Klopp mit Real Madrid in Verbindung gebracht, während Zweifel an der Ausrichtung des Vereins bestehen bleiben
Die kurzfristige Stabilität von Real Madrid mag sich auf dem Platz verbessert haben, doch die Unsicherheit über die langfristige Führung des Klubs befeuert weiterhin Spekulationen in Spanien unter anderem mit neuen Verbindungen zum ehemaligen Liverpool-Trainer Jürgen Klopp.
Klopp, der sich im vergangenen Jahr aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hat und nun als Global Head of Football bei Red Bull tätig ist, wurde laut spanischen Medien intern von Real-Verantwortlichen ins Gespräch gebracht. Derzeit scheint ein möglicher Wechsel jedoch auf Eis zu liegen.
Trainerwechsel ohne klare Kommunikation
Anfang des Monats entließ Real Madrid Xabi Alonso nach weniger als acht Monaten im Amt und setzte auf eine schnelle interne Lösung, indem Ex-Verteidiger Álvaro Arbeloa aus dem Castilla-Team befördert wurde.
Die Entscheidung wurde ohne große öffentliche Erklärung getroffen. Real gab weder Vertragsdetails bekannt, noch wurde Arbeloas Aufgabenprofil umrissen ein ungewöhnlicher Mangel an Transparenz für einen Klub, der für sein striktes Kommunikationsmanagement bekannt ist.
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Arbeloas Einstand verlief enttäuschend: Real schied bereits in der dritten Runde der Copa del Rey gegen Zweitligist Albacete aus. Zwar stabilisierten sich die Ergebnisse anschließend darunter ein 2:0-Sieg in La Liga gegen Levante und ein 6:1-Erfolg in der Champions League gegen Monaco doch die Fragen zur langfristigen Planung bleiben unbeantwortet.
Gerüchte um Klopp mit Vorsicht behandelt
Laut Diario AS wurde Klopps Name Anfang des Monats von Führungspersonen bei Real diskutiert, allerdings berichtet das Medium, dass die Idee derzeit „auf Eis“ liege.
Klopp äußerte sich zu den Gerüchten in einem Beitrag von The Athletic und zeigte sich eher ablehnend.
„Ich weiß, dass ich eine Fußballmannschaft trainieren kann, aber das heißt nicht, dass ich das bis zum letzten Tag tun muss ... Ich will nicht woanders sein“, sagte er und fügte hinzu, dass er die Spekulationen „teils amüsiert, teils genervt“ zur Kenntnis genommen habe.
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Diese Aussagen verstärken den Eindruck, dass Klopp aktuell nicht aktiv nach einer Rückkehr auf die Trainerbank strebt trotz anhaltendem Interesse von Topklubs.
Kaderveränderungen bei einem möglichen Umbruch
Sollte Klopp seine Meinung ändern, berichtet das in Madrid ansässige Portal Defensa Central, dass sein möglicher Amtsantritt wohl mit einem umfassenden personellen Umbruch einhergehen würde.
Dem Bericht zufolge wären insbesondere die Außenverteidiger Dani Carvajal und Ferland Mendy gefährdet, da sie nicht in Klopps bevorzugtes System passen sollen.
Carvajal, mittlerweile 34 Jahre alt, befindet sich nach seiner Rückkehr von einem Kreuzbandriss im letzten Vertragsjahr. Mendy wiederum erlebt eine weitere durchwachsene Saison, in der er aufgrund wiederkehrender Muskelprobleme nur selten zum Einsatz kam.
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Vorerst liegt der Fokus bei Real Madrid weiterhin auf den Ergebnissen unter Arbeloa. Doch das Fehlen einer klaren langfristigen Strategie lässt weiterhin Raum für Spekulationen und für das Wiederauftauchen altbekannter Namen in der Diskussion.
Quellen: Diario AS, The Athletic, Defensa Central
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