Der Weggang von Verstappens Mechaniker verstärkt die Unsicherheit bei Red Bull nach Suzuka
Ein gemeldeter Abgang im engsten Umfeld von Max Verstappen hat das wachsende Gefühl der Instabilität bei Red Bull nach einem schwierigen Großen Preis von Japan weiter verstärkt.
Das deutsche Medium F1-Insider berichtet, dass Ole Schack, Verstappens zweiter Mechaniker, gekündigt hat und das Team nach Suzuka verlassen soll. Dem Bericht zufolge begründet er seine Entscheidung mit „einer Veränderung der Arbeitsatmosphäre im Team“.
Schack ist seit dem Übergang von Jaguar Racing zu Red Bull im Jahr 2005 Teil der Organisation und arbeitete mit verschiedenen Fahrerpaarungen, darunter David Coulthard, Sebastian Vettel und zuletzt Verstappen. Sein Abgang würde, sollte er bestätigt werden, einen weiteren erfahrenen Mitarbeiter aus der Weltmeistermannschaft bedeuten.
Diese Entwicklung kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt für Red Bull. Verstappen qualifizierte sich in Suzuka als Elfter und beendete das Rennen auf dem achten Platz, nachdem es ihm in der Schlussphase nicht gelungen war, den Alpine von Pierre Gasly zu überholen. Das Ergebnis unterstreicht einen schwierigen Start in die Saison 2026, in der das Team im Vergleich zu Mercedes, Ferrari und McLaren an Pace fehlt und zudem anhaltende Probleme mit dem Batterieeinsatz bewältigen muss.
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Unklar ist, ob Schacks gemeldeter Abgang mit umfassenderen Veränderungen innerhalb des Teams zusammenhängt. Red Bull hat in den vergangenen 18 Monaten mehrere Führungspersonen verloren, während CEO Oliver Mintzlaff nach dem Tod des Gründers Dietrich Mateschitz eine aktivere Rolle in der Organisation übernommen hat.
Weitere Veränderungen haben bereits Verstappens Seite der Garage betroffen. Sein langjähriger erster Mechaniker, Matt Caller, verließ das Team Ende 2025 in Richtung Audi, während Jon Caller in dieser Saison die Rolle übernommen hat.
Im Gespräch mit BBC Sport in Suzuka deutete Verstappen an, dass seine Frustration über die Ergebnisse hinausgeht und vielmehr mit den Fahreigenschaften der aktuellen Fahrzeuggeneration zusammenhängt.
„Ich möchte hier sein, um Spaß zu haben, eine gute Zeit zu haben und es zu genießen. Im Moment ist das nicht wirklich der Fall“, sagte er.
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„Aber sobald ich im Auto sitze, macht es leider nicht besonders viel Spaß. Ich versuche es.“
Er fügte hinzu: „Irgendwann ist es einfach nicht mehr das, was ich machen möchte.“
Auch wenn Verstappen sich nicht zu seiner langfristigen Zukunft bekannt hat, verdeutlichen seine Aussagen eine wachsende Entfremdung zwischen dem Fahrer und dem aktuellen Formel-1-Reglement – und werfen weitere Fragen auf, während Red Bull zu Beginn der Saison sowohl mit Leistungs- als auch mit personellen Herausforderungen zu kämpfen hat.
Quellen: F1-Insider, BBC Sport, SPORTbible
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