Kane enthüllt frühe Gespräche mit Kompany, während sich der rücksichtslose Stil des FC Bayern herausbildet
Die jüngste Bundesliga-Leistung des FC Bayern München hat das wachsende Gefühl verstärkt, dass das Rennen um die Meisterschaft in dieser Saison deutlich früher entschieden sein könnte als sonst. Der deutliche Auswärtssieg des Tabellenführers bei RB Leipzig unterstrich sowohl seine zahlenmäßige Überlegenheit als auch die Mentalität, die die Mannschaft unter dem neuen Cheftrainer Vincent Kompany auszeichnet.
Wie BILD berichtete, verwandelte der FC Bayern einen kurzen Rückschlag in einen weiteren überzeugenden Sieg, überrollte Leipzig nach einem frühen Rückstand und ließ kaum Zweifel an der Kräfteverteilung in der Liga.
Von Widerstand zum Einbruch in Leipzig
Leipzig bot dem FC Bayern zunächst Paroli, ging mit 1:0 in Führung und kontrollierte große Teile der ersten Halbzeit. Doch alle Hoffnungen auf eine anhaltende Gegenwehr schwanden nach dem Seitenwechsel. Der FC Bayern traf fünfmal und zerlegte ein Leipziger Team, in dem unter anderem Nationalspieler David Raum stand, und offenbarte die defensive Anfälligkeit der Gastgeber.
Mit diesem Ergebnis bleibt der FC Bayern nach 18 Ligaspielen ungeschlagen und hat nur zwei Unentschieden auf dem Konto. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten Borussia Dortmund ist mittlerweile auf elf Punkte angewachsen – ein Abstand, der sich zu diesem Zeitpunkt der Saison bereits als vorentscheidend anfühlt.
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Auch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der FC Bayern hat bislang 71 Tore in der Liga erzielt – ein Schnitt von fast vier Toren pro Spiel – mit Harry Kane als zentraler Figur im Offensivspiel.
Dominanz mit System
Nach dem Spiel gab Kane Einblick in die Entstehung des kompromisslosen Spielstils des FC Bayern, der schon lange vor der aktuellen Erfolgsserie angelegt wurde. In Aussagen, die BILD veröffentlichte, erinnerte sich der Stürmer an ein erstes Gespräch mit Kompany kurz nach dessen Amtsantritt.
„Ich erinnere mich an mein erstes Telefonat mit dem Trainer, als er den Bayern-Job übernommen hat. Schon damals sagte er mir, dass wir jeden Gegner gnadenlos angehen würden“, so Kane.
Anstatt sich auf einzelne Spiele zu konzentrieren, beschrieb Kane eine übergeordnete Philosophie, die die tägliche Arbeit im Verein prägt.
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Eine Mentalität, die kein Nachlassen erlaubt
Kane erklärte, dass Kompany von Anfang an konsequente Offensivlust gefordert habe – unabhängig vom Spielstand. „Er sagte von Beginn an: Wenn wir 1:0 führen, gehen wir aufs zweite Tor. Wenn wir 3:0 führen, wollen wir das vierte. Das ist unsere Denkweise“, sagte er.
Laut dem englischen Nationalspieler wird diese Haltung auch im Training gelebt, wo der Konkurrenzkampf hoch ist und die Anforderungen entsprechend. Die Wirkung, so Kane, sei an den Spieltagen klar erkennbar: Der FC Bayern bleibe auch bei komfortabler Führung weiter offensiv ausgerichtet.
Blick auf die entscheidenden Monate
Trotz der dominanten Ausgangslage wies Kane die Vorstellung zurück, ein früher Titelgewinn könne später in der Saison zur Selbstzufriedenheit führen. Er betonte, dass sich an der derzeitigen Herangehensweise nichts ändern werde – selbst wenn der Titel schon lange vor Mai feststeht.
„Ich würde mich nicht beschweren, wenn wir die Meisterschaft im März oder April gewinnen“, sagte Kane. „Mit unserer aktuellen Einstellung würde das nichts ändern. Wir spielen einfach weiter so, wie wir spielen.“
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Vorerst bleibt den Bayern-Konkurrenten nur, einem Team hinterherzujagen, das keinerlei Anzeichen von Nachlassen zeigt – ungeachtet des bereits komfortablen Vorsprungs an der Tabellenspitze.
Quelle: BILD (Spielbericht und Interviews nach dem Spiel)
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