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Jude Bellingham äußerte sich zu Alkoholvorwürfen

Was Bellingham selbst gesagt hat

Laut dem Bericht von The Associated Press bei WTOP über Bellinghams Jubel nach dem Monaco-Spiel gab der Mittelfeldspieler nach Real Madrids 6,1 Sieg gegen Monaco seine bislang deutlichste öffentliche Antwort. Nach seinem Treffer deutete er eine Trinkbewegung an und sagte später: „A lot of people say a lot of things“, bevor er hinzufügte: „I know the truth.“ Er machte zugleich klar, dass die Diskussionen über sein Privatleben nichts daran änderten, was er für die Mannschaft leiste.

Laut ESPN und dem Bericht von Alex Kirkland über Bellinghams Reaktion auf die Vorwürfe bezeichnete er den Jubel als „a bit of a joke“, also als eine Art spöttische Reaktion auf die Spekulationen über sein Leben abseits des Platzes. ESPN berichtet außerdem, dass er die Behauptungen als falsch dargestellt habe. Seine Linie war damit eindeutig: Er widersprach den Gerüchten direkt und öffentlich.

Woher die Vorwürfe kamen

Laut dem offiziellen Spielbericht von Real Madrid zum 6,1 gegen Monaco ging es an diesem Abend sportlich eigentlich um einen klaren Sieg und um den vorzeitigen Einzug unter die besten Acht der Champions-League-Ligaphase. Trotzdem drehte sich ein großer Teil der Aufmerksamkeit nach dem Abpfiff nicht um das Ergebnis, sondern um Bellinghams Jubel und das, was er damit andeuten wollte.

Laut dem AP-Bericht bei WTOP kursierten die Vorwürfe zuvor bereits in spanischen Medien und im Umfeld unzufriedener Fans. Belastbare Belege dafür, dass Bellingham tatsächlich zu viel trinke, werden in den Berichten jedoch nicht geliefert. Nachvollziehbar dokumentiert ist vor allem, dass die Gerüchte im Umlauf waren, dass Teile des Publikums unruhig geworden waren und dass Bellingham den Vorwurf selbst klar zurückwies.

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Warum der Jubel so viel Aufmerksamkeit bekam

Laut ESPNs Bericht über die Reaktionen der Fans im Bernabéu und Kylian Mbappés Aussagen zur Kritik an einzelnen Spielern war Bellingham schon zuvor von Teilen der Anhängerschaft besonders kritisch gesehen worden. Mbappé sagte damals sinngemäß, die Kritik müsse die ganze Mannschaft treffen und nicht einzelne Spieler. In genau diesem Klima bekam der Jubel gegen Monaco eine zusätzliche Schärfe. Er wirkte nicht wie eine beiläufige Geste, sondern wie eine direkte Antwort auf die Debatte der Tage davor.

Laut Managing Madrid und der Zusammenfassung von Bellinghams Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bayern München griff der Engländer das Thema Monate später noch einmal auf und formulierte seine Zurückweisung noch klarer. Er sagte, die Berichte darüber, dass er gern viel trinke und oft ausgehe, seien unwahr. Dazu sagte er: „I’m very professional, every day. It was a joke.“ Auch später wich er also nicht von seiner Darstellung ab.

Warum das Thema für ihn heikel bleibt

Laut dem Bericht von Carl Markham in The Independent über Bellinghams Kritik an der englischen Medienberichterstattung nach der Europameisterschaft hatte er schon 2024 erklärt, sich nach der EURO ungerecht behandelt und teilweise zum Sündenbock gemacht gefühlt zu haben. Er sagte auch, dass die Aufmerksamkeit für seine Familie zu weit gegangen sei. Das erklärt zwar nicht automatisch die neue Diskussion in Madrid, macht aber verständlicher, warum er auf diese Vorwürfe nicht schweigend reagieren wollte.

Am Ende bleibt vor allem seine eigene öffentliche Einordnung. Bellingham sagt, die Alkoholvorwürfe seien falsch. Er sagt, der Jubel sei ein Witz auf Kosten der Leute gewesen, die über sein Privatleben spekulieren. Die vorliegenden Berichte liefern keine harten Belege, die seiner Darstellung widersprechen. Sie zeigen vielmehr einen Spieler unter Druck, ein sensibles Umfeld und ein Gerücht, das in dem Moment noch größer wurde, als er es auf dem Platz sichtbar kommentierte.

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Quellen: The Associated Press via WTOP, ESPN, Real Madrid, Managing Madrid, The Independent.

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