Former F1 team owner faces five years in prison as criminal trial date is set

Ex-F1-Teambesitzer drohen fünf Jahre Haft: Termin für Strafprozess steht fest

Gérard Lopez, der das Lotus-F1-Team in den Kimi-Räikkönen-Jahren führte, steht im Dezember in Luxemburg gemeinsam mit drei Mitangeklagten wegen einer 2-Millionen-Euro-Überweisung an den Fußballklub CS Fola Esch vor Gericht. Die…

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Vier Männer werden im Dezember in Luxemburg wegen geistiger Urkundenfälschung auf der Anklagebank sitzen, nachdem ein letzter Antrag auf Einstellung des Verfahrens Anfang dieses Jahres abgewiesen wurde.

Neben Lopez stehen sein langjähriger Geschäftspartner Éric Lux, Mitbegründer der Investmentgesellschaft Genii Capital, sowie zwei mit CS Fola Esch verbundene Männer vor Gericht: Mauro Mariani, damals Vizepräsident des Klubs, und François Delé. Bei einer Verurteilung drohen den vier Angeklagten zwischen drei Monaten und fünf Jahren Haft.

Lopez ist ein in Luxemburg ansässiger Investor und im Motorsport vor allem als Mann hinter dem in Enstone beheimateten Lotus-F1-Rennstall bekannt. Genii Capital kaufte das Team 2009 von der Renault-Gruppe und führte es zunächst unter dem Namen Renault, anschließend unter dem Namen Lotus, bis Renault es Ende 2015 zurückkaufte. Sportlich erreichte das Team seinen Höhepunkt mit Kimi Räikkönen und Romain Grosjean, bevor es Mitte des Jahrzehnts in finanzielle Schwierigkeiten geriet.

Die Zahlung von 2014 im Zentrum des Verfahrens

Im Mittelpunkt des Streits steht eine 2-Millionen-Euro-Überweisung aus dem Jahr 2014 zwischen Lotus F1 und CS Fola Esch, dem luxemburgischen Fußballklub, der Lopez seit 2007 gehört und dessen Präsident er damals war. Die Angeklagten geben an, das Geld sei zur Finanzierung eines Nachwuchsförderprogramms des Klubs bestimmt gewesen.

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Die Staatsanwaltschaft sieht das anders. Sie wirft den Beschuldigten vor, die zur Begründung der Zahlung verwendeten Dokumente seien gefälscht worden und ein Teil des Geldes sei anschließend weitergeleitet worden: an Lopez selbst und an eine in Hongkong ansässige, mit Lux verbundene Gesellschaft. Diese zweite Spur bildet die Grundlage für einen gesonderten Geldwäscheverdacht in der Akte.

Das Verfahren kommt nur langsam voran. Die luxemburgische Staatsanwaltschaft beantragte bereits 2022 bei der Ratskammer des Bezirksgerichts, Lopez in einem Strafprozess anzuklagen. Die Angeklagten fochten die Verweisung durch die Instanzen an, und Lopez und Lux zogen den Fall bis vor den Kassationshof, dessen Zurückweisung in diesem Jahr den Weg für die Ansetzung des Prozesses frei machte.

Die Verteidigung: keine persönliche Bereicherung

Über ihre Anwälte haben die vier Angeklagten die Vorwürfe durchgehend zurückgewiesen und beteuert, durch die Transaktionen sei es zu keiner persönlichen Bereicherung gekommen.

Lopez‘ Sprecher erklärte 2022, als die Staatsanwaltschaft erstmals die Verweisung an das Gericht betrieb, sein Mandant „weise die gegen ihn erhobenen Vorwürfe kategorisch zurück“ und sei „zuversichtlich, dass die [Ratskammer], die seinen Standpunkt noch anhören muss, seinen Namen reinwaschen wird“.

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Der Prozess beginnt im Dezember 2026 in Luxemburg.

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