Auf die Frage in Zandvoort, ob er kurz davor gestanden habe, bei einem anderen Team zu unterschreiben, gab der viermalige Weltmeister eine einzige Antwort, die die gesamte Berichterstattung des Sommers auf den Kopf stellte.
„Ich glaube, ich war einem Rücktritt näher als einem Teamwechsel! Aber, nein, alles gut“, sagte er Reportern laut Sky Sports.
Die Bemerkung kam einen Tag, nachdem Red Bull eine Vertragsverlängerung um zwei Jahre bestätigt hatte, die Verstappen bis Ende 2030 an das Team bindet. Sein bisheriger Vertrag lief bis 2028 und enthielt leistungsbezogene Ausstiegsklauseln, die die Gerüchteküche seit mehr als einem Jahr in Gang gehalten hatten.
Das Reglement, nicht die Ergebnisse, weckte die Zweifel
Verstappens Zögern hatte nichts mit dem sportlichen Abrutschen von Red Bull zu tun. Es ging vielmehr darum, ob er unter dem neuen Antriebsreglement ab 2026 überhaupt noch fahren wollte.
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Teamchef Laurent Mekies bat er, das Thema in den ersten Rennen dieser Saison nicht mehr anzusprechen.
„Ich habe zu Laurent gesagt: Komm mir mit keinerlei Fragen zur Zukunft, denn ich weiß nicht einmal, ob ich bleiben will“, sagte Verstappen, wie Motorsport.com berichtete.
Der Niederländer hat sich offen kritisch zum Regelpaket geäußert, das den elektrischen Anteil der Hybrid-Antriebseinheit erhöht, und nach eigenen Angaben ausführliche Gespräche mit der F1 und der FIA über die Ausrichtung des Sports geführt, bevor er sich für die Verlängerung entschied.
Die McLaren-Geschichte, neu erzählt
Der Kommentar rückt eine Saga in ein neues Licht, die die F1-Schlagzeilen im Frühjahr und Frühsommer dominierte. Verstappens Management führte laut ESPN Gespräche mit McLaren über einen möglichen Wechsel zur Saison 2027, und auch mit Mercedes und Aston Martin wurde sein Name in Verbindung gebracht.
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„Ein paar Namen sind gegangen, aber gleichzeitig ist es immer noch meine Familie. Ich habe nie den Wunsch oder das Bedürfnis verspürt, zu einem anderen Team zu wechseln“, sagte er Reportern in Zandvoort.
Einer dieser Abschiede trifft ihn besonders. Gianpiero Lambiase, seit 2016 sein Renningenieur, verlässt Red Bull 2028 in Richtung McLaren, wenn sein aktueller Vertrag ausläuft, und übernimmt eine leitende Rolle beim Team aus Woking.
Rückendeckung für Mekies
Die Verlängerung ist zugleich ein Vertrauensbeweis für Mekies, der im vergangenen Jahr nach dem Abschied von Christian Horner als Teamchef übernommen hatte.
„Dass Max bei uns weitermacht und wir den besten Fahrer im Feld halten, ist eine fantastische Nachricht für alle bei Red Bull, Oracle Red Bull Racing sowie für die F1 und den Motorsport insgesamt“, sagte Mekies in der Ankündigung des Teams.
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Verstappen geht am Sonntag beim Großen Preis der Niederlande in Zandvoort mit einer bis Ende 2030 geklärten F1-Zukunft an den Start, und die McLaren-Spekulationen sind offiziell beendet.
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