Fußball

Real Madrid sucht Arbeloa-Nachfolger

Real Madrid hat eine dringende Suche nach einem erfahrenen Trainer für die erste Mannschaft eingeleitet, ein Schritt, der das Ende der Amtszeit von Álvaro Arbeloa zu signalisieren scheint. Das jüngste Ausscheiden des Vereins aus der UEFA Champions League, gepaart mit einer weitgehend titellosen Saison, hat laut Berichten von El Mundo die Notwendigkeit eines Richtungswechsels verstärkt. Die Vereinsführung hatte Arbeloas Zukunft Berichten zufolge direkt an Titel geknüpft, ein Mandat, das nun unerfüllt scheint. Trotz der Unterstützung seiner Spieler, die sich unter seiner Führung wohl und motiviert fühlen sollen, wird Real Madrid die Saison ohne einen großen Titel beenden. Die 4:3-Niederlage gegen Bayern in der Allianz Arena in der Champions League erwies sich als entscheidender Schlag und eröffnete, was Vereinsfunktionäre als „Zeit der Reflexion“ bezeichneten.

Eine Abkehr von der Jugend

In den letzten Monaten hatte Real Madrid potenzielle Nachfolger für Arbeloa evaluiert. Der Verein hat seine Kriterien jedoch nun verfeinert, wobei ein erheblicher Schwerpunkt auf die Erfahrung des Trainers gelegt wird. Dies markiert eine deutliche Abkehr von der früheren Neigung zu jungen, aufstrebenden Trainern. Junge Namen wie Julian Nagelsmann, derzeit Trainer der deutschen Nationalmannschaft, und Cesc Fàbregas, der in der Serie A mit Como beeindruckt hat, wurden Berichten zufolge in Betracht gezogen, aber nun verworfen. Diese plötzliche Zurückhaltung gegenüber weniger erfahrenen Trainern soll auf eine „saure Erfahrung“ mit Xabi Alonso und den „schlechten Lauf“ unter Arbeloa zurückzuführen sein, wie El Mundo zitiert. Der Verein sucht nun fest nach einem „gewichtigen Trainer von großem Ruhm, mit internationalem Erfolg, der in der Lage ist, die Egos einer zerstrittenen Umkleidekabine zu managen.“

Hochkarätige Namen im Gespräch

Die Suche nach einem neuen Trainer wird voraussichtlich beschleunigt, wobei bereits mehrere hochkarätige Namen in Valdebebas, dem Trainingskomplex von Real Madrid, kursieren. Zu den Genannten gehören:
  • Jürgen Klopp (Fußballdirektor Red Bull)
  • Mauricio Pochettino (Trainer der US-Nationalmannschaft)
  • Didier Deschamps (Trainer der französischen Nationalmannschaft)
  • Lionel Scaloni (Trainer der argentinischen Nationalmannschaft)
  • José Mourinho (Trainer von Benfica)
Bemerkenswerterweise hat Zinedine Zidane, ein Favorit der Geschäftsleitung und voraussichtlich nach der Weltmeisterschaft Trainer der französischen Nationalmannschaft, Berichten zufolge eine definitive Absage für eine Rückkehr erteilt, was die Chancen für eine Verpflichtung von Didier Deschamps für Real Madrid erhöht und eröffnet. Trotz der Schwierigkeiten des Teams ist die Führung von Real Madrid weiterhin davon überzeugt, dass der Kader mehr Potenzial besitzt, als in den letzten zwei Jahren ausgeschöpft wurde. Der Verein betrachtet seinen Kern, darunter Spieler wie Courtois, Militão, Tchouaméni, Valverde, Güler, Bellingham, Vinícius und Mbappé, als „Weltklasse“. Obwohl Verletzungen das Team beeinträchtigt haben, glaubt der Verein, dass eine erfahrenere Hand dieses Talent freisetzen kann. Mit noch sieben ausstehenden Ligaspielen, darunter ein Clásico gegen Barcelona am 10. Mai, bei dem die Rivalen Meister werden könnten, verlagert sich der Fokus bereits auf die nächste Saison und die Führung, die Real Madrid voranbringen wird. Quellen: amp.elmundo.es,

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