Drei Monate nach Amtsantritt in Mailand endeten Amorims Flitterwochen am Auftaktabend der Europa-League-Ligaphase, und die Diagnose, die er anschließend lieferte, versuchte er nicht zu beschönigen.
„Wir sind nicht sonderlich organisiert“, erklärte er gegenüber Reportern nach dem Schlusspfiff am Mittwoch.
„Beim ersten Tor, als der Spieler den Ball führt, stehen wir bereits zu tief.“
Dodi Lukebakio und Jakub Kaminski trafen jeweils vor und nach der Pause und schrieben für Benfica Geschichte: der erste Sieg überhaupt gegen Mailand im siebten Aufeinandertreffen. Lukebakio zirkelte in der 16. Minute die Führung ins lange Eck, nachdem er von rechts nach innen gezogen war, und Kaminski legte in der 53. Minute per Kopf nach Souffian El Karouanis Flanke von links das 2:0 nach.
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Benfica beendet die Warterei am San Siro
Vor Mittwoch hatte die direkte Bilanz zwei Unentschieden und vier Benfica-Niederlagen gezeigt. Die Portugiesen reisten mit nur einer Niederlage aus zwölf Saisonspielen an, und Torhüter Anatoliy Trubin hielt seinen Kasten sauber, unter anderem mit einer starken Parade nach der Pause gegen Christian Pulisic am kurzen Pfosten. Georgiy Sudakov hatte zuvor auf der anderen Seite das Aluminium getroffen.
Mailand war mit zwei Siegen und zwei Unentschieden in die Serie-A-Saison gestartet. Es war das erste Mal, dass eine Amorim-Mannschaft seit seinem Amtsantritt verlor.
„Niemand attackiert den Raum“
Die Analyse des Cheftrainers nach der Partie fiel ungewöhnlich detailliert aus.
„Manchmal schaffen wir uns mit dem Ball mehr Probleme, als wenn der Gegner ihn hat“, sagte Amorim.
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„Es stimmt, gerade in der ersten Halbzeit hat niemand den Raum hinter der Abwehr attackiert.“
„Wir kommen oft nah an den Strafraum heran, aber niemand attackiert ihn, selbst wenn Chukwueze flankt.“
Mario Gila und Pulisic waren zur Pause eingewechselt worden, doch Amorim wollte seine Wechsel nicht als Alibi vorschieben.
„Ich verändere ständig etwas. Wir haben zwei Monate gearbeitet, und wir werden mit Sicherheit Wege finden, uns anzupassen.“
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Die Kabine schlug in dieselbe Kerbe. Alexis Saelemaekers räumte ein, Mailand habe „keine Ausreden“, während Verteidiger Koni De Winter sagte, die Spieler hätten weiterhin „Vertrauen in die Ideen des Trainers“.
Am Wochenende kehrt Mailand in die Serie A zurück, bevor der zweite Spieltag der Europa-League-Ligaphase ansteht.
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