von Bahrain als auch der Große Preis von Saudi-Arabien abgesagt wurden. Mit Blick auf 2027 besteht die Möglichkeit, dass auch die Grands Prix von Katar und Abu Dhabi gestrichen werden könnten, was potenziell dazu führen würde, dass die Saison in Europa endet.
„Falls die Situation im Nahen Osten nicht gelöst wird, haben wir Optionen, verschiedene Pläne [für 2027]“, erklärte Domenicali, wie von SportBible berichtet. „Aber der Auslöser dafür ist natürlich Ende des Jahres, daher haben wir noch viel Zeit zur Anpassung.“ Er betonte das Engagement der F1, trotz der Herausforderungen einen vollen Zeitplan beizubehalten. „Nur um Sie zu beruhigen: Wir haben bereits verschiedene Pläne mit unterschiedlichen Optionen, die der Tatsache Rechnung tragen, dass wir in jedem Fall das Ziel von 24 Rennen auch für nächstes Jahr beibehalten werden.“
Globale Expansion und neue Perspektiven
Trotz der regionalen Hürden hält die F1 an ihrem Ziel von 24 Rennen für die Saison 2027 fest und sucht aktiv nach neuen Standorten weltweit. Im Rahmen sofortiger Anpassungen sollen die Türkei und Portugal in den F1-Kalender zurückkehren und die Grands Prix in Zandvoort und Barcelona ersetzen.
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Über diese sofortigen Änderungen hinaus führt die F1 Gespräche mit mehreren Ländern über potenzielle zukünftige Ergänzungen, obwohl weitere neue Austragungsorte frühestens im Kalender 2028 aufgenommen würden. Domenicali hob den breiten geografischen Umfang dieser Gespräche hervor:
Ruanda
Südafrika
Thailand
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Argentinien
Domenicali erläuterte das globale Interesse und sagte: „Die Verhandlungen in Afrika schreiten sehr gut voran. Wir führen weitere Gespräche in Südamerika. Wir haben Gespräche im Fernen Osten. Eines kann ich Ihnen sagen: Wir haben mehr Anfragen in China und Japan, aber im Moment wollen wir bei einem Rennen in China bleiben, weil wir den Markt konsolidieren müssen, bevor wir über andere Optionen dort nachdenken.“
Deutschlands mögliche Rückkehr
Interessanterweise könnte auch Deutschland, ein traditionelles Herzland des Motorsports, ein Comeback im F1-Kalender feiern. Die Rennstrecke von Hockenheim, die zuletzt 2019 aufgrund finanzieller Probleme ein F1-Rennen austrug, steht nun unter neuer Eigentümerschaft und entwickelt ihren Motorsportpark aktiv weiter. Gespräche zwischen der neuen Hockenheim-Führung und der F1 haben bereits stattgefunden.
Die dynamische Natur des F1-Kalenders, der geopolitische Realitäten mit ehrgeiziger globaler Expansion in Einklang bringt, unterstreicht die adaptive Strategie des Sports, während er sich in einer sich ständig verändernden Landschaft bewegt.
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