Die 30 größten Liverpool-Spieler aller Zeiten – das komplette Ranking
Eine Allzeitliste von Liverpool kann nicht nur auf Talent beruhen. Sie muss verschiedene Epochen, unterschiedliche Rollen im Team und die Bedeutung eines Spielers für den Klub zusammenbringen. Diese Top 30 basiert auf dem Ranking von GiveMeSport und orientiert sich an denselben Maßstäben wie der Originaltext: individuelle Leistungen, Statistiken, Titel, Auszeichnungen und vor allem der nachhaltige Einfluss auf Liverpool. Als statistische Grundlage für Einsätze, Tore und Vereinsrekorde dient zudem Transfermarkt – Rekordspieler des FC Liverpool, während Titel und Erfolge über Transfermarkt – Vereinserfolge des FC Liverpool nachvollzogen werden können.
Im folgenden Ranking ist die Reihenfolge vollständig übernommen, aber sprachlich zu einer flüssigen deutschen Topliste umgeschrieben. Jede Position erklärt, was den jeweiligen Spieler ausgezeichnet hat, wo seine kleinen Schwächen oder Grenzen im historischen Vergleich lagen und warum er dennoch zu den größten Namen gehört, die jemals das Liverpool-Trikot getragen haben.
30. Luis Suarez

Luis Suarez schafft es vor allem wegen seines außergewöhnlichen Niveaus in diese Liste. In nur drei Jahren an der Anfield Road war er ein Angreifer, der Abwehrreihen im Alleingang zerstören konnte und in fast jedem Spiel für Magie sorgte. Seine größten Stärken waren seine Technik auf engstem Raum, sein unberechenbares Dribbling und sein kompromissloser Abschluss. Der Makel in seiner Liverpool-Bilanz ist jedoch klar: Seine Zeit beim Klub war kurz, und die Trophäenausbeute blieb im Vergleich zu vielen Spielern über ihm überschaubar. Trotzdem war seine Wirkung so gewaltig, dass er in einem Top-30-Ranking nicht fehlen darf.
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29. Andrew Robertson

Andrew Robertson entwickelte sich vom günstigen Transfer zu einem der besten Linksverteidiger seiner Generation. Er brachte über Jahre hinweg Energie, Intensität, Führungsstärke und eine enorme Verlässlichkeit in Liverpools Spiel. Besonders stark war er in der Balance zwischen Defensive und Offensive, weil er konsequent anlief, präzise flankte und selten in seiner Leistung abfiel. Sein kleiner Nachteil im Vergleich zu höher platzierten Legenden liegt darin, dass andere Spieler noch ikonischere Momente oder einen noch größeren historischen Fußabdruck hinterlassen haben. Sein Anteil an mehreren großen Titeln macht ihn aber ganz klar zu einem verdienten Top-30-Namen.
28. Jordan Henderson

Jordan Henderson war nie der eleganteste oder spektakulärste Mittelfeldspieler dieser Liste, doch genau das macht seine Karriere bei Liverpool so bemerkenswert. Er führte das Team mit Disziplin, Mentalität und hoher taktischer Verantwortung durch eine der erfolgreichsten Phasen der Neuzeit. Seine Stärken lagen in seiner Führungsqualität, seiner Laufarbeit und seiner Bereitschaft, die unbequemen Aufgaben für die Mannschaft zu übernehmen. Im direkten Vergleich mit einigen anderen Liverpool-Mittelfeldspielern fehlte ihm vielleicht die natürliche Genialität am Ball. Als Kapitän eines Teams, das den Klub zurück an die nationale und europäische Spitze führte, ist sein Platz in dieser Rangliste trotzdem absolut gerechtfertigt.
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27. Sadio Mane

