José Mourinho nutzte seine erste La-Liga-Aufstellung seit der Rückkehr nach Madrid für eine wegweisende Entscheidung in der Innenverteidigung.
Konaté begann beim 2:1 gegen Espanyol am 22. August neben Dean Huijsen. Rüdiger saß während der gesamten Partie auf der Ersatzbank.
Die Wahl überraschte, weil Konaté in der Vorbereitung nur 45 Minuten absolviert hatte. Offiziell vorgestellt worden war er erst zwei Tage vor seinem Ligadebüt.
Konaté zieht sofort vorbei
Real Madrid verpflichtete den französischen Nationalspieler nach dem Ende seines Vertrags beim FC Liverpool. Sein neuer Vertrag läuft vier Jahre bis Juni 2030.
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Nach Angaben des FC Liverpool verließ Konaté den Verein nach 183 Einsätzen und sieben Toren.
Mit den Reds gewann er unter anderem die Premier League, den FA Cup und zweimal den Ligapokal. Zuvor hatte er bereits von 2017 bis 2021 in der Bundesliga für RB Leipzig gespielt.
Mourinho ging dennoch ein Risiko ein, indem er den 27-Jährigen sofort aufstellte. Rüdiger war einsatzbereit und gehörte zum Kader, wurde aber nicht eingewechselt.
Eine Partie reicht nicht aus, um eine feste Rangordnung festzustellen. Der Auftakt deutet jedoch darauf hin, dass Konaté aktuell einen kleinen Vorsprung besitzt.
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Die Zahlen sprechen für den Franzosen
Konaté absolvierte die kompletten 90 Minuten und war im Spielaufbau ständig beteiligt. Von seinen 75 Pässen erreichten 73 einen Mitspieler.
Mit einer Passquote von mehr als 97 Prozent zeigte er die Ruhe, die Mourinho von seinen Innenverteidigern verlangt.
Darüber hinaus gewann Konaté acht seiner elf Zweikämpfe, eroberte fünf Bälle und brachte einen Kopfball auf das Tor.
AS bezeichnete seinen Auftritt dennoch als Leistung mit Licht und Schatten. Hervorgehoben wurden seine Physis, seine Stärke in der Luft und sein sicheres Passspiel.
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Seine Geschwindigkeit ermöglicht es Madrid außerdem, mit einer höheren Abwehrlinie zu agieren. Das kann entscheidend sein, wenn die offensiven Stars weit nach vorne schieben.
Beim Gegentor entstand ein Warnsignal
Vollständig überzeugend war das Debüt nicht. Nach einer halben Stunde gelang Espanyol durch Álex Calatrava der zwischenzeitliche Ausgleich.
Javi Hernández erreichte die linke Seite und spielte den Ball zurück in den Strafraum. AS kritisierte Konatés Positionierung, weil Calatrava dadurch zu viel Platz erhielt.
Der Franzose wirkte in einigen Situationen übermäßig selbstbewusst. Mehrere Entscheidungen zeigten, dass die Abstimmung mit Huijsen noch nicht vollständig entwickelt ist.
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Das war angesichts der kurzen gemeinsamen Vorbereitung zu erwarten. Mourinho setzte gegen Espanyol gleich auf mehrere Neuzugänge, deren Abläufe noch nicht automatisiert sein konnten.
Carlos Espí rettete Madrid schließlich mit seinem Tor in der 90. Minute. Der offizielle Spielbericht des Klubs bestätigte Konaté als einen von drei Neuzugängen in der Startelf.
Rüdiger bleibt im Rennen
Der Bankplatz bedeutet nicht, dass Rüdiger dauerhaft abgeschrieben ist. Der deutsche Nationalspieler kennt die Liga und besitzt mehr Erfahrung im Madrider Trikot.
Seine Aggressivität, Führungsstärke und Mentalität bleiben für einen langen Spielplan wertvoll. Mourinho kann die Besetzung zudem an Gegner und Belastung anpassen.
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Konaté muss nun beweisen, dass er seine saubere Spieleröffnung mit besserer Positionierung verbinden kann.
Nach seiner Vorstellung versprach er im Interview mit Real Madrid: „Ich werde alles für dieses Trikot geben.“
Eine weitere Startelfnominierung würde die neue Rangordnung deutlicher machen. Das erste Duell ging an Konaté, entschieden ist der Konkurrenzkampf aber noch lange nicht.



