Die Zahl, die am Freitag, dem 14. August, kam, war falsch. Fenway Sports Group hat nicht 30 Prozent von Liverpool an Amit Bhatias 1892 Holdings verkauft, sondern 38 Prozent, wie The Athletic am Dienstag berichtet.
Jeff Bezos steuerte persönlich mehr als 1 Milliarde Dollar zu 1892 Holdings bei, sein erster Schritt in den Besitz eines Sportvereins. Der drittreichste Mann der Welt wird nicht im Vorstand von Liverpool sitzen.
Der Anteil wurde über K5 Sports erworben, Teil des K5 Global Fund mit Bezos als Hauptinvestor, gemeinsam mit den Mittal Family Trusts, EE Capital (dem Family Office von Facebook-Mitgründer Eduardo Saverin und seiner Frau Elaine) sowie Bhatia selbst. Das Konsortium wird von Bhatia geführt und verwaltet, einem 46-jährigen britisch-indischen Unternehmer und ehemaligen Vorsitzenden der Queens Park Rangers.
Eine Option auf die Kontrolle innerhalb von zwölf Monaten
In der ursprünglichen Pressemitteilung von FSG versteckt war der Mechanismus, der diesem Geschäft sein eigentliches Gewicht verleiht. 1892 Holdings hat eine Option, innerhalb von zwölf Monaten auf einen kontrollierenden Anteil aufzustocken, bei einer Bewertung, die Berichten zufolge bei rund 8 Milliarden Dollar liegen soll.
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Sollte 1892 Holdings letztlich einen kontrollierenden Anteil erwerben, würde FSG die Mehrheitskontrolle über den Verein abgeben, den die Gruppe seit 2010 besitzt.
Gordon verweist auf die lange Sicht
FSG-Präsident Mike Gordon gab eine Erklärung zum Verkauf ab.
Vorerst behält FSG die Mehrheitsbeteiligung und die operative Kontrolle. Änderungen in der täglichen Führung wurden nicht bekannt gegeben, und der sportliche Bereich, der Transfers abwickelt, bleibt unangetastet. Aus den neuen Geldern wurde kein separates Transferbudget herausgelöst.
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Elaine Saverin tritt in den Vorstand von Liverpool ein. Ebenso Bryan Baum von K5 Sports. Bhatia wird Vizevorsitzender.
Amit Bhatia sprach für das Konsortium.
„Wir sind unglaublich stolz, in den Liverpool Football Club zu investieren und dies gemeinsam mit FSG zu tun.“
Fans wehren sich
Die Reaktion in Liverpool war nicht durchweg wohlwollend. Die Fangewerkschaft Spirit of Shankly äußerte Bedenken zur Due Diligence, die dem Geschäft vorausging, und zu den Motiven der neuen Investoren.
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Das Zeitfenster, in dem 1892 Holdings die Kontrolle übernehmen kann, läuft bis August 2027.
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