Manuel Neuer hat seinen eigenen Nachfolger benannt.
Der Kapitän des FC Bayern München, der in seine nach eigenen Ankündigungen letzte Saison geht, hat in einem Sky-Interview öffentlich Ersatzmann Jonas Urbig als den Mann empfohlen, der unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp das DFB-Trikot mit der Nummer 1 erben soll. Auf die Frage, ob man Urbig die Aufgabe anvertrauen könne, wich Neuer nicht aus.
„Auf ihn kann man sich definitiv verlassen“, sagte Neuer bei Sky.
„Das hat er in allen Wettbewerben gezeigt. Ich habe da ein sehr gutes Gefühl.“
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Der deutsche Fußball befindet sich im Umbruch. Julian Nagelsmann trat als Bundestrainer zurück, nachdem Deutschland bei der WM 2026 im Sechzehntelfinale gegen Paraguay ausgeschieden war, und Klopp wurde mit einem Vierjahresvertrag bis 2030 verpflichtet. Er übernimmt einen Kader im Umbruch und hat keine langfristig festgelegte Nummer eins im Tor.
Neuer beendete seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft, um die WM zu spielen, und bleibt bei Bayern in der Saison 2026/27 die Nummer eins. Im selben Interview schloss er nicht aus, auch darüber hinaus weiterzumachen.
„Nein, also 100 Prozent ist nichts. Es ist auch nicht in Stein gemeißelt, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch“, sagte er.
Urbigs schneller Aufstieg aus Köln
Urbig, geboren am 8. August 2003 in Euskirchen, ist seit weniger als zwei Jahren beim Meister. Er wechselte im Januar 2025 vom 1. FC Köln für kolportierte 7 Millionen Euro, mit Boni, die den Transfer auf 15 Millionen Euro anheben könnten, und hat seither als Vertreter Neuers zwei Meistertitel und den DFB-Pokal gewonnen. In der vergangenen Saison kam er auf 14 Bundesliga-Einsätze, hielt fünfmal die Null und wehrte in der Liga 32 Bälle ab.
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Als deutsche Nummer eins hat er sich noch nicht etabliert. Nagelsmann nominierte ihn für den WM-Kader in Nordamerika als Ersatzmann Neuers, und Urbig wurde Anfang des Monats auf dem falschen Fuß erwischt, als Neuers Rücktrittsplan bekannt wurde.
„Ich wusste eigentlich gar nicht, dass er das gesagt hat. Ich höre es zum ersten Mal“, sagte Urbig gegenüber Reportern am 5. August.
Er lobte die Torhüter-Gruppe bei Bayern, wollte sich aber nicht zur Nachfolge äußern, die er als „ein anderes Thema“ bezeichnete, das „Manu betrifft“.
Klopps Entscheidung
Klopps erste Pflichtspiele werden zugleich als Vorspielen für Neuers Nachfolge dienen. Marc-André ter Stegen, Oliver Baumann und Alexander Nübel sind neben Urbig alle im Gespräch, und keiner hat sich das Trikot bislang gesichert. Sven Ulreich hat seinen eigenen Bayern-Vertrag parallel zu Neuers Vertrag bis 2027 verlängert und zementiert das Trio auf Vereinsebene damit für ein weiteres Übergangsjahr. Doch Neuer hat seine persönliche Präferenz für die Nationalmannschaft nun öffentlich gemacht.
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