Sadio Mane war in seiner besten Zeit einer der explosivsten Offensivspieler Europas. Er verband Tempo, Zielstrebigkeit, Pressing und Torgefahr auf eine Weise, die perfekt zu Jürgen Klopps Liverpool passte. Besonders wertvoll war, dass er nicht nur glänzte, sondern auch in den größten Spielen ablieferte und der Mannschaft ein permanentes Bedrohungspotenzial gab. Der einzige Punkt, der ihn im Ranking etwas bremst, ist die Tatsache, dass andere Spieler länger blieben oder noch stärker mit der Vereinsgeschichte verwoben sind. An seiner Klasse und seinem Einfluss auf die erfolgreichste moderne Liverpool-Ära ändert das jedoch nichts.
26. Michael Owen

Michael Owen war ein Wunderkind, das sehr früh zum Weltstar wurde. Mit seiner brutalen Beschleunigung, seinem Timing in der Tiefe und seiner eiskalten Chancenverwertung war er jahrelang einer der gefährlichsten Stürmer Europas. Dass er den Ballon d’Or gewann und Liverpools Treble-Saison 2000/01 entscheidend mitprägte, stärkt seine Position enorm. Die Schwäche in seinem Liverpool-Erbe ist eher biografisch als sportlich, denn er verließ den Klub relativ früh und konnte sein Vermächtnis deshalb nicht über einen noch längeren Zeitraum ausbauen. Dennoch war sein Niveau zu hoch, um ihn aus den 30 Größten herauszulassen.
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25. Roberto Firmino

Roberto Firmino war der strategische Mittelpunkt von Liverpools berühmter Angriffsreihe. Während andere häufiger die Schlagzeilen bekamen, war er der Spieler, der Räume schuf, Verbindungen herstellte und das Pressing intelligent koordinierte. Seine größten Stärken waren seine Spielintelligenz, seine Technik unter Druck und seine selbstlose Art, die Mannschaft über den eigenen Glanz zu stellen. Im Vergleich zu manch anderem Offensivspieler auf dieser Liste fallen seine nackten Torzahlen etwas weniger spektakulär aus. Gerade weil er Liverpools Angriff aber auf einer tieferen taktischen Ebene besser machte, ist seine Aufnahme in diese Liste mehr als verdient.
24. Alisson Becker

Mit Alisson Becker veränderte sich Liverpool auf einen Schlag. Er brachte Ruhe, Sicherheit und Weltklasse ins Tor, dazu eine Spieleröffnung, die dem Team eine völlig neue Kontrolle verlieh. Seine Reflexe, seine Gelassenheit in Drucksituationen und sein Gespür für große Momente machten ihn zu einem Schlüsselspieler der jüngsten Titelgewinne. Dass seine Liverpool-Laufbahn noch nicht so lang ist wie die mancher Klublegenden vor ihm, ist der Hauptgrund dafür, dass er nicht noch höher steht. Rein qualitativ gehört er jedoch ohne Zweifel zu den besten Torhütern, die Liverpool je hatte.
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23. Trent Alexander-Arnold

Trent Alexander-Arnold hatte das Talent, viel weiter oben in dieser Liste zu landen. Seine Passqualität, seine Flanken, seine Kreativität aus der Tiefe und seine Fähigkeit, das Spiel als Rechtsverteidiger zu kontrollieren, waren außergewöhnlich. Er war ein Eigengewächs, gewann früh große Titel und schien wie geschaffen dafür, eine Liverpool-Ikone für viele Jahre zu werden. Der große Makel in seiner Geschichte ist aus Sicht des Rankings sein Abschied, der unter den Fans starke Spannungen ausgelöst hat und seine emotionale Stellung im Klub verändert. Trotzdem bleibt sein fußballerischer Einfluss so groß, dass sein Platz unter den 30 Besten unstrittig ist.
22. Sammy Lee

Sammy Lee war nie der glamouröseste Name in Liverpools Historie, aber genau solche Spieler prägen große Mannschaften oft stärker, als man auf den ersten Blick erkennt. Er überzeugte durch Arbeitsrate, taktische Disziplin und die Fähigkeit, sich in einem Spitzenensemble jederzeit nützlich zu machen. Seine Stärke lag darin, dass er dem Team Balance gab und wichtige Momente mit Entschlossenheit annahm. Im Vergleich zu den ganz großen Stars fehlte ihm vielleicht die Strahlkraft für das internationale Rampenlicht. Für Liverpool selbst war er jedoch ein enorm wertvoller Bestandteil einer goldenen Ära.
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21. Jamie Carragher

