Mehrere WM-Austragungsorte beschränken die Feierlichkeiten vor den Spielen
Einige Fans, die die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den USA besuchen, könnten ihre gewohnten Abläufe vor dem Spiel anpassen müssen, da mehrere Austragungsorte Einschränkungen für das traditionelle Tailgating in Betracht ziehen.
Diese Praxis, bei der sich Fans auf den Parkplätzen der Stadien versammeln, um vor den Spielen zu essen, zu trinken und sich auszutauschen, ist ein prägender Bestandteil der amerikanischen Sportkultur. Während der Weltmeisterschaft könnte sie jedoch weniger präsent sein, als viele erwartet haben.
Stattdessen deuten erste Planungen auf ein stärker kontrolliertes Spieltagsumfeld hin, das durch Sicherheitsaspekte und die logistischen Anforderungen eines globalen Turniers geprägt ist.
Unterschiedliche Regelungen je nach Stadion
Laut talkSPORT wird erwartet, dass mehrere Austragungsorte das Tailgating einschränken oder sogar vollständig untersagen. Zu den genannten Stadien zählen das Arrowhead Stadium in Kansas City, das Gillette Stadium in Massachusetts und das Lincoln Financial Field in Philadelphia.
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Im Gillette Stadium, das für das Turnier vorübergehend in „Boston Stadium“ umbenannt wird, haben die Organisatoren ihre Position bereits deutlich gemacht. Ein Hinweis auf der Website des Stadions lautet: „Bitte beachten Sie, dass das traditionelle ‘Tailgating’ (Essen und Trinken rund um geparkte Autos) bei diesen Veranstaltungen gemäß den FIFA-Richtlinien nicht gestattet ist.“
Auch andere Austragungsorte scheinen einen ähnlichen Ansatz zu verfolgen, wobei die Regelungen je nach lokalen Vorschriften variieren können.
Verlagerung hin zum öffentlichen Verkehr
Im Raum New York/New Jersey konzentriert sich die Planung weniger auf Parkmöglichkeiten als vielmehr darauf, große Menschenmengen effizient zu bewegen. Die Organisatoren des MetLife Stadiums empfehlen den Fans, öffentliche Verkehrsmittel statt des Autos zu nutzen.
„Während Mitfahrdienste und begrenzte Premium-Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen werden, wird die FIFA-Weltmeisterschaft im NYNJ-Stadion größtenteils auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sein“, sagte Sprecherin Natalie Hamilton laut USA Today.
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Der Fokus auf den öffentlichen Verkehr spiegelt umfassendere Bemühungen wider, Verkehrsstaus zu reduzieren und internationalen Besuchern den Zugang zu erleichtern, die mit der oft suburbanen Lage vieler US-Stadien nicht vertraut sind.
FIFA: kein generelles Verbot
Berichte über ein weitreichendes Verbot gewannen an Dynamik, nachdem DW Sports das Thema in sozialen Medien aufgegriffen und auf die kulturelle Bedeutung des Tailgating sowie die starke Autoabhängigkeit vieler US-Austragungsorte hingewiesen hatte.
Die FIFA stellte jedoch klar, dass es keine einheitliche Regelung gibt.
„Die FIFA hat keine formelle Richtlinie, die das ‘Tailgating’ (Essen und Trinken rund um geparkte Autos in Stadionbereichen) einschränkt“, erklärte ein Sprecher. „Allerdings können an bestimmten Standorten in Abstimmung mit den örtlichen Behörden für öffentliche Sicherheit standortspezifische Einschränkungen auf Grundlage lokaler Vorschriften eingeführt werden.“
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Der Weltverband fügte hinzu, dass weitere Hinweise für Fans näher am Turnierbeginn veröffentlicht werden.
Zwischen Kultur und Logistik
Der sich entwickelnde Ansatz verdeutlicht eine mögliche kulturelle Umstellung für lokale wie internationale Fans. Während das Tailgating seit Langem Teil des amerikanischen Spieltagerlebnisses ist, scheinen die WM-Organisatoren auf Einheitlichkeit, Sicherheit und effiziente Verkehrslenkung in allen Austragungsorten zu setzen.
Wie die Fans darauf reagieren – und ob sich alternative Fan-Erlebnisse entwickeln – könnte die Atmosphäre rund um die Stadien im kommenden Sommer maßgeblich prägen.
Quellen: talkSPORT, USA Today, DW Sports
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