Gianni Infantino

Infantinos FIFA-Herrschaft gerät plötzlich ins Wanken

Gianni Infantino steht vor einer der größten Herausforderungen seiner bisherigen FIFA-Präsidentschaft. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin stellt seine Zukunft inzwischen offen infrage und rechnet mit einem Gegenkandidaten.

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Ceferin erhöht den Druck

Der Machtkampf an der Spitze des Weltfußballs hat eine neue Stufe erreicht. Laut bezeichnete UEFA-Präsident Aleksander Ceferin das inzwischen gestoppte Projekt FIFA Forward Enterprise als „noch schlimmer als den Plan für die Super League“. Er warf den Verantwortlichen vor, einen Sport verkaufen zu wollen, der allen gehöre. Das Vorhaben, das private Beteiligungen rund um die wertvollsten FIFA-Wettbewerbe ermöglicht hätte, wurde Anfang August nach massiver Kritik auf Eis gelegt.

Ceferins Angriff ist deshalb so bedeutend, weil es längst nicht mehr nur um ein einzelnes Geschäftsmodell geht. Die UEFA hat sich klar gegen Infantino positioniert, während auch aus anderen Konföderationen und nationalen Verbänden Widerstand kommt. Sechs nordische Fußballverbände, darunter Dänemark, erklärten öffentlich, das Vertrauen in den FIFA-Präsidenten verloren zu haben.

Ein Gegenkandidat rückt näher

Besonders brisant waren Ceferins Aussagen über die FIFA-Präsidentenwahl im kommenden März. Sollte Infantino erneut antreten, erwartet der UEFA-Chef einen Gegenkandidaten, auch wenn er keinen Namen nannte. Concacaf-Präsident Victor Montagliani gilt als mögliche Alternative, während Ceferin selbst eine Kandidatur ausdrücklich ausgeschlossen hat.

Infantino hat in seiner Amtszeit bereits mehrere schwere Kontroversen überstanden. Vor allem bei kleineren nationalen Verbänden besitzt er weiterhin erheblichen Einfluss, nicht zuletzt durch die umfangreichen FIFA-Entwicklungsprogramme. Der aktuelle Konflikt unterscheidet sich jedoch von früheren Krisen, weil der Widerstand organisierter, internationaler und deutlich öffentlicher geworden ist.

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Damit könnten die kommenden Monate zu einem echten Test der Machtverhältnisse im Weltfußball werden. Wenn sich ein glaubwürdiger Herausforderer findet und die derzeitige Allianz gegen Infantino bestehen bleibt, könnte die Wahl im März zum bedeutendsten Kampf um die FIFA-Spitze seit Jahren werden.

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