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Donald Trump wird aufgefordert, angesichts der Menschenrechtswarnungen im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft „dringende Maßnahmen“ zu ergreifen

Amnesty International warnt, dass die US-amerikanischen Einwanderungs- und Sicherheitsmaßnahmen Fans, Spieler und Medienvertreter beeinträchtigen könnten, die an der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 teilnehmen, und damit allgemeinere Bedenken hinsichtlich der Bürgerrechte während des Turniers aufwerfen.

In einem 36-seitigen Bericht, der am 30. März veröffentlicht wurde, erklärte die Menschenrechtsorganisation, dass die derzeitigen Durchsetzungsmaßnahmen die Rechte von Migranten und Besuchern untergraben könnten, während sich Millionen von Menschen darauf vorbereiten, für den Wettbewerb durch Nordamerika zu reisen.

Die Weltmeisterschaft, die gemeinsam von den USA, Mexiko und Kanada ausgerichtet wird, beginnt am 11. Juni. Die Mehrheit der Spiele, darunter auch das Finale im MetLife Stadium, soll in den Vereinigten Staaten stattfinden.

Bedenken hinsichtlich Einreise und Durchsetzung

Laut Amnesty International könnten bestehende Reisebeschränkungen und Einwanderungskontrollen Fans aus mehreren Ländern, darunter die Elfenbeinküste, Haiti, Iran und Senegal, an der Einreise in die Vereinigten Staaten hindern.

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Die Organisation wies zudem auf die mögliche Präsenz von Beamten der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) bei Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft hin, was ihrer Ansicht nach bei einigen Besuchern ein Klima der Angst schaffen könnte.

Amnesty forderte die US-Behörden auf, diese Maßnahmen zu überprüfen, und rief dazu auf, das zu beenden, was sie als diskriminierende Reiseverbote und Kontrollpraktiken bezeichnet.

Warnungen vor Überwachung und Einschränkungen des Demonstrationsrechts

Der Bericht hebt außerdem Bedenken hinsichtlich der Überwachung an den US-Grenzen hervor. Amnesty erklärte, dass einige Reisende Durchsuchungen ihrer Aktivitäten in sozialen Medien ausgesetzt sein könnten, einschließlich der Überprüfung von Inhalten, die als „anti-amerikanisch“ eingestuft werden.

Über die Vereinigten Staaten hinaus warnte die Organisation, dass alle drei Gastgeberländer Einschränkungen verhängen könnten, die das Recht auf Protest während des Turniers begrenzen.

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Deutlicher Anstieg von Abschiebungen

Der Bericht von Amnesty macht zudem auf einen starken Anstieg von Abschiebungen und Festnahmen in den USA aufmerksam, den die Organisation mit einer verschärften Durchsetzung der Einwanderungspolitik in Verbindung bringt.

Steven Cockburn, Leiter für wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit bei Amnesty International, sagte: „Die US-Regierung hat im Jahr 2025 mehr als 500.000 Menschen aus den Vereinigten Staaten abgeschoben – mehr als sechsmal so viele Menschen, wie das Finale der Weltmeisterschaft im MetLife Stadium verfolgen werden.“

Er fügte hinzu: „Der rekordverdächtige Anstieg rechtswidriger Festnahmen und Abschiebungen war nur möglich, weil rechtsstaatliche Garantien ausgehöhlt wurden, wodurch die Rechte auf Freiheit und Sicherheit von Hunderttausenden Migranten und Flüchtlingen untergraben wurden. Diese Maßnahmen haben Gemeinschaften auseinandergerissen und im ganzen Land ein Klima der Angst geschaffen. Es ist eine zutiefst besorgniserregende Zeit in den USA, die sich zweifellos auch auf Fans auswirken wird, die an den Feierlichkeiten rund um die Weltmeisterschaft teilnehmen möchten.“

Ein Turnier unter verstärkter Beobachtung

Die Ergebnisse verstärken die anhaltende Beobachtung, wie die Gastgeberländer bei einem der größten Sportereignisse der Welt Sicherheit und Bürgerrechte in Einklang bringen werden.

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Obwohl es in den vergangenen Monaten Aufrufe gegeben hat, das Turnier zu boykottieren, hat sich bislang kein Team offiziell zurückgezogen. Fragen hinsichtlich der Teilnahme Irans bestehen weiterhin angesichts geopolitischer Spannungen, wobei noch keine endgültige Entscheidung bekannt gegeben wurde.

Von den insgesamt 104 Spielen des Turniers sollen 78 in den Vereinigten Staaten ausgetragen werden.

Quellen: Amnesty International

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.