Wayne Rooney, BBC Studio World Cup

Wayne Rooney droht wegen brisanter Behauptung in Carrolls Buch mit Klage

Rooney fordert offenbar einen Widerruf, nachdem Carroll gemeinsame Trinkabende während englischer Trainingslager behauptet hatte.

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Carroll erhebt eine Behauptung über die Nationalmannschaft

Wayne Rooney droht Berichten zufolge mit rechtlichen Schritten wegen einer umstrittenen Darstellung in der neuen Autobiografie seines früheren englischen Nationalmannschaftskollegen Andy Carroll.

In Owning It behauptet Carroll, Rooney habe während englischer Trainingslager um 2010 und 2011 andere Spieler zu Alkohol und Zigaretten in sein Hotelzimmer eingeladen. Er beschreibt die Zusammenkünfte als informelle Möglichkeit, die Eintönigkeit der Länderspielreisen zu unterbrechen, und betont, niemand sei stark betrunken gewesen.

Rooney weist die Darstellung entschieden zurück. Der frühere englische Kapitän erklärt, er und Carroll hätten kaum außerhalb des Fußballs miteinander verkehrt. Die geschilderten Treffen hätten nicht stattgefunden.

„Was diese Geschichte über mein Trinken bei der Nationalmannschaft betrifft, ist sie erfunden“, erklärte Rooney in einer öffentlichen Reaktion, die von SPORTbible wiedergegeben wurde.

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Die gegensätzlichen Versionen sind bislang nicht unabhängig geklärt. Carrolls Darstellung bleibt eine Behauptung, während Rooney sie unmissverständlich bestreitet.

Anwälte verlangen offenbar einen Widerruf

Rooneys juristische Vertreter sollen dem Verlag von Carrolls Autobiografie ein scharf formuliertes Schreiben geschickt und die Rücknahme der Behauptung verlangt haben.

Laut einem Bericht der Sun erwägt Rooney weitere rechtliche Schritte, falls die umstrittene Passage nicht widerrufen wird. Bislang wurde offenbar noch keine formelle Klage bei einem Gericht eingereicht.

Dieser Unterschied ist wichtig. Rooney hat dem Bericht zufolge Anwälte eingeschaltet und mögliche Schritte angedroht. Daraus ist bislang jedoch kein bestätigtes Gerichtsverfahren geworden.

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Carroll soll von der Schärfe der Reaktion überrascht worden sein. Frühere Berichte besagten, dass er an seiner Erinnerung festhalte und das Manuskript vor dem Druck die üblichen redaktionellen und juristischen Prüfungen durchlaufen habe.

Das Buch erscheint bei Pan Macmillan und wurde als ungefilterte Darstellung von Carrolls Karriere angekündigt. The Bookseller bestätigte die Übernahme der Rechte durch den Verlag im August.

Frühere Teamkollegen widersprechen einander

Rooney und Carroll gehörten zwischen 2010 und 2012 gleichzeitig zum englischen Nationalteam. Carroll absolvierte neun Länderspiele und erzielte zwei Tore. Rooney wurde später Rekordtorschütze Englands, bevor Harry Kane seine Bestmarke übertraf.

Rooney erklärt, dass beide privat kaum Zeit miteinander verbrachten. Er könne sich lediglich an ein zufälliges Treffen während eines Urlaubs erinnern und sei enttäuscht, dass Carrolls Geschichte veröffentlicht wurde.

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Carrolls Umfeld beharrt darauf, dass die Passage seiner ehrlichen Erinnerung an die Ereignisse entspreche. Die Überzeugung eines Autors allein belegt jedoch nicht, dass sämtliche Einzelheiten einer Darstellung stimmen.

Weder der englische Fußballverband noch andere angebliche Teilnehmer haben bislang öffentlich Beweise vorgelegt, die Carrolls Version bestätigen.

Veröffentlichung rückt den Streit ins Rampenlicht

Der Konflikt fällt in eine Zeit, in der Rooney mit Fernsehauftritten, Podcasts und anderen Medienprojekten einen neuen Abschnitt seiner Karriere aufbaut. Berichten zufolge trinkt er keinen Alkohol mehr und hat seinen Lebensstil deutlich verändert.

Auch der Zeitpunkt verschärft die Situation. Carrolls Autobiografie erscheint, während Rooney und seine Familie eine neue Fernsehserie bewerben, wodurch beide Projekte zusätzliche Aufmerksamkeit erhalten.

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Ein Widerruf oder eine öffentliche Entschuldigung könnte ein Gerichtsverfahren verhindern. Andernfalls bleibt der Kern des Streits bestehen: Carroll hat eine schwerwiegende Behauptung über die Nationalmannschaft veröffentlicht, Rooney bezeichnet sie als vollständig falsch und will seinen Ruf notfalls juristisch verteidigen.

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