Alpine enthüllt 2026er Formel-1-Auto auf hoher See
Eine präsentation fernab des gewohnten rahmens
Alpine stellte die Lackierung seines Formel 1 Fahrzeugs für die Saison 2026 bei einer Veranstaltung an Bord eines Kreuzfahrtschiffs in Barcelona vor, organisiert gemeinsam mit Sponsor MSC Cruises. Laut einem Bericht von Jack Cozens von The Race handelte es sich dabei nicht um den finalen A526, sondern um ein Showcar, das die kommenden technischen Vorgaben widerspiegeln soll.
Optisch bleibt Alpine seiner bisherigen Identität treu. Die Lackierung basiert weiterhin auf einem glänzenden Blauton mit pinken Akzenten. Neu ist die Rückkehr blauer Seitenkästen, nachdem diese zum Ende der Saison 2025 überwiegend pink gestaltet waren. Das BWT Logo bleibt gut sichtbar in Pink auf der Karosserie platziert.
Der Zeitpunkt der Präsentation fiel nur wenige Tage vor den ersten nicht öffentlichen Testfahrten der Formel 1 Fahrzeuge nach 2026er Spezifikation auf dem Circuit de Barcelona Catalunya.
Erste testkilometer liefern hinweise
Während in Barcelona vor allem das Erscheinungsbild im Fokus stand, hat Alpines tatsächliches Auto für 2026 bereits erste Runden auf der Strecke absolviert. Laut The Race tauchten Anfang der Woche erste Bilder eines Shakedowns in Silverstone auf.
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Pierre Gasly absolvierte dabei rund 140 Kilometer von den maximal erlaubten 200 Kilometern. Die Testfahrt fand unter schwierigen Bedingungen statt, da Regen und nachlassendes Tageslicht den Ablauf einschränkten.
Die ersten Aufnahmen zeigten deutliche Unterschiede bei der Motorverpackung und der Gestaltung der Seitenkästen im Vergleich zum Mercedes Werksteam. Diese Abweichungen verdeutlichen die Anpassungen, die mit Alpines neuem Status als Kundenteam verbunden sind.
Rückkehr zu mercedes power mit bekanntem modell
Der Wechsel zu Mercedes Antrieben stellt einen bedeutenden Schritt für Alpine dar, das seine Rolle als Werksmotorenhersteller aufgegeben hat. Laut The Race greift das Team aus Enstone damit auf ein bekanntes Konzept zurück, nachdem es bereits 2015 unter dem Namen Lotus mit Mercedes Motoren antrat.
Der Strategiewechsel folgt auf eine schwierige Saison 2025. Alpine belegte den letzten Platz in der Konstrukteurswertung, erzielte jedoch 22 Punkte und war damit statistisch das punktestärkste Schlusslicht in der Geschichte der Formel 1.
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Eine bewusste wette auf den nächsten regelzyklus
Anstatt Ressourcen weiter in das Auto von 2025 zu investieren, entschied sich Alpine frühzeitig, die Entwicklung einzustellen und den Fokus vollständig auf das Projekt 2026 zu verlagern. Ausschlaggebend war der Umfang der bevorstehenden Regeländerungen, die sowohl neue Motoren als auch grundlegend überarbeitete Chassis betreffen.
Technikdirektor David Sanchez erläuterte diese Entscheidung im vergangenen Jahr gegenüber The Race mit den Worten, „Unsere Strategie für 25 war im Grunde, so viel wie möglich und so früh wie möglich in das Auto für 2026 zu investieren, weil wir nur so den nächsten Schritt machen konnten, um grundlegende Einschränkungen zu beseitigen, deren Entwicklung Zeit braucht.“
Die Präsentation auf dem Kreuzfahrtschiff war für Alpine damit mehr als eine reine Design Enthüllung. Sie markierte öffentlich den Beginn eines umfassenden Neuanfangs, mit dem das Team hofft, sich im kommenden technischen Zeitalter der Formel 1 neu zu positionieren.
Quellen: The Race
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