Jamie Carragher verkörperte Liverpool über viele Jahre mit jeder Faser. Er stand für Loyalität, Kampfgeist, Führungsmentalität und die Bereitschaft, für das Trikot an die Grenzen zu gehen. Seine größte Stärke war seine defensive Verlässlichkeit, gepaart mit Charakter und klarer Kommunikation, besonders in den ganz großen Europapokal-Nächten. Gegenüber technisch eleganteren Verteidigern dieser Liste wirkte er nie ganz so geschmeidig oder stilprägend am Ball. Als Identifikationsfigur, Dauerbrenner und zentraler Baustein des Champions-League-Triumphs 2005 ist sein Rang in dieser Top 30 trotzdem vollkommen logisch.
20. Ron Yeats

Ron Yeats war eine der tragenden Säulen beim Wiederaufstieg Liverpools unter Bill Shankly. Er gab der Mannschaft mit seiner Physis, seiner Präsenz und seiner Führungsstärke ein stabiles Fundament. Seine größten Vorzüge lagen in seiner Dominanz als Innenverteidiger und in seiner Wirkung als Persönlichkeit in einer Phase, in der Liverpool seine Identität neu formte. Dass spätere Generationen mehr Titel holten und international bekannter wurden, schmälert seine historische Rolle etwas im direkten Vergleich. Für den Aufbau des modernen Liverpool war Yeats dennoch eine Schlüsselfigur.
19. Ray Kennedy

Ray Kennedy gehört zu jenen Liverpool-Legenden, deren Bedeutung manchmal unterschätzt wird, weil spätere Stars stärker im kollektiven Gedächtnis verankert sind. Er war vielseitig einsetzbar, körperlich stark, passsicher und hatte ein gutes Gespür für wichtige Szenen. Besonders bemerkenswert war, wie erfolgreich er sich von einem offensiveren Spieler in eine tiefere Rolle entwickelte. Seine Schwäche im Ranking ist weniger sportlicher Natur als vielmehr eine Frage der Wahrnehmung, weil andere Namen aus dieser Zeit mehr Aufmerksamkeit bekommen. Wer aber so viele Titel mitprägt, verdient seinen Platz in den Top 20 ohne jede Diskussion.
18. Ronnie Whelan

Ronnie Whelan war der Inbegriff eines intelligenten, zuverlässigen Liverpool-Mittelfeldspielers. Er konnte verschiedene Rollen erfüllen, spielte sauber, arbeitete diszipliniert und hatte gleichzeitig die Fähigkeit, in großen Spielen Tore beizusteuern. Seine wichtigste Stärke war vielleicht, dass er über Jahre hinweg konstant auf hohem Niveau funktionierte, ohne sich in den Vordergrund drängen zu müssen. Gerade dadurch geriet er im Schatten größerer Persönlichkeiten manchmal etwas aus dem Fokus. Für eine dominante Mannschaft war er jedoch ein zentraler Stabilisator und damit völlig zurecht in dieser Liste vertreten.
17. Tommy Smith

Tommy Smith war Härte, Widerstandskraft und Liverpool-DNA in Reinform. Er spielte kompromisslos, furchtlos und mit einer physischen Präsenz, die Gegner einschüchterte, doch er war mehr als nur ein harter Verteidiger. Hinter seinem Ruf steckten auch Spielintelligenz, Disziplin und ein starkes Gespür für Verantwortung. Sein Nachteil im historischen Vergleich ist, dass seine Härte manchmal die feineren Seiten seines Spiels überstrahlt. Gerade deshalb lohnt sich der Blick auf sein Gesamtbild: Smith war nicht nur gefürchtet, sondern auch enorm wichtig für eine Mannschaft, die Geschichte schrieb.
16. Robbie Fowler

Robbie Fowler war einer der natürlichsten Torjäger, die Liverpool je hervorgebracht hat. Seine Bewegungen im Strafraum, sein Abschluss mit beiden Füßen und seine Fähigkeit, aus wenig Raum Gefahr zu erzeugen, machten ihn zu einem Albtraum für Verteidiger. Die Fans liebten ihn nicht nur wegen seiner Tore, sondern auch wegen der besonderen Aura, die er als echter Anfield-Favorit ausstrahlte. Im Vergleich zu einigen Spielern vor ihm fehlte es seiner Liverpool-Geschichte an derselben durchgehenden Teamdominanz oder an einem noch längeren Hoch. Trotzdem ist seine Klasse als Stürmer unbestreitbar.
15. Emlyn Hughes

Emlyn Hughes war ein Kapitän, der Liverpool mit Energie, Mut und Führungsstärke vorantrieb. Er spielte mit unbändigem Willen, war vielseitig einsetzbar und brachte eine ansteckende Intensität auf den Platz. Gerade in den prägenden Jahren seines Teams war seine Persönlichkeit ein zentraler Faktor für den Erfolg. Dass andere Spieler über ihm entweder statistisch noch stärker oder noch mythischer mit der Vereinsgeschichte verbunden sind, erklärt seine Positionierung. Sein Einfluss auf Mentalität und Siegerkultur ist dennoch so groß, dass ein Platz in den Top 15 absolut angemessen ist.
14. Ian St John

Ian St John war einer der Spieler, die Liverpool in der Shankly-Zeit wirklich verändert haben. Als Stürmer brachte er Tore, Präsenz und ein Gefühl für bedeutende Momente, darunter das entscheidende Tor im FA-Cup-Finale 1965. Seine größte Stärke war nicht nur seine Trefferquote, sondern seine Rolle als Symbol eines neuen Liverpool, das sich auf den Weg nach oben machte. Dass spätere Generationen weltweit stärker wahrgenommen wurden, ist der Hauptgrund, warum er heute manchmal etwas unter dem Radar läuft. Historisch betrachtet war er aber einer der wichtigsten frühen Architekten des Erfolgs.
13. Virgil van Dijk

Virgil van Dijk hat Liverpools Abwehr nicht einfach verbessert, sondern neu definiert. Mit seiner Ruhe, seinem Stellungsspiel, seiner Kopfballstärke und seiner Fähigkeit, Angriffe mit langen Pässen einzuleiten, gab er dem Team sofort eine völlig neue Autorität. Seine größte Stärke liegt darin, dass er Defensive und Spielaufbau auf Weltklasse-Niveau miteinander verbindet. Im historischen Vergleich fehlt ihm gegenüber einigen älteren Legenden lediglich die extrem lange Anfield-Karriere. An seinem Einfluss auf Liverpools moderne Titelära und an seinem Rang unter den größten Verteidigern der Klubgeschichte gibt es dennoch keinen Zweifel.
12. John Barnes

John Barnes war einer der begabtesten Offensivspieler, die je in England gespielt haben. Er verband Tempo, Dribbling, Kreativität und Torgefahr auf eine Weise, die Verteidiger oft hilflos wirken ließ. Zugleich trägt sein Liverpool-Vermächtnis auch eine tiefere Ebene, weil er seine Klasse in einer Zeit massiver rassistischer Anfeindungen behauptete. Dass er nicht noch höher rangiert, liegt laut der Logik dieser Liste vor allem daran, dass seine Liverpool-Zeit nicht mit der dominantesten Epoche der 1970er zusammenfiel. Seine Qualität und Ausstrahlung machen ihn trotzdem zu einer absoluten Klubikone.
11. Kevin Keegan

Kevin Keegan war ein enorm dynamischer Stürmer, der Liverpool in den 1970ern mitprägte. Er kombinierte Laufstärke, Technik, Charisma und Torgefahr und war damit weit mehr als nur ein klassischer Angreifer. Seine Partnerschaft mit John Toshack gehört zu den legendären Offensivduos der englischen Fußballgeschichte. Ein kleiner Makel in seiner Liverpool-Bilanz ist, dass seine beiden Ballon-d’Or-Titel erst nach seinem Wechsel zu Hamburg folgten. Sein Einfluss auf Liverpools Aufstieg zur europäischen Spitzenmannschaft bleibt dennoch so groß, dass er nur knapp an den Top 10 vorbeischrammt.
10. Ray Clemence

Ray Clemence setzte im Liverpool-Tor über viele Jahre hinweg einen Maßstab, den nur wenige erreicht haben. Seine Konstanz, seine Ruhe und seine Fähigkeit, nach langen ruhigen Phasen doch den entscheidenden Save zu liefern, machten ihn zu einem außergewöhnlichen Schlussmann. Die Zahl seiner Einsätze, seiner Zu-null-Spiele und seiner Titel unterstreicht, wie bedeutend er für den Klub war. Dass er nicht noch höher steht, liegt vor allem daran, dass die Spieler vor ihm oft noch stärkere Symbolfiguren ihrer jeweiligen Ära wurden. Als Torhüter gehört Clemence aber in jede Diskussion über Liverpools absolute Elite.
9. Alan Hansen

Alan Hansen war seiner Zeit als Innenverteidiger weit voraus. Er spielte mit einer Eleganz und Ruhe, die seine Position fast mühelos wirken ließ, und war gleichzeitig defensiv höchst verlässlich. Seine Stärken lagen in der Antizipation, im sauberen Aufbauspiel und in der Fähigkeit, das Tempo eines Spiels mit Ball zu kontrollieren. Gegenüber einigen der ganz großen Ikonen vor ihm fehlt vielleicht ein wenig die emotionale Überhöhung, die Legenden im kollektiven Gedächtnis manchmal noch größer macht. Rein spielerisch zählt Hansen jedoch zu den besten Verteidigern, die Liverpool je hatte.
8. Ian Callaghan

Ian Callaghan ist eine jener Liverpool-Geschichten, die heute fast unmöglich erscheinen. Als lokaler Spieler blieb er dem Klub über gewaltige Umbruchphasen hinweg treu und wurde am Ende zum Rekordspieler des Vereins. Seine größte Stärke war seine Dauerhaftigkeit, gepaart mit Verlässlichkeit und der Fähigkeit, in ganz verschiedenen Liverpool-Mannschaften eine tragende Rolle zu spielen. Im Vergleich zu extrovertierteren Stars wirkte er nie besonders spektakulär oder laut. Gerade diese stille Größe ist aber ein wesentlicher Grund, warum sein Platz in den Top 10 mehr als berechtigt ist.
7. Roger Hunt

Roger Hunt war einer der entscheidenden Torjäger im Wandel Liverpools vom Zweitligisten zum nationalen Schwergewicht. Mit seinem Stellungsspiel, seiner Effizienz vor dem Tor und seiner bemerkenswerten Konstanz prägte er eine ganze Ära. Seine größte Stärke war, dass er nicht nur Tore schoss, sondern dies über Jahre hinweg auf einem Niveau tat, das den Klub nachhaltig veränderte. Aus heutiger Sicht ist sein Nachteil vor allem, dass jüngere Fans die späteren Generationen meist präsenter vor Augen haben. An seiner historischen Bedeutung für Liverpool ändert das jedoch überhaupt nichts.
6. Graeme Souness

Graeme Souness war im Mittelfeld eine Macht. Er brachte Härte, Führungsqualität, Übersicht und eine starke Passreichweite mit, dazu auch die Fähigkeit, selbst gefährlich zu werden. Seine größte Stärke war die Kombination aus technischer Klasse und kompromissloser Präsenz, die Liverpool in vielen Spielen die Kontrolle verschaffte. Über ihm stehen nur Spieler, deren Name in der Klubgeschichte noch einmal eine besondere emotionale oder statistische Dimension erreicht hat. Innerhalb seiner Rolle als dominanter Mittelfeldlenker gehört Souness aber zweifellos zu den ganz Großen.
5. Ian Rush

Ian Rush ist Liverpools Rekordtorschütze, und schon allein das macht seinen Platz in den Top 5 unausweichlich. Er war nicht nur ein Vollstrecker, sondern auch ein intelligenter Läufer, ein hervorragender Pressingstürmer und ein Spieler mit starkem Gespür für Räume. Seine größte Stärke bestand darin, dass er über zwei Phasen hinweg konstant Tore auf höchstem Niveau lieferte und dennoch immer im Dienst der Mannschaft blieb. Einen wirklichen Schwachpunkt in seiner Liverpool-Bilanz gibt es kaum, weshalb nur ganz wenige Namen überhaupt vor ihm stehen können. Als Stürmer ist Rush einer der absoluten Maßstäbe der Vereinsgeschichte.
4. Billy Liddell

Billy Liddell war in schwierigen Jahren der große Lichtblick des Klubs. Er besaß Tempo, Dribbelstärke, Durchschlagskraft und einen harten Abschluss und trug Liverpool in einer Phase, in der die Mannschaft nicht dieselbe Qualität um ihn herum hatte wie spätere Generationen. Genau darin liegt seine größte Stärke: Er war nicht nur ein Star in einem starken Team, sondern oft der Spieler, der ein durchschnittlicheres Team über Wasser hielt. Sein Nachteil im Vergleich zu einigen Namen hinter ihm ist die geringere Titelzahl, die stark von der Epoche geprägt wurde. Gerade deshalb bleibt sein Platz so weit oben besonders eindrucksvoll.
3. Mohamed Salah

Mohamed Salah hat sich durch pure Klasse und vor allem durch Konstanz in die absolute Liverpool-Unsterblichkeit gespielt. Sein Tempo, seine Abschlussstärke, seine Bewegungen in den Halbräumen und seine Verlässlichkeit in großen und kleinen Spielen machten ihn zu einem der produktivsten Spieler der Klubgeschichte. Seine größte Stärke ist, dass er individuelle Ausnahmestatistiken mit kollektiven Erfolgen verbinden konnte. Dass er nicht auf Platz eins steht, liegt nur daran, dass die beiden Namen vor ihm im Liverpool-Kosmos noch tiefer mythologisch aufgeladen sind. In Sachen Output und moderner Größe steht Salah aber auf einer Stufe mit den Allerbesten.
2. Steven Gerrard

Steven Gerrard war für viele Fans Liverpool in Person. Er vereinte Führungsstärke, Technik, Dynamik, Schusskraft und die Fähigkeit, ein Spiel allein durch seinen Willen zu kippen. Besonders beeindruckend war, dass er auch in schwierigeren Jahren das Niveau des Klubs trug und trotzdem immer wieder Momente für die Ewigkeit schuf. Der offensichtliche Makel in seiner Liverpool-Geschichte ist, dass ihm der Meistertitel mit seinem Herzensklub verwehrt blieb. Trotzdem ist sein Vermächtnis als Spieler, Kapitän und Symbolfigur so groß, dass ihn nur eine Liverpool-Legende übertrifft.
1. Kenny Dalglish

Kenny Dalglish steht an der Spitze, weil seine Liverpool-Geschichte nahezu alles vereint, was eine Vereinsikone ausmacht. Er war als Spieler intelligent, kreativ, torgefährlich und in großen Spielen außergewöhnlich verlässlich. Seine größte Stärke lag darin, dass er den Rhythmus eines Spiels verstehen und gleichzeitig selbst mitentscheidende Aktionen liefern konnte. Es gibt in seiner Liverpool-Bilanz praktisch keinen echten Schwachpunkt, und seine spätere Bedeutung als Trainer verstärkt seinen Status zusätzlich. Genau deshalb bleibt „King Kenny“ für viele der größte Liverpool-Spieler aller Zeiten.
