Colin Kaepernick hat seit Jahren kein NFL-Spiel mehr gesehen, und er hat nicht vor, daran etwas zu ändern.
Der ehemalige Quarterback der San Francisco 49ers sagte NBC News, er verfolge am Wochenende inzwischen den College-Football, in einem am 1. September 2026 veröffentlichten Interview zur Werbung für seine bevorstehenden Memoiren.
„Ich werde keine Organisation unterstützen, die mich erstens aktiv boykottiert, und die zweitens auch meine Brüder ins Visier genommen hat, die im Rahmen dessen ebenfalls protestiert haben“, sagte Kaepernick. „Ich schaue College-Football.“
Die Äußerungen kommen ein Jahrzehnt nach dem Moment, als er 2016 während der Nationalhymne vor dem Spiel zunächst sitzen blieb und dann niederkniete, um gegen Polizeigewalt und rassistische Ungerechtigkeit zu protestieren. Seit dem Saisonfinale jenes Jahres hat er nicht mehr gespielt.
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Ein Treffen, ein Probetraining, kein Angebot
Kaepernick führte die 49ers in der Saison 2012 in den Super Bowl XLVII. In den Jahren seit dem Protest haben nur eine Handvoll Klubs überhaupt einen Schritt in seine Richtung unternommen.
Die Seattle Seahawks waren das einzige Team, das ihn in der Offseason 2017 zu einem offiziellen Treffen einlud. Im November 2019 hielt er ein selbst organisiertes Probetraining an der Charles Drew High School in Riverdale, Georgia, ab, nachdem eine von der Liga arrangierte Session an Meinungsverschiedenheiten über die Haftungsverzichtserklärung und den Medienzugang gescheitert war. Acht Klubvertreter folgten ihm zum neuen Ort, doch ein Angebot blieb aus.
Sein bislang letztes Probetraining fand 2022 bei den Las Vegas Raiders statt. Auch dieses endete ohne Vertrag.
Keine Veränderung seit dem Vergleich von 2019
Kaepernick und sein ehemaliger 49ers-Mitspieler Eric Reid einigten sich Anfang 2019 mit der NFL in einer Kollusionsklage. Sie hatten den Eigentümern vorgeworfen, sie wegen ihrer Proteste ausgeschlossen zu haben. Die finanziellen Bedingungen wurden nie öffentlich gemacht.
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Auf die Frage, ob sich die Liga seither verändert habe, gab sich Kaepernick abweisend.
„Ich glaube nicht, dass sich die NFL wesentlich verändert hat. Keine ihrer Handlungen deutet darauf hin“, sagte er NBC News.
Er verknüpfte seinen eigenen Ausschluss mit dem, was er auf dem Spielfeld aufgebaut hatte, bevor ihn der Protest den Kaderplatz kostete.
„Nach einem Super Bowl, einem NFC Championship und aufgestellten Rekorden wollte mich kein einziges Team verpflichten“, sagte Kaepernick laut Fox News.
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Memoiren erscheinen am 15. September
Kaepernick hat die dazwischenliegenden Jahre dem Aktivismus gewidmet, darunter seine Know-Your-Rights-Jugendcamps und die Finanzierung unabhängiger Autopsien in Fällen mit tödlichen Polizeieinsätzen.
Seine Memoiren „The Perilous Fight“ sollen am 15. September 2026 erscheinen.
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