James Maddison hatte das erste Tor seines Comebacks lange geplant, bevor er es erzielte. Den Wirbel, der folgte, hatte er nicht geplant.
In der 14. Minute des Premier-League-Spiels von Tottenham gegen Coventry City am Montagabend zirkelte der Mittelfeldspieler einen Schuss von außerhalb des Strafraums in den Winkel. Es war sein erster Startelfeinsatz in einem Pflichtspiel seit Mai 2025, nach rund 18 Monaten Pause wegen einer schweren Knieverletzung, und er brachte die Spurs auf den Weg zu einem 3:1-Sieg, ihrem ersten Ligasieg der Saison.
Dann kam der Jubel. Maddison küsste das Tottenham-Wappen. Die Coventry-Fans pfiffen. Im Netz folgte die Gegenreaktion binnen Minuten.
„Die dunkelsten Tage meiner Karriere“
Maddison veröffentlichte am Tag darauf eine Antwort in den sozialen Medien und stellte die Geste als Dankeschön dar, nicht als Provokation.
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„Ich hatte mein erstes Tor nach der Rückkehr bereits geplant. Ich habe das Wappen dieses Klubs geküsst, der mich und meine Familie in den vergangenen 18 Monaten durch die dunkelsten Tage meiner Karriere getragen hat“, schrieb er.
„Ich liebe und verehre Coventry City von ganzem Herzen. All meine engen Freunde und meine Familie wissen das. Ich bin Fan und werde es immer bleiben, und ich entschuldige mich zu 100 Prozent bei jedem, der den Zeitpunkt für unglücklich hielt, denn mein erstes Tor nach der Rückkehr fiel nun einmal gerade gegen meinen Heimatklub.“
Zum Abschluss wünschte er „Frank und den Jungs“, gemeint sind Coventry-Trainer Frank Lampard und seine Mannschaft, alles Gute für den Rest der Saison. Coventry ist Maddisons Heimatklub und der Verein, bei dem er seine Profikarriere begann.
Ein Comeback gemeinsam mit Kulusevski
Das Ergebnis ging im Wirbel um den Jubel fast unter. Auch Dejan Kulusevski gab nach seiner Knieoperation sein Comeback und kam von der Bank, um gemeinsam mit Maddison auf dem Spielfeld zu stehen. Jack Rudoni glich für Coventry vier Minuten nach Wiederanpfiff aus, bevor Omar Marmoush in der 58. Minute die Führung der Spurs wiederherstellte und Ben Davies tief in der Nachspielzeit den dritten Treffer nachlegte.
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Maddison, der in der 69. Minute ausgewechselt wurde, wurde von 70 Prozent der Tottenham-Fans zum Spieler des Spiels gewählt. Sein Kommentar nach der Partie, der noch vor dem Hochkochen der Empörung in den sozialen Medien kam, drehte sich um das Tor und nicht um den Jubel.
„In diesen dunklen Tagen der Reha nach dem Kreuzbandriss träumt man von solchen Momenten und solchen Toren. Das ist immer das Licht am Ende des Tunnels“, sagte er.
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