Juventus startete mit drei Punkten in die neue Serie-A-Saison. Der 1:0-Erfolg gegen Frosinone könnte allerdings einen hohen Preis haben.
Yıldız wurde am Sonntag in der 69. Minute ausgewechselt. Anschließend ließ sich der türkische Nationalspieler im medizinischen Zentrum des Klubs untersuchen.
Erste Berichte aus Italien lassen befürchten, dass Luciano Spalletti mehrere Wochen auf seine Nummer zehn verzichten muss.
Die entscheidende Diagnose fehlt
Nach Informationen der Gazzetta dello Sport besteht der Verdacht auf eine Verletzung des fünften Mittelfußknochens im linken Fuß.
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Die ersten Untersuchungen konnten eine Fraktur demnach nicht ausschließen. Deshalb steht auch ein operativer Eingriff im Raum.
SportMediaset berichtete von einem unvollständigen Bruch und einer möglichen Ausfallzeit von acht bis zehn Wochen, sollte eine Operation erforderlich werden.
Diese Angaben stammen jedoch aus Medienberichten und nicht aus einer offiziellen medizinischen Mitteilung von Juventus. Als dieser Artikel vorbereitet wurde, hatte der Verein weder die genaue Diagnose noch eine Ausfallzeit bestätigt.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Bei Verletzungen am Mittelfuß können Behandlung und Heilungsdauer je nach Position und Stabilität des Bruchs erheblich variieren.
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Der Auftaktsieg hatte seinen Preis
Yıldız stand gegen Frosinone in der Startelf, konnte das Spiel aber nicht beenden. Bremer erzielte später per Kopf das entscheidende Tor zum 1:0.
Während der Begegnung wirkte die Verletzung zunächst nicht dramatisch. Erst nach der Rückkehr klagte Yıldız über stärkere Beschwerden und wurde genauer untersucht.
Das neue Problem betrifft offenbar nicht dieselbe Stelle wie die Sehnenreizung im linken Knie, die ihn in der vergangenen Saison mehrere Wochen einschränkte.
Nach einer kontrollierten Vorbereitung hatte Juventus geglaubt, diese Schwierigkeiten überwunden zu haben. Der neue Rückschlag kam deshalb besonders überraschend.
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Spalletti plante mit seiner Nummer zehn
Ein längerer Ausfall wäre für Spalletti kaum zu kompensieren. Der Trainer hatte Yıldız als zentrale Figur seiner Offensive eingeplant.
In der vergangenen Serie-A-Saison gelangen dem 21-Jährigen zehn Tore und sechs Vorlagen in 36 Einsätzen. Diese Zahlen führt auch sein offizielles Juventus-Profil.
Yıldız kann auf dem linken Flügel, hinter der Spitze oder in den Zwischenräumen agieren. Seine Dribblings und sein Tempo verleihen dem Angriff eine besondere Dynamik.
Der in Regensburg geborene Profi wurde beim FC Bayern ausgebildet, bevor er 2022 nach Turin wechselte. Dort entwickelte er sich vom Jugendspieler zur Nummer zehn.
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Nur wenige Tage vor der Verletzung wurde Spalletti nach einem möglichen Angebot über 100 Millionen Euro gefragt. Seine von Sky Italia verbreitete Antwort lautete: „Seine Zukunft ist hier.“
Der Herbst könnte kompliziert werden
Bei einer Pause von acht bis zehn Wochen könnte Yıldız wichtige Ligaspiele gegen Milan, Atalanta, Lazio und Napoli verpassen.
Auch die ersten Begegnungen der Europa League sowie mehrere Nations-League-Spiele der Türkei wären betroffen.
Mit Jérémie Boga und Kerim Alajbegović besitzt Juventus Alternativen auf der linken Seite. Keiner von beiden kann Yıldız’ komplette Rolle jedoch ohne größere taktische Veränderungen übernehmen.
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Der Ausfall könnte außerdem die letzten Transferentscheidungen beeinflussen. Joshua Zirkzee wird als möglicher Neuzugang gehandelt, während ein Verkauf von Nico González neu bewertet werden könnte.
Noch ist eine zweimonatige Pause kein bestätigtes Urteil. Die endgültige medizinische Entscheidung zeigt, ob Juventus nur einen Schreck oder bereits die erste große Krise der Saison erlebt